Das »Prinzip der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit«

von Helmut Hansen

Das »Prinzip der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit«
Ein die Lichtgeschwindigkeit c betreffender heuristischer Gesichtspunkt
Helmut Hansen

In: The general science journal, März 2013

Abstract:
In der modernen Physik wird Licht als eine Quantenerscheinung aufgefasst, die sowohl teilchenartige als auch wellenartige Aspekte aufweist. Heute wissen wir, dass keiner
dieser beiden Aspekte, für sich genommen, ausreicht, um dem Wesen des Lichtes gerecht zu werden. Diese duale Charakteristik des Lichtes wird daher – entsprechend der Quantentheorie – als eine seiner fundamentalen Eigenschaften aufgefasst. Angesichts dieser quantentheoretischen Auffassung erscheint es als eine natürliche Annahme, dass nicht nur das Licht selbst, sondern auch die Lichtgeschwindigkeit c dualer Natur sein sollte. In dem vorliegenden Aufsatz ist untersucht worden, ob und inwieweit die Spezielle Relativitätstheorie dieser Annahme genügt.

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Siehe auch vom Autor in diesem Blog: Die Linien des Alten – Einsteins letzte Vision

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10 Antworten zu “Das »Prinzip der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit«”

  1. Bernhard Berger

    der Artikel gefällt mir,

    ich selbst vertrete folgende Licht-Idee:

    Das Licht selbst ist ein nicht sichtbares Teilchen/Strahlung. Dies breitet sich ungehindert im Raum aus bis es auf ein Atom trifft und erhöht dessen Aggregat Zustand. Das Atom kann reagieren zum Beispiel durch Zunahme an Wärme oder elektromagnetische Wechselwirkungen mit anderen Atomen.

    Da man es aber nicht mit einzelnen Lichteilchen/Strahlung zu tun hat, ist ein Atom einer Flut von Teilchen/Strahlung ausgesetzt und erhöhen permanent den Aggregatzustand des Atoms bis es zu einer nach dem Quanteneffekt beschriebenen Reaktion kommt und weitere Lichtteilchen/Strahlung emittiert werden. Damit haben wir beides Teilchen und Welle!

    Teilchen-Charakter durch die Teilchen/Strahlung und Wellen-Charakter durch die „verzögerte“ neu Emittierung von Teilchen/Strahlung.

    Die Teilchen/Strahlung reicht nur bis zum nächsten Atom. Teilchen/Strahlung –> Quanteneffekt –> Teilchen/Strahlung –> Quanteneffekt usw.

    Daraus lässt sich folgern, dass innerhalb eines Mediums das Licht sich immer mit dem Medium mitbewegt. Luft, Glas, Spiegel usw. beeinflussen somit das Messergebnis.

    Nimmt man diese Idee auf, dann müsste das Michelson – Morley Experiment komplett neu interpretiert werden.

    Ein Beispiel soll verdeutlichen wie ich das meine: Wenn ein Stein in einen Teich geworfen wird, so löst dieser Stein im Teich eine Welle aus.

    Für Sternenlicht würde es bedeuten, dass sich die Lichtteilchen oder Strahlung ungehindert durch den Raum dringen bis sie auf ein Atom treffen das dann ganz nach der Quantenmechanik reagiert und weitere Lichtteilchen/Strahlung emittiert. Das Licht unserer Sonne würde also von der Sonne ausgehen und sich mit dem mitgezogenen allerding sehr dünnem Äther mitbewegen.

    Die Zeit bis ein neues Lichtteilchen/Strahlung emittiert wird stellt eine Verzögerung dar. Diese Verzögerung wäre auf jeden Fall als Summe messbar und damit berechenbar. Ist einmal die Verzögerungszeit bekannt kann anhand der gesamten Signallaufzeit die Lichtteilchen/Strahlungsgeschwindigkeit errechnet werden. Sie wäre auf jeden Fall größer als c denn
    c := gemessene gesamte Signallaufzeit (Lichtgeschwindigkeit)
    b := unbekannte Teilchen/Strahlungsgeschwindigkeit
    d := gemessene/errechnete Emittierungszeit für neue Teichen/Strahlung.

    c = b –d ( Minus weil die Verzögerung den gemessenen Wert verringert)
    c +d = b
    b = c +d (b wäre somit größer als c)

    Das Licht würde bei einem Wechsel des Medium mit einer geringern Dichte nicht beschleunigen sondern nur weniger „gebremst“ werden was einer scheinbaren Beschneunigung entspricht. Denn die Lichtteilchen/Strahlung wäre in allen Medien als konstant anzunehmen. Die Medien würde ganz individuell das Licht „ausbremsen“.

    Nun, das ist nur eine Idee, aber sie hat etwas, das kann niemand leugnen. Jedoch, wird es wohl niemand geben der das in realen Experimenten versuchen wird zu erforschen. Schade.

  2. Bernhard Berger

    Nachsatz:

    ich muss noch bemerken, dass die oben beschriebene Idee nicht aus meiner Feder stammt denn so gescheit bin ich nicht. Aber vertreten (befürworten) kann ich sie dennoch.

    Die Idee habe ich ein einem Buch (19. Jahrhundert) gelesen, das das Prinzip sehr einfach erklärt: Das Sonnenlicht sind Teilchen, die den Raum durchdringen bis sie auf Atome treffen (Teilchencharakter). Die dadurch angeregten Atome geben die Wirkung in gerader Linie an ihre Nachbaratome weiter (Wellecharakter).

  3. Peter Rösch

    Mich verwundert die Umfänglichkeit der Ausführungen, die ein wirkliches Begreifen des vom Autor Dargestellten erschwert.
    Die Dualität ist der Relativitätstheorie doch ganz offensichtlich immanent:
    1. Der mit der Quelle Mitbewegte erlebt die Lichtgeschwindigkeit ballistisch, also als Geschoßteilchen.
    2. Der die Quellenbewegung Beobachtende sieht die Lichtgeschwindigkeit “gedeckelt”, wie dies bei einer Welle im Medium der Fall ist.
    Die Relativitätstheorie beinhaltet also wie die Quantentheorie den Welle-Teilchen-Widerspruch.

    3. Dieser Dualitäts-Unsinn wird aber noch überragt durch die Vorstellung, der auf das Licht – egal jetzt ob ballistisch oder wellig – Zubewegte müsse stets den gleichen Lichtgeschwindgkeitswert messen. Damit geht die Relativitätstheorie eindeutig über den physikalischen Unsinn der Quantentheorie hinaus.

    Als Frage aller Fragen kondensiert sich letztlich die nach der Bedeutung von “c + v”. Sie taucht schon grundlagenhaft, bei der Lichtgeschwindigkeitsmessung, auf. Die kann, da grundsätzlich fehlerbehaftet, nur angegeben werden nach dem Schema “c +/- v”.
    Das Problem liegt also schon in der vortheoretischen Grundlage des Gedankengebäudes.

  4. Helmut Hansen

    Ich habe mich in meinem Aufsatz bewusst auf das Prinzipielle beschränkt, weil die Hartnäckigkeit, mit der Einstein’s Theorie verfochten wird, gerade darin gründet, dass ihre Prinzipien für unanfechtbar gehalten werden. Tatsächlich aber erweisen sich bereits die sie begründenden Prinzipien (und nicht erst die aus ihnen gezogenen Folgerungen) als in sich widersprüchlich.

    So erweist sich das Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit als in sich widersprüchlich, da die relativistische Kinematik die Möglichkeit eröffnet, dieses Prinzip auch auf eine teilchenartige Weise definieren zu können – und nicht nur auf eine wellenartige Weise, wie es in und mit ihrem zweiten Postulat geschehen ist; eine Möglichkeit, die schlussendlich dazu führt, dass die Lichtgeschwindigkeit als eine „Größe“ erscheint, die sowohl von der Geschwindigkeit der Quelle abhängig als auch nicht-abhängig ist. Eben dieser logische Widerspruch ist im Rahmen der Einstein’schen Theorie unauflösbar ist, da er empirisch unentscheidbar ist.

    Wir stehen daher vor der Wahl, Einstein’s Theorie im Hinblick auf die Lichtgeschwindigkeit entweder für falsch, weil in sich widersprüchlich, oder aber wenigstens für unvollständig halten zu müssen, da sie den Beweis ihrer inneren Konsistenz schuldig bleibt.

    Eben diese Schlussfolgerung erinnert von ihrer argumentativen Struktur in hohem Maße an das Gödel’sche Unvollständigkeitstheorem.

    Was mich daher gegenwärtig beschäftigt, ist die Frage, ob und unter welchen Bedingungen diese Schlussfolgerung wider die Spezielle Relativitätstheorie für die moderne Physik ebenso zwingend ist wie es das Gödel’sche Unvollständigkeitstheorem für die Mathematik war.

  5. Bernhard Berger

    @Helmut Hansen

    ich denke, dass das ganze Problem aus der Lorentz-Transformation hervorgegangenen ist. Diese setzt die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit in „allen“ Inertialsystem als „Naturgesetz“ voraus! Und nicht nur das, sondern sie Fußt auch noch auf „zwei“ „Inertialsystemen“ die nicht vertauschbar sind!!!. Stellt man nun die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit oder das Prinzip eines Inertialsystems in Frage so bleibt von der Lorentz-Transformation nicht mehr übrig als eine mathematische Spielerei – und mit ihr stirbt auch die SRT/ART. Die Grundlagen sind also vollkommen hypothetisch und in sich widersprüchlich. Was auch nich tanders möglich ist wenn man nach belieben „Perspektiven“ (Bezugssysteme) wechselt und vermischt.

    Um das ganze zu retten verweist man gerne auf Floskeln um die „Zweifler“ zu paralysieren bzw. Mund tot zu machen. Das sind aber alles Ausreden um eine in sich unlogische und in der Praxis nicht anwendbare Theorie am „leben“ zu halten.

    Oben habe ich ein Beispiel gegeben wie es eventuell mit dem Licht sein könnte. Damit wäre vieles erklärbar was mit den zur Zeit geltenden Theorien nicht erklärbar ist. Jedoch wäre damit auch vieles wiederum nicht erklärbar. Das Wesen des Lichts wird wohl noch lange ein Geheimnis bleiben. In der Praxis wird ja immer das Modell verwendet mit dem am Besten gearbeitet werden kann was ja nicht falsch ist…

    Aber wozu sollte man eine gut funktionierende Physik nach Euklid, Galilei usw. mit einer schlechteren Theorie tauschen?

    Nach allem was ich nun über die SRT/ART weiß, ist das alles in meinen Augen reine Fantasie, die mit mathematischen und logischen „Scheinbeweisen“ am Leben erhalten werden sollen.

    Ein gutes Beispiel ist ein Mensch, nennen wir ihn A, der einen Turm(Natur) vermessen(ergünden) will. Um diesen zu vermessen verwendet er einen Fotoapparat(Logik) und fotografiert(Theorie) den Turm – natürlich von „unten“(falsche Grundlagen) – so dass der ganze Turm(Natur) auf dem Foto(Logik) verzerrt(Irrtümmer) abbildet wurde. A geht nun hin und „vermisst“(Schlussfolgerungen) den Turm am „FOTO“(Logik) und stellt überrascht fest, dass der Turm unten viel breiter ist als oben und glaubt nun im Ernste dass der Turm konisch wäre. Welch ein Irrtum!!

    Aber ist es bei der SRT/ART nicht genauso? Versucht man da nicht die „Natur“ nur allein mit den Mitteln der Mathematik zu „errechnen“

    Ich glaube, dass Einstein später den ganzen Miste eingesehen hat – „Mathematik ist ein gutes Mittel sich selbst an der Nase herumzuführen“ so ähnlich war doch seine Aussage oder?.

  6. Helmut Hansen

    Ich denke, dass die Lorentz Transformation mehr ist als eine Spielerei: Sie eine fundamentale Symmetrie von Raum und Zeit.

    Gleichwohl bin ich davon überzeugt, dass diese Symmetrie durch die Spezielle Relativitätstheorie (SRT) auf eine nur unzureichende Weise abgebildet worden ist, was naheliegend ist, wenn man von der Gültigkeit des „Prinzip der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit“ überzeugt ist.

    Da Einstein – entsprechend diesem Prinzip – bei der Ableitung der Lorentz-Transformation ausschließlich den Wellenaspekt der Lichtgeschwindigkeit (i.e. die Isotropie der Lichtausbreitung) berücksichtigt hat, ist nicht nur das entsprechende relativistische Raum-Zeit-Bild unvollständig, auch die in ihr innewohnende Lorentz Symmetrie ist es.

    Auf der Suche nach einem, dem Prinzip der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit genügenden Raum-Zeit-Bild bin ich auf eine geometrische Struktur gestossen, die ebenfalls eine Lorentz-Symmetrie aufweist; freilich eine, die nicht nur weniger restriktiv ist als die relativistische, sondern die sich zudem als „beobachterunabhängig“ erweist. (Soweit ich Ihre Arbeit überblicke, gilt Ihre Kritik vor allem diesem Punkt.)

    Dieses „dual“ angelegte Raum-Zeit-Bild besteht aus der nahtlosen (!) Verschränkung von Kreis (= Wellenaspekt von c; isotroper Aspekt) und Quadrat (Teilchenaspekt von c; anisotroper Aspekt). Das Verhältnis dieser beiden geometrischen „Blaupausen“ zueinander ist nicht nur „geschwindigkeitsabhängig“, es folgt hierbei einem „lorentzinvarianten“ Algorithmus. Das bedeutet, das Verhältnis von Kreis und Quadrat ändert sich in Übereinstimung mit dem relativistischen GAMMA-Faktor.

    In meinem Aufsatz „The Hidden Face of c“ habe ich die durch dieses duale Raum-Zeit-Bild begründete Lorentz-Symmetrie auf eine sehr einfache und elementare Weise dargestellt. (Unter Google führt Sie der erste Eintrag zu diesem Aufsatz.)

    Was diese Lorentz-Symmetrie gegenüber der von Einstein formulierten Symmetrie auszeichnet, ist, wie bereits angesprochen, ihre BEOBACHTERUNABHÄNGIGKEIT! Da das Verhältnis von Raum (= Kreis) und Zeit (= Quadrat)in lorentzinvarianter Weise von der Geschwindigkeit abhängt, kommt dem Beobachter innerhalb des dadurch begründeten Raum-Zeit-Bildes nicht länger eine vitale Rolle zu. Er findet bei seinen Messungen zwar – entsprechend seiner jeweiligen Geschwindigkeit – raum-zeitliche Bestimmungen, welche einer Lorentz Symmetrie folgen, aber diese Symmetrie ist eben nicht – wie von ihm fälschlicherweise, geleitet von der SRT, angenommen – das Ergebnis seiner —Relativgeschwindigkeit—, sondern das Ergebnis des geschwindigkeitsabhängigen Verhältnisses von Raum (= Kreis) und Zeit (= Quadrat).

    Mit anderen Worten: Seine Messungen der raum-zeitlichen Bestimmungen entsprechen zwar (zumindest in weiten Teilen) jenen, die die SRT vorhersagt, gleichwohl erweist sich ihre physikalische Deutung im Sinne der SRT als irreführend; zumindest dann, wenn man die durch sie begründete Lorentz Symmetrie für fundamental schlechthin (!) hält. Tatsächlich gibt es, wie ich mutmaßen möchte, experimentelle Differenzen zwischen beiden Raum-Zeit-Bildern. Dies ergibt sich zwangsläufig aus den jeweils unterschiedlichen geometrischen Blaupausen. Das Minkowski-Diagramm kann zwar mit der vorgen. geometrischen Doppel-Struktur zur Deckung gebracht werden, die Doppelstruktur beinhaltet aber über das Minkowski-Diagramm hinausgehende geometrische Strukturen.

    Ich bin mir jedoch gegenwärtig noch nicht im klaren darüber, welche physikalische Bedeutung mit diesen geometrischen Strukturen verknüpft ist.

    Daher sind meine Überlegungen, wenn ich einräumen muss, noch weit davon entfernt, eine zusammenhängene physikalische Theorie darzustellen. Was mich jedoch von ihrer Richtigkeit überzeugt sein lässt, ist die ausserordentliche Schönheit und Einfachheit der ihr zugrundeliegenden geometrischen Struktur.

  7. Bernhard Berger

    @Helmut Hansen

    Aus ihrem Artikel lese ich heraus, dass sie die Hypothese der „relativen“ Raum-Zeit nicht in Frage stellen sondern für einen Naturgesetz halten. Mir scheint, dass das einer der Hauptprobleme darstellt nämlich eine „Hypothese“ welche niemals bestätigt wurde als Naturgesetz anzusehen. Aus meiner Sicht gibt es keinen Grund die im ganzen Universum globale Zeit in Frage zu stellen.

    Mir scheint, dass der Ankert der „relativen“ Raum-Zeit allein die Lorentz-Transformation (LT) ist und auch die Grundlage für die SRT ist.

    Leider stellt, so scheint es mir, niemand die Prämissen der LT in Frage sondern stürzen sich ausschließlich auf die „korrekte“ Herleitung des „Korrekturfaktors“.

    Einige Fragen, die sie bestimmt beantworten können:

    In der Galilei-Transformation (GT) gilt folgende Transformationsregel für die X-Koordinate von K’ nach K

    GT: x = x’ +- vt
    LT: x = x’ +- vt’

    Wie begründet man die Änderung von vt nach vt’ ? Mir scheint, dass dies willkürlich gemacht wurde.

    Wo wurde die Prämisse, dass die Lichtgeschwindigkeit in allen Inertialsysten mit c gemessen wird als Naturgesetz bestätigt? Und “wie“ wird in einem bewegtem IS die Lichtgeschwindigkeit gemessen? Und weiter, wurde die uns bekannte Lichtgeschwindigkeit ’nicht‘ in Relation zu unserem Sonnensystem gemessen? Und welche Geschwindigkeit hat unser Sonnensystem im Universum? Ist daher die uns bekannte Lichtgeschwindigkeit als nur in unserem Sonnensystem gültig zu werten? Was wäre wenn das Licht weder Teilchen noch Welle wäre sondern Strahlung? Die erst beim Ziel (Atom) die bekannten Effekte auslösen?(Ich bin ein Freund der Quantenmechanik). Außerdem wird das Inertialsystem (IS) selbst nicht in Frage gestellt. Das bedeutet, kann es überhaupt ein IS geben? Und von was sind diese abhängig? Bzw. kann das Licht von einem IS ‚abhängig‘ sein? Dazu möchte ich bemerken, dass der Charakter eines IS ein Koordinaten-System ist und dass ein Koordinaten-System einen physischen Körper benötigt an das es gebunden wird. Ein IS ohne Körper ist wie eine ‚Luftschloss’. Das bedeutet, dass das Koordinaten-System den Eigenschaften es Körpers untergeordnet ist und nicht umgekehrt. Das bedeutet auch, dass sich das Koordinatensystem mit dem Körper mitbewegt. Bindet man nun ein IS mit dem Sonnensystem und ein 2. mit der Erde. So besteht doch die Frage, zu welchem System bewegt sich nun das Sonnenlicht? Beide IS durchdringen sich gegenseitig. Beide IS bewegen sich. Das der Sonne mit unbekannter Geschwindigkeit und das der Erde mit relativer Geschwindigkeit (Sonne). Das Licht der Sonne ist Teil beider IS. Aber von welchem System ist das Sonnenlicht nun abhängig? Von dem der Sonne oder von dem der Erde? Oder von beiden? Oder von keinem von beiden? Da ein IS keinen ‚eigenständigen’ Raum repräsentiert sondern nur Systeme im ‚globalem’ Raum repräsentiert, stellt sich die Frage, wessen Raum ein IS repräsentiert. Das IS-Erde, repräsentiert also die Erde und das IS Sonne repräsentiert die Sonne. Frage, bewegen sich diese Systeme in eigenständigen Räumen oder doch nur im ‚globalem’ Raum in dem sich alles bewegt. Also in welchem Raum bewegt sich das Licht, im ‚physischem’ oder in ’imaginären’? Aber auch da ist man viel zu verliebt in die Idee ‚IS’ als dass man das in Frage stellen würde.

    Mich erinnert das alles an den „Geradstrecken Verleger“. Dies war damals wohl die beste Methode eine „gerade“ Straße zu bauen. Und die Erfinder waren so in ihren „Geradstrecken Verleger“ verliebt, dass sie die durch die Gravitation verursachte Abweichung mit der optischen Toleranz nicht bemerkten. Sie glaubten dann allen ernstes an die Hohlwelt der Erde und fanden sogar mathematische Lösungen die das beweisen sollten.

    Ist es mit der SRT/LT nicht genau so? Viel zu verliebt in diese Theorie wird sie nicht mehr in Frage gestellt sondern nur noch nach mathematischen Beweisen gesucht die aber ausbleiben.

    Wacht endlich auf aus dem Traum SRT/ART, die Natur ist nicht Sklave der Mathemnatik und mit Mathematik lassen sich keine Naturgesetze ‚errechnen‘. Und die Zeit ist auch nicht Sklave der Atomuhr! Schon mal daran gedacht, dass wenn beim Fleigen mit einem Jet real die Zeit langsamer vergegen würde dies die ‚Beobachter‘ an Board nicht bemerken würden weil alle Uhren an Board ’normal‘ laufen würden! Also eine verlangsamung der Zeit an Board ’nicht‘ messbar wäre?!

    Und da fällt mit das Märchen mit dem Kaiser(SRT/ART)) und den unsichtbaren Kleidern(Beweise) ein. Das ganz Personal(Experten) des Kaisers(NW) ’sahen‘ die Kleider nur das Mädchen(Laie) sah die Kleider(Beweise) nicht und fragte ganz naiv(was ich nun auch tu):

    Warum ist der Kaiser(LT/SRT/ART) ganz nackt(ohne praktischen nutzen)?

  8. Helmut Hansen

    Sehr geehrter Herr Berger,

    ich teile Ihre Auffassungen weit mehr als Sie denken.

    ad INERTIALSYSTEM:

    So bezweifle ich – wie Sie -, dass der Begriff INERTIALSYSTEM auf die gesamte zulässige Geschwindigkeitsskala von v = 0 bis v = c sinnvoll anwendbar ist. Auf eben dieser Annahme beruht aber das von Einstein 1905 eingeführte Relativitätsprinzip. Es nimmt an, dass der Innenraum von Inertialsystemen bei allen Geschwindigkeiten (!) effektiv „kräftefrei“ ist, sofern die Geschwindigkeit dieses Systems dem Betrag und der Richtung nach unverändert ist. Eben diese Annahme bezweifle ich. Es gibt, wie ich überzeugt bin, nur zwei Geschwindigkeitswerte, auf die diese Annahme (i.e. der Zustand der Kräftefreiheit) sinnvoll anwendbar ist, und zwar bei v = 0 und bei v = oo, wobei diese beiden Werte im Rahmen der von mir angestrebten Theorie physikalisch unerreichbare Grenzwerte darstellen. So ist beispielsweise der Geschwindigkeitswert v = 0 mit dem Begriff der „absoluten Ruhe“ assoziiert. Wenn Einstein also in seiner 1905b Arbeit konstatiert, dass dem Begriff der absoluten Ruhe keine empirischen (!) Erscheinungen entsprechen, dann hat damit recht. Womit er – meiner Überzeugung nach – jedoch nicht recht hat, ist die daraus gezogene Schlussfolgerung, nämlich die, dass es keinen Äther gibt. Es gibt einen Äther, doch seine Existenz legitimiert sich gerade dadurch, dass er durch ein spezifisches Set physikalisch unerreichbarer Grenzwerte charakterisiert ist, wobei der Term „absolute Ruhe“ einer dieser möglichen Grenzwerte ist.

    ad LORENTZ-TRANSFORMATION:

    Die Tatsache, dass ich die Lorentz-Transformation für eine fundamentale Symmetrie von Raum und Zeit halte, impliziert nicht (!), dass ich Raum und Zeit für „relativ“ halte, im Gegenteil: Raum und Zeit sind absolute, unverrückbare Grössen. Ihre Absolutheit kommt geometrisch durch zwei eigenständige Blaupausen/Matrizen zum Ausdruck; es gilt:

    Kreis (isotroper Anteil) = Raum
    Quadrat (anisotroper Anteil) = Zeit

    Da jedoch beide geometrischen Absolutmatrizen miteinander „verschränkt“ sind, erzeugen sie als Ganzes (!) eine lorentzinvariante Raumzeit. Da die ihr zugrundeliegenden Matrizen absoluter Natur sind, ist es die Lorentzsymmetrie auch. Es handelt sich aber nicht, wie in meinem Kommentar zuvor schon dargelegt, um eine beobachterabhängige Symmetrie. Da beide Matrizen miteinander nahtlos verschränkt sind, ist Verhältnis zueinander geschwindigkeitsabhängig, und zwar in Übereinstimmung mit dem Gamma-Faktor, aber die Ursache ist nicht das Relativitätsprinzip (in Verbindung mit dem Prinzip der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit), sondern sind eben diese beiden geometrischen Urmatrizen.

    In und mit dieser geometrisch in sich verschränkten Doppelstruktur ist auch zugleich die Annahme des von mir postulierten „Prinzips der Dualen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit“ verknüpft; es gilt:

    Matrize I: Kreis —–:c = 1
    Matrize II: Quadrat —:c = 1

    In meinem Buch „Die Linien des Alten“ habe ich versucht, diese „duale Parametrisierung von c“ ein wenig zu erläutern. Die Tatsache, dass beide geometrische Matrizen intern dieselbe Parametrisierung aufweisen, nämlich c = 1, erklärt, warum Matrize II (der anisotrope Anteil der Lichtausbreitung) bis heute verborgen geblieben ist.
    Die Tatsache, dass beide Matrizen zusammengenommen auch noch eine Lorentzsymmetrie aufweisen, hat wesentlich dazu beigetragen, dass dieses „Gesicht“ der Lichtgeschwindigkeit bis heute unseren Blick entzogen geblieben ist.

    Dass die Spezielle Relativitätstheorie gerade durch die sie auszeichnenden Eigenschaften, wie z.B. Einfachheit etc., uns erheblich daran gehindert hat, die eigentlichen Wurzeln der Lorentzsymmetrie aufzudecken, bedarf eigentlich keiner weiteren Erklärung. Ihr Fehler besteht nicht so sehr darin, dass sie nicht gut genug war, sie war zu gut.

    Ich muss allerdings – wie schon in dem vorherigen Kommentar getan – betonen, dass all diese Überlegungen, so sehr ich von ihrer Richtigkeit überzeugt bin, noch keine zusammenhängende physikalische Theorie darstellen. Eine solche Theorie zu entwickeln, könnte sich in der Tat als außerordentlich schwierig erweisen, da ihr Gelingen maßgeblich davon abhängt, ob wir auf die zentrale Frage der Philosophie – der Frage nach der Existenz eines (transzendenten) „Urgrundes“ – eine physikalisch überzeugende Antwort zu geben vermögen oder nicht.

  9. Bernhard Berger

    @Helmut Hansen,

    ad. INERTIALSYSTEM.
    Ihre Ansicht kann ich nach vollziehen und gefällt mir gut. Jedoch bei der SRT geht es um ein PRINZIP, und zwar um das Prinzip eines neuen nicht Euklidischen Weltbildes bzw. Weltanschauung.
    Und wie es bei Prinzipien so ist, kommt es immer auf die Details an so auch beim Inertialsystem. Grundsätzlich ist es eine Idealisierte Vorstellung eines Raumbereiches in dem keine äußeren Kräfte einwirken. Es ist nun vollkommen egal ob das Inertialsystem sich nun ‚bewegt‘ oder ‚ruht‘, sondern die Frage ist, ob die Idee eines solchen Inertialsystem Grundsätzlich möglich ist.
    In der Natur gibt es keinen „Innenraum“, der Begriff „Innenraum“ kommt doch von unseren Häusern mit Zimmern usw. Aber die Materie, bestehend aus Atomen und viel Platz dazwischen – wie sollte sich da ein geschlossenes System bilden können? Daher meine ich, dass das es in der Natur nur einen Raum gibt der alles durchdringt die Atome mehr oder weniger organisierte Materie Haufen darinnen sind. Das bedeutet, dass ein Inertialsystem am ende doch nichts anderes ist als ein Koordinatensystem – und wozu braucht man es dann? Es ist Überflüssig weil nicht anwendbar!

    ad LORENTZ-TRANSFORMATION
    die Lorentz-Transformation ist für mich zunächst eine abgeänderte Galilei-Transformation mit neuen Prämissen. Bei der Galilei-Transformation galt die Zeit als global gültig und die Transformierten Objekte wurden mit korrekt transformiert nach den alten Regeln der Geometrie. So galt c‘ = c +(-)v*t
    Bei der Lorentz-Transformation ist es genau umgekehrt, da ist die Konstanz von c in allen „Inertialsystem „ als „Naturgesetz“ festgeschrieben und die Zeit „muss“ verbogen werden damit die Funktion mathematisch überhaupt überlebt muss sie mit einem Geschwindigkeitsabhängigen Korrekturfaktor berichtigt werden. Und die Geschwindigkeit von Objekten „darf“ c nicht überschreiten weil sonst die LT nicht mehr funktioniert.
    Grundsätzlich steht die LT erst einmal als eine mathematische Behauptung da. Denn weder ist die Geschwindigkeitsgrenze von c nachgewiesen worden, noch ist nachgewiesen worden dass c in allen „Inertialsysteme“ gleich schnell gemessen wird. Da die LT eine mathematische Behauptung ist, und die darin beschriebenen Effekte somit keine Fakten sind, kann die LT nur mit den Mitteln der klassischen Physik, Mathematik verifiziert bzw. falsifiziert werden. Das lehnen aber die Freunde derselben strikt ab und versuchen die LT durch ihre Ableitungen zu verifizieren was einem „Selbstbeweis“ gleich kommt. Und ich denke nicht dass das zulässig ist.

    Solange es keine empirischen oder mathematischen als auch logischen Verifikationen für die LT gibt, ist die LT einfach nur ein Luftschloss. Und Luftschlösser sehen oft sehr hübsch aus.

    Ich stimme ihnen nicht zu den Raum mit einem Kreis oder Kugel zu assoziieren, und das darum weil es dafür keine Grundlage gibt. Ebenso ist die Zeit für mich auch nicht Quadratisch oder Kubisch.

    Ihre Theorie wird scheitern, und das darum weil – falsche – Prämissen Gesetz wurden. Es gibt im Grunde keinen Grund die Raum-Zeit Vorstellung von Euklid zu verwerfen. Denn sie ist die einzige widerspruchsfreie Theorie und wir empirisch durch die Beobachtung des Raumes und des Zeitflusses bestätigt. Warum versucht man nicht auf diesem Weltbild aufzubauen? Sondern nur auf dem ‚relativistischen‘ Weltbild?
    Die Mathematik ist ‚relativistisch‘, weil sie auf relative Beziehungen aufbaut.Und das darum, Mathematik braucht Zahlen und Zahlen brauchen einen Maßstab und Maßstäbe sind eben nun einmal relativ. Wer aber nun glaubt, mit Hilfe der Mathematik ohne vorherigen Beobachtungen, Naturgesetze erkennen zu wollen und dann real glaubt nur mit Mathematik berechnen zu können, der begeht in meinen Augen einen schweren Irrtum und das darum, weil die Mathematik ein Produkt des menschlichen Geistes ist oder kurz der Mensch hat die Mathematik erfunden. Aber die Natur folgt den Naturgesetzen und die Menschen beobachten die Natur und erkennen anhand von Beobachtungen Regeln die dann mathematische Formeln ergeben. Das ist die Reihenfolge eine andere führt nur immer größeren Irrtümmern.

    Ein Beispiel ist der Geradstreckenverleger. Eine „Vergötterung“ dieses Geradstreckenverlegers führte zur Hohlwelt-Theorie und vielen mathematischen Formel und „Beweisen“.

    Der Mathematik darf man nicht trauen. Sie ist der Knecht des Verstandes und sollte nicht unseren Verstand knechten.

  10. Helmut Hansen

    Sehr geehrter Herr Berger, vielen Dank für Ihren kritischen Beitrag, auf den ich gerne eingehe.

    Ad Euklidische Geometrie: Wie ich Ihnen bereits in Kommentar Nr. 8 berichtet habe, gilt und galt meine Arbeit vorrangig der Begründung einer modernen Metaphysik. Ich wollte also herausfinden, welche Bedingungen und Strukturen der von der klassischen Metaphysik behauptete transzendente Grund dem physikalischen Universum diktiert.

    Im Zuge dieses Bemühens habe ich u.a. „entdeckt“, dass das Universum – im Falle der Existenz dieses speziellen Grundes – auf seiner fundamentalsten Ebene notwendig der Euklidischen Geometrie genügen muss. Diese spezifische Entdeckung ist Teil dessen, was ich das „Prinzip der Radikalen Nicht-Dualität“ nenne. Bei diesem Prinzip handelt es sich um ein sehr elementares Zuordnungsmuster, welches unter der Webseite:

    http://www.helmuthansen.de/principle.html

    aufrufbar ist. (Da dieses Prinzip nicht in die Webseite eingebunden ist, kann es nur durch den vorgen. Link angesteuert werden.)

    Wie Sie der dort befindlichen Tabelle entnehmen können, bin ich – wie Sie – davon überzeugt, dass die Euklidische Geometrie die auf der fundamentalsten Ebene des Universums geltende Geometrie ist.

    Ad Inertialsystem: Ich teile ebenfalls Ihre Auffassung, wonach der Begriff INERTIALSYSTEM in Strenge kein in der Natur anwendbares Konzept darstellt. Es ist schon eine auffällige Eigentümlichkeit, dass sämtliche Beispiele, die im Rahmen der Einführung dieses Begriffes herangezogen werden, –künstliche– Bezugssysteme darstellen – also Bezugssysteme, in denen die Geschwindigkeit künstlich konstant erhalten wird. Wann immer das Relativitätsprinzip (resp. der Begriff des Inertialsystems) verdeutlicht wird, haben wir es mit Schiffen, Zügen oder Flugzeugen zu tun.

    Das ist sicherlich kein Zufall: Ich möchte daher mutmaßen, dass ein sich selbst überlassener Körper – unter Vakuumbedingungen – keineswegs, wie von diesem Begriff unterstellt, auf ewig seine konstante Geschwindigkeit beibehält, sondern bei hinreichend ausgedehnten Zeiträumen l-a-n-g-s-a-m-e-r wird. Ich möchte ferner mutmaßen, dass dieser Effekt der natürlichen Geschwindigkeitsretardierung bereits beobachtet worden ist – sowohl bei dem Bertozzi-Experiment (1964) als auch bei dem Flugverhalten der Pioneersonden.

    Ad Lorentzsymmetrie: Ihre Kritik an der Lorentz-Symmetrie halte ich indessen für zu radikal. Tatsächlich macht auch die Lorentz’sche Äthertheorie von diesem Formalismus Gebrauch – und sie bleibt auf dem Boden der Euklidischen Geometrie. Wie die Geschichte dieser Symmetrie zeigt, herrscht offenbar Unklarheit darüber, wie diese Symmetrie physikalisch letztendlich (!) zu deuten ist.

    Ad: Ihre sich auf die Euklidische Geometrie stützende Kritik an meinem Raum-Zeit-Bild kann ich indessen nicht folgen, da sie gerade von dieser Geometrie entscheidend Gebrauch macht. Ich muss Ihnen sicherlich nicht mitteilen, dass der Kreis eines der zentralen Postulate der Euklidische Geometrie ist.

    Auch wenn ich mir bewusst bin, dass meine Überlegungen noch weit davon entfernt sind, eine Theorie zu sein, so habe ich dennoch Zutrauen in die Schönheit der von Ihnen kritisierten Struktur. Ich möchte an dieser Stelle auch ausdrücklich betonen, dass ihre physikalische Deutung keineswegs relativistisch – im Sinne des Relativitätsprinzips – ist. Dies würde im übrigen auch im Widerspruch zu meiner eigenen Kritik an dem Begriff Inertialsystem stehen. Das (spezielle) Relativitätsprinzip setzt ja die Existenz des Begriffes „Inertialsystem“ notwendig voraus.