Wie fehlerhaft ist Klimabericht?

Ein Leserbrief von Norbert Derksen
zum Artikel „Wie fehlerhaft ist Klimabericht?“,
SÜDKURIER Nr. 17 / MP vom 22. 1. 2010, Seite 4

Eine „Peinliche Panne„, wie der Untertitel lautet, wäre es dann, wenn es nicht schon der Normalfall wäre. Treuherzig fragt der Verfasser des Artikels: „Darf sich ein Gremium, dessen wichtigstes Gut die Glaubwürdigkeit ist, Fehler erlauben?“ Offensichtlich hat er noch gar nicht bemerkt, daß die Realität diese Frage längst positiver beantwortet hat, als er zugestehen möchte, ist es doch ausgerechnet der Klimapapst Mojib Latif, der sich völlig ungestraft in seinen Vorträgen immer wieder auf Einstein beruft und dadurch jede Glaubwürdigkeit verliert. Und Prof. Dr. Ottmar Edenhofer vom PIK (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung) übersieht, daß die bloße Anzahl der sogenannten „Experten“ so lange nicht relevant ist, wie diese ein lemmingartiges Verhalten an den Tag legen und unaufhaltsam alle in eine Richtung streben, was bereits Galilei bitter erfahren mußte. Der Klimaforscher Dr. Hans von Storch räumt freimütig ein: „Manchmal machen Wissenschaftler falsche Aussagen„, wobei sich der Kenner sofort fragt: „Wieso manchmal?“ In der Physik beispielsweise ist das doch gang und gäbe. In Unkenntnis oder Verleugnung dieser wahren Verhältnisse fährt von Storch fort: „Das dürfen sie. Das geht gar nicht anders.“ Hier ist allerdings sorgfältig zu unterscheiden: Sie dürfen es nämlich nur dann, wenn es unbewußt geschieht. In den physikalischen Forschungs- und Lehranstalten passiert dies jedoch, sofern nicht eine besondere Form von Debilität vorliegt, aus purem Eigennutz wider besseres Wissen, so daß diesen angeblichen „Koryphäen“ in erster Linie von solchen mit Halbwissen angereicherten Zeitgenossen Glaubwürdigkeit attestiert wird, die keinen Unterschied zwischen Kilowatt und Kilowattstunde machen, wie im heutigen „Click“ wieder zu beobachten. Wenn Dr. Hans von Storch meint, der „Review-Prozess“, der in diesem Fall nicht funktioniert habe, gewährleiste normalerweise Plausibilität und Stimmigkeit, so hat er sich noch nicht in die Relativitätstheorie vertieft, die doch gerade auf solchen groben Fehlern beruht, vor
denen nach Ansicht des Verfassers ein solcher Review wenigstens schützen sollte. Daß letzteres ein frommer Wunsch bleiben muß, liegt schlicht und ergreifend daran, daß unter strengster Zensur vom Review-Prozess alle aufrechten Wahrheitsverfechter ausgeschlossen werden, die nicht zum Nachbeten bereit sind. 

Norbert Derksen

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