Ansprache an das Bundesministerium für Bildung und Forschung

Unter Bezugnahme auf die Auskunft, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 2007 erteilt wurde, hat Frau Jocelyne Lopez am 15.07.09 folgende E-Mail an Prof. Dr. Jürgen Richter gesandt, Mitarbeiter der Bundesministerin Dr. Annette Schavan:

Von Jocelyne Lopez
An Prof. Dr. Jürgen Richter
Datum: 15.07.09
Betr.: Spezielle Relativitätstheorie

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter,

mit Ihrer E-Mail vom 09.05.07 erteilten Sie mir nach mehreren Anfragen im Auftrag der Bundesministerin für Bildung und Forschung folgende Auskunft: „Die Beurteilung von Ergebnissen der wissenschaftlichen Forschung obliegt den Fachleuten und entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen. Im Falle der Relativitätstheorie wäre dies z. B. das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik/Einstein-Institut in Potsdam-Golm.

Erfreulicherweise hat sich 2008 ein Austausch mit einem Mitarbeiter dieser Institution entwickelt, Dr. Markus Pössel, der eine wichtige Klärung über eine Kernaussage der Theorie gebracht hat: Der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ ist nicht materiell, es handelt sich lediglich um einen Meßeffekt (Beobachtungseffekt), siehe hier:

„Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;“

Dass der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ – und folglich auch sein Pendant „Zeitdilatation“ – nur als Scheineffekte anzusehen sind ist übrigens auch von Albert Einstein selbst in seiner Speziellen Relativitätstheorie verankert (Zur Elektrodynamik bewegter Körper – Albert Einstein – 1905 – Seite 897):

„Wir sehen also, daß wir dem Begriffe der Gleichzeitigkeit keine absolute Bedeutung beimessen dürfen, sondern daß zwei Ereignisse, welche, von einem Koordinatensystem aus betrachtet, gleichzeitig sind, von einem relativ zu diesem System bewegten System aus betrachtet, nicht mehr als gleichzeitige Ereignisse aufzufassen sind.“

Daraus resultiert zwangsläufig, dass bei zwei zueinander bewegten Objekten weder der relativistische Effekt „Längenkontraktion“ noch der relativistische Effekt „Zeitdilatation“ sich in der physikalischen Realität auswirkt, was zum Beispiel im Falle des berühmten Zwillingsparadoxons dazu führt, dass keiner der beiden Zwillinge sich in Bewegungsrichtung verkürzt oder langsamer altert. Eine Verkürzung oder eine Verlangsamung des Alterns von lebenden Organismen bei absoluten oder relativen Bewegungen wurden auch nie messtechnisch bzw. experimentell festgestellt.

Jedoch wird die falsche Auslegung der Theorie, wonach der reisende Zwilling langsamer altert, nicht nur massiv in den Medien breitgetreten, sondern sie wird leider auch vom öffentlichen Bildungssystem tradiert, wie eine Stichprobe aus einem Lehrbuch es zum Beispiel dokumentiert:

„Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heutzutage akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.“
Jay Orear: „Physik“. München. Carl Hanser 1982/1985. S. 162.

Als naturwissenschaftlich interessierte Bürgerin – und als Steuerzahlerin – finde ich es völlig unverantwortlich, dass Generationen von Schülern und Studenten im öffentlichen Bildungssystem seit Jahrzehnten durch falsche Auslegungen der Theorie in die Irre geführt werden.

Ich wäre Ihnen sehr dankbar, sehr geehrter Herr Prof. Dr. Richter, wenn Sie mich darüber informieren würden, welche Maßnahmen das Bundesministerium für Bildung und Forschung einleiten kann, um die notwendigen Berichtigungen sowohl im öffentlichen Bildungssystem selbst als auch gegenüber den Medien zu veranlassen. Es handelt sich nämlich um ein Anliegen im Interesse der Allgemeinheit.

Mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

Kopien an:

Frau Dr. Annette Schavan – Kontaktformular beim Deutschen Bundestag
http://www.bundestag.de/mdb/bio/s/schavan0.html

Frau Angela Merkel – Kontaktformular beim Deutschen Bundestag
http://www.bundestag.de/mdb/bio/M/merkean0.html

GFWP – Gesellschaft zur Förderung der wissenschaftlichen Physik e.V.
http://kritik-relativitaetstheorie.de/

16 Antworten zu “Ansprache an das Bundesministerium für Bildung und Forschung”

  1. Hartwig Thim

    Herr Marcus Pössel hat also die Spezielle Relativitätstheorie eine
    Scheintheorie genannt und damit ihre Absurdität dargelegt.
    Das wird für die Verlage von Büchern über die Relativitätstheorie
    viel Arbeit schaffen und könnte auf die derzeitige Arbeitslosigkeit
    einen positiven Einfluss haben.
    Hartwig Thim

  2. Hille

    Warum ganze Industriezweige in Deutschland verschwinden werden –
    das müsste doch eine Bundesregierung interessieren!

    Zum Wissensverbot schreibt Robert B. Laughlin in seinem soeben bei Suhrkamp erschienenen Buch „Das Verbrechen der Vernunft. Betrug an der Wissensgesellschaft“ S. 132: „Ihren sichtbaren Ausdruck findet die Strategie (der Wissensbegrenzung) in der notorischen Krise der naturwissenschaftlichen und technologischen Disziplinen, denen immer mehr kluge Studenten den Rücken kehren, um sich der Wirtschaft, der Medizin, dem Finanzsektor und der Juristerei zuzuwenden. Alarmierte Regierungen versuchen aus Sorge um das künftige Wohl ihrer Industrien den Aderlass durch massive Subventionen ins Bildungssystem und durch Werbekampagnen zu stoppen, aber ihre Bemühungen sind vergebens.“ Gleichsinnige Sorge findet sich in der Antrittsrede des neuen Präsidenten der DPG, Prof. Dr. Gert Litfin, vom 31. März 2008, veröffentlicht im Physik Journal Mai 2008. Solange aber bei den Physikern immer nur Einstein gefeiert und nicht ernstlich über Grundsatzfragen und Alternativen nachgedacht werden darf und Sachverstand nur störend ist, wird sich an dieser Situation, dem Fernbleiben der Besten, die nicht gewillt sind, in Ehrfurcht geistigen Stillstand zu üben, auch nichts ändern. Dazu Litfin: „Die großen Herausforderungen unserer Zeit – wie z.B. Klimawandel und Energieversorgung – werden ohne entsprechend ausgebildete Naturwissenschaftler [aber mit Sachverstand bitte, der sich jedoch nicht einstellt, wenn die Kausalität geleugnet wird!] kaum lösbar sein. Bereits heute beziffert eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Studie die Kosten des Fachkräftemangels in Deutschland auf einen zweistelligen Milliardenbetrag. Die Folge ist, dass ganze Industriezweige in Deutschland nicht mehr konkurrenzfähig sein werden und vom deutschen Arbeitsmarkt verschwinden oder sich in anderen Ländern ansiedeln.“ Dazu wiederum Bundeskanzlerin Merkel, eine studierte Physikerin, die sich nicht um einen Job in der Physik Sorge machen muss daher mutig in einer 3SAT-Sendung über Max Planck: dass neue mit der Mainstreamphysik derzeit nicht erklärbare Messergebnisse im Kosmos mit neuen Theorien, die noch erarbeitet werden müssen, erklärt werden sollten, anstatt dafür alte Theorien irgendwie hinzubiegen, wie es Praxis ist. Diese Aussage signalisiert Hoffnung, dass wenigstens sie schon begriffen hat (und es zu sagen wagt), wie der Hase in der Physik läuft, während die DPG selber von Einstein auch nicht lassen will und so massiv zur Misere beiträgt, wie alle Physiker und Institutionen, die unkritisch Einstein huldigen, der nicht einmal physikalische Größen von physikalischen Gegenständen unterscheiden konnte. Und alle die ihm darin folgen, wissen so gar nicht, von was sie reden, pflegen nur die verordnete Inkompetenz. Hurra Deutschland! Folge: s. Titel dieses Kommentars.
    H.H.

  3. Harald Maurer

    Das Zwillingsparadoxon ist auf sehr einfache Weise als Nonsens aufzeigbar. Die Zwillinge müssten ihre Uhren bloß mit dem synchronisieren, woraus die „Zeit“ eigentlich kommt: mit der Erdrotation. Dabei spielt es keine Rolle, dass aufgrund der endlichen Lichtgeschwindigkeit der Reisende in seinem Raumschiff zuerst den Eindruck bekommt, die Erde verlangsame ihre Rotation, weil sich bei der Rückreise der Effekt genau umkehrt. Wenn sich die Brüder wieder begegnen, wird jeder die gleiche Anzahl von Rotationen beobachtet haben. Anders geht es nicht, weil der Reisende kann auf keinen Fall mehr Rotationen gesehen haben als tatsächlich stattfanden. Wenn also beide Brüder dieselbe Uhr benutzen, indem sie die Erdrotation selbst als solche verwenden, so sehen sie auch ganz dasselbe und haben bei der Rückkehr dieselbe Anzahl von Rotationen gesehen – daher muss auch für beide dieselbe Zeit vergangen sein.

    Der Ursprung des dummen Paradoxons liegt in der ersten Arbeit von Einstein (1905) in welcher er schreibt:

    „…man schließt daraus, dass eine am Erdäquator befindliche Unruhuhr um einen sehr kleinen Betrag langsamer laufen muss als eine genau gleich beschaffene, sonst gleichen Bedingungen unterworfene, an einem Erdpole befindliche Uhr.“

    Einstein hat wohl vergessen, dass unsere Zeit selbst aus der Erdrotation definiert ist. Da beide Uhren, jene am Pol und jene am Äquator, fest mit der Erdrotation verbunden sind, bleibt auch hier die Erdrotation die Referenz für den Zeitablauf. Es ist daher unsinnig, den Zeitablauf lösgelöst von der ursprünglichen Definition mit dem Gang von Uhren gleichzusetzen und zu behaupten, im Gegensatz zu dieser Rotation würde die Zeit am Äquator eine andere sein als am Pol.

    Man hat diese Behauptung Einsteins experimentell überprüft und keinen Unterschied zwischen den Uhren am Pol und am Äquator feststellen können. Ronald Hatch liefert dafür in seinem Artikel „Scandalous clocks“ eine Erklärung, indem er schreibt:

    „Da sind 2 interessante Interaktionen zwischen den Effekten des Gravitationspotentials und dem Geschwindigkeitseffekt auf den Uhrengang. Ersten, auf mittlerer Seehöhe laufen alle Uhren auf der Erde mit der selben Gangart. Es stellt sich heraus, dass der Spin der Erde am Äquator einen Anstieg derselben verursacht und zwar derart, dass das Gravitationspotential größer ist. (Uhren am Äquator sind weiter vom Erdzentrum entfernt.) Der Effekt dieses größeren Potentials am Äquator auf den Uhrengang und der Effekt der Spin-Geschwindigkeit am Äquator auf den Uhrengang heben sich exakt auf. Deshalb ist der Uhrengang dort derselbe wie der Uhrengang an den Polen.“

    Der Einfluss von Gravitation und Beschleunigung im Rahmen der ART müsste in die rein kinematische Beschreibung des ZP einbezogen werden, sollte es etwas mit unserer Natur und unserem Universum zu tun haben. Dann wird sich herausstellen, dass auch hier die unterschiedlichen Effekte der RT einander exakt aufheben – was natürlich dasselbe ergibt, wenn man beide Theorien nicht anwendet. Jede Diskussion über das ZP ist daher ein Hornbacher Schießen ohne jedes Ergebnis. Die Zwillinge bleiben gleich alt, was immer auch geschieht. Jede einseitige Durchrechnung des Paradoxons nur mit der SRT oder nur mit der ART entspricht nicht der Welt, in der wir leben. Entweder beide Theorien oder keine. Ich würde sagen: keine und die Zeitmessung mit der Erdrotation. Und der Spuk ist vorbei.

    Harald Maurer

  4. Peter Ripota

    Gratuliere, Herr Dr. Pössel! Endlich mal hat ein gestandener und anerkannter Akademiker den Mut, die spezielle Relativitätstheorie (SRT) als das zu kennzeichnen, was sie ist, nämlich Schmarrn (auf hochdeutsch: Unfug, Unsinn, Quark; auf österreichisch: Topfen). Denn, wie Sie sehr richtig anmerken, ist die Längenstauchung eine Chimäre (auf Deutsch: ein Fabelwesen; wissenschaftlich: ein Scheineffekt). Und da seit Minkowski Raum und Zeit eine untrennbare Einheit bilden, gilt dies natürlich auch für die Zeitdehnung. Da nun Raumstauchung und Zeitdehnung die einzigen Effekte sind, die sich rein mathematisch aus der SRT ergeben, sind beide Effekte Scheineffekte (also Fabelwesen), mithin erst recht die zugrunde liegende Theorie. So deutliche Worte wie die Ihren würde ich gerne öfter hören!
    -Peter Ripota, Physiker-

  5. Ekkehard Friebe

    Die in der E-Mail von Frau Jocelyne Lopez an Prof. Dr. Jürgen Richter zitierte Aussage vom Autor Jay Orear spiegelt leider treu die Umstände des einseitigen – und experimentell unbelegten – Wissenstransfers im öffentlichen Bildungssystem wider:

    ZITAT:
    „Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heutzutage akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.“
    Jay Orear: “Physik”. München. Carl Hanser 1982/1985. S. 162.
    (ZITATENDE)

    Schon im September 2006 hatte die Forschungsgruppe G.O. Mueller auf diese Gegebenheiten aufmerksam gemacht und der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Dr. Annette Schavan, in einem Offenen Brief einen entsprechenden Fragenkatalog gerichtet: http://www.ekkehard-friebe.de/060921gom_schavan.pdf

    ZITAT:
    „1. Gibt es eine Tradition der Theoriekritik seit 95 Jahren? – Ja oder nein?

    2. Ist diese Theoriekritik seit 80 Jahren unterdrückt und verleumdet worden? – Ja oder Nein?

    3. Ist diese Theoriekritik in der wissenschaftlichen Diskussion argumentativ ausgeräumt worden? – Ja oder Nein?

    4. Kommen in der wissenschaftlichen Diskussion der theoretischen Physik zur Speziellen Relativitätstheorie – wie in der Wissenschaft allgemein üblich – Minderheitsmeinungen fachlich und öffentlich zur Sprache? – Ja oder Nein?

    5. Haben die Amtsinhaber der theoretischen Physik mit der Diskriminierung und dem Boykott von kritischen Minderheitsauffassungen durch deren Ausschluß aus der wissenschaftlichen Diskussion und damit den Ausschluß der Kritiker von den Grundrechten massenhaft ihre Amtseide auf das Grundgesetz gebrochen? – Ja oder Nein?

    6. Sind die Wissenschaftsredaktionen der deutschen Tagespresse, der Zeitschriften und der elektronischen Massenmedien zur Unterdrückung der Theoriekritik erfolgreich gleichgeschaltet worden? – Ja oder Nein?

    7. Herrscht in allen Bereichen unserer Gesellschaft (mit der einzigen Ausnahme: Internet) – also in Universitäten, Massenmedien, Schulen, allgemeinen und fachlichen Zeitschriften, Verlagsprogrammen – bezüglich dieser einen Theorie eine von dieser gesetzwidrigen Zensur verordnete Friedhofsruhe? – Ja oder nein?

    8. Wird schon in den Schulen von den Fachlehrern mit pädagogischem Notendruck ein gegebenenfalls auch heuchlerisches Bekenntnis der Schüler zur Theorie verlangt und durchgesetzt, weil jeder, der kritisiert. für dumm erklärt wird? – Ja oder Nein?

    9. Werden Zweifel der Schüler von vornherein abgekanzelt und damit bei den Schülern (und übrigens auch bei den Lehrerkollegen der anderen Fächer) Duckmäusertum und Opportunismus gezüchtet? – Ja oder Nein?

    10. Wird die Öffentlichkeit durch das jahrzehntelange Verschweigen der Existenz einer kritischen Tradition betrogen? – Ja oder Nein?

    Wir beantworten die Fragen 3 und 4 mit “Nein“, alle anderen Fragen mit “Ja“. Wir glauben, daß die Beweise für unsere Beantwortungen mit etwas Arbeitsaufwand, aber mit großer Sicherheit zu liefern sind, weil mit unserer Dokumentation das wichtigste Material bereitliegt.“
    (ZITATENDE)

    Diese Fragen sind von den Verantwortlichen für Bildung und Forschung bis jetzt leider unbeantwortet geblieben. Entscheiden Sie selbst anhand des Fallbeispiels des Zwillingsparadoxons, ob diese Fragen berechtigt sind und ob diese Situation im Interesse der Allgemeinheit zu vertreten ist.

    Beste Grüße Ekkehard Friebe

  6. Helmut Hille

    Trotz aller richtiger Argumentation vermisse ich hier den Hinweis, dass Uhr und Zeit NICHT dasselbe sind. Die Zeit ist das Maß der Dauer mit der Erdrotation als Referenz, eine Uhr das Hilfsmittel, die definierte Einheit der Zeit darzustellen und eine Dauer als die Differenz zweier Zeitpunkte ablesbar zu machen.

    Bereits Newton hat in den Principia den Gang von Pendeluhren in verschiedenen Breitengeraden verglichen und daraus die Erdabplattung an den Polen errechnet. Pendeluhren gehen am Äquator LANGSAMER, weil sie dort infolge des Äquatorwulstes weiter vom Erdmittelpunkt entfernt sind und die sie antreiben Schwerkraft dadurch schwächer ist. Bei Atomuhren verhält es sich umgekehrt, wodurch die Existenz einer einheitlichen Raumzeit bereits widerlegt ist. Es kommt einzig auf die vor Ort anwesenden Kräfte an, welche auf Uhren einwirken.

    Wenn die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ein Realeffekt wäre, dann brauchte es keine Lorentztransformationen (LT), die ja nur einen Scheineffekt simulieren können. Es bedarf also auch keines Herrn Dr. Pössel, der uns das sagt, weil die (angebliche) Notwendigkeit der LT dies bereits darstellt. Scheineffekt ist jedoch „die Bewegung“ toter Körper, die ja weder Bewegungsorgane noch einen Bewegungswillen haben. Es ist nur die am Lebendigen geübte Redeweise, die uns von Ruhe und Bewegung physikalischer Körper reden lässt, wenn wir ihren Ortswechsel z.B. in einem Bezugssystem beurteilen. Wo kein Beobachter, da keine Orte und somit auch kein Ortswechsel. Es geht also überhaupt nicht um Physik, sondern nur um einen falschen Sprachgebrauch, den es aufzuklären gilt. Dann erledigt sich die SRT von selbst.

    Helmut Hille (lt. Uni Erlangen die Schnittstelle zwischen Philosophie und Naturwissenschaft)

  7. Jocelyne Lopez

    Unwissenschaftliche und falsche Wissensvermittlung an die nachkommenden Generationen

    Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden. Heutzutage akzeptieren fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation. Lediglich einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker behaupten immer noch, daß beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen. Der Autor dieses Buches ist so überzeugt von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, wie er von irgend etwas in der Physik überzeugt ist.
    Jay Orear: “Physik”. München. Carl Hanser 1982/1985. S. 162.

    Diese Aussagen aus einem seit über zwanzig Jahren an den Hochschulen und Universitäten bei Physik- und Ingenieurstudenten verbreiteten einführenden Lehrbuch finde ich merkwürdig und hochgradig unwissenschaftlich.

    Der Autor eines Lehrbuches spricht zwar exaltiert von seiner persönlichen “Überzeugung” von der Verlangsamung des Alterns bei Raumfahrern, jedoch sind persönliche Überzeugungen keine wissenschaftlichen Argumente, zumal keinerlei experimentelle Nachweise für diese Überzeugung vorliegen. Man darf also seine persönliche Überzeugung teilen, man muss es nicht.

    Dafür erwähnt er äußerst vage Tatsachen, worauf er nicht sinnvoll und brauchbar eingeht:

    1) Es soll über das Zwillingsparadoxon „lange debattiert“ worden sein.

    Wie lange? Sind diese Debatten einzusehen? Wo? Wer hat entschieden, dass diese „langen Debatten“ zugunsten seiner eigenen, vorliegenden Interpretation abzuschließen seien?

    2) Es sollen „einige Philosophen, Mathematiker und sogar ein oder zwei Physiker“ geben, die „immer noch behaupten“, dass beide Zwillinge auf dasselbe physikalische Alter kommen müssen.

    – Welche Philosophen und welche Mathematiker „behaupten“ es? Namen? Wo sind ihre Arbeiten einzusehen?

    – Gibt es „ein“ oder aber „zwei“ Physiker, die es auch „behaupten“? Namen dieser 1 oder 2 Autoren? Wo sind ihre Arbeiten einzusehen?

    – Meint der Autor mit dieser Angabe “ein oder zwei Physiker” seine Aussage begründet zu haben, dass “heutzutage fast alle Physiker die hier gegebene Interpretation akzeptieren“? Akzeptieren alle Physiker diese Interpretation, bis auf diesen ein oder zwei anonymen Physikern? Woher will der Autor es wissen?

    3) Haben diese anonym erwähnten Autoren lediglich „Behauptungen“ über ihre abweichende Interpretation geliefert, oder haben sie sie auch begründet? Was für Begründungen? Welche Argumente? Wo sind ihre Arbeiten nachzulesen?

    Stellen diese Aussagen aus einem Lehrbuch eine seriöse Auseinandersetzung mit Gegenpositionen zu eigenen wissenschaftlichen Überzeugungen und Interpretationen dar? Auch nur im Ansatz? Haben damit die angehenden Physiker und Ingenieure überhaupt einen Einblick in einem umstrittenen Sachverhalt, der Anlaß zu „langen Debatten“ gegeben haben soll? Sind die angehenden Physiker und Ingenieure durch diese Diktion überhaupt motiviert, die Gegenpositionen in diesem Meinungsstreit selbst zu recherchieren und sich ihre eigene Meinung zu bilden? Wird im öffentlichen Bildungssystem die wissenschaftliche Wahrheit lediglich nach den persönlichen „Überzeugungen“ der Lehrbeauftragte und nach dem Mehrheitsverfahren entschieden und tradiert?

    Aus meiner Sicht verstoßt diese Art der Wissensvermittlung in einem Lehrbuch gegen die Bestimmungen des Grundgesetzes, zumal beiläufig zugegeben wurde, dass ein wissenschaftlicher Meinungsstreit lange stattgefunden hat („Über das Zwillingsparadoxon (es wird auch Uhrenparadoxon genannt) ist lange debattiert worden“). Ich erinnere, dass bei der Wissensvermittlung an die nachfolgenden Generationen das Grundgesetz eindeutige Pflichte für den Staat im öffentlichen Bildungssystem vorgesehen hat. Nachstehend einige Auszüge aus dem Bonner Kommentar zum Grundgesetz, Art. 5 § 3 [Hervorhebungen im Fettdruck durch mich]:

    „Für die “freie wissenschaftliche Entfaltung” … “reicht es nicht aus, in Art. 5 Abs. 3 GG nur den Schutz der individuellen Freiheit des beamteten Wissenschaftlers zu erblicken” (S. 21)

    Die Wissenschaftsfreiheit ist mehr als ein Spezialfall der Meinungsfreiheit des beamteten Hochschullehrers” (Seite 40)

    Die Wissenschaftsfreiheit zwingt nicht zuletzt dazu, die Vielfalt der wissenschaftlichen Ansätze im Sinne eines Wissenschaftspluralismus mit dem darin liegenden Innovationspotential zu respektieren, zu schützen und zu fördern; für den Staat führt dies zu einem Gebot der Nicht-Identifikation (Seite 41).

    “Der Wissenschaftler muss das eigene Forschungsresultat zum bisherigen Stand der Erkenntnisse in Bezug setzen und sich zumindest ansatzweise mit Gegenpositionen auseinandersetzen. […] Das Verfassungsgericht verfährt bei der Anwendung dieser Kriterien sehr großzügig (”weit zu verstehende(r) Wissenschaftsbegriff”) und spricht einem Werk die Wissenschaftlichkeit nur dann ab, wenn “es nicht auf Wahrheitserkenntnis gerichtet ist, sondern vorgefaßten Meinungen und Ergebnissen lediglich den Anschein wissenschaftlicher Gewinnung oder Nachweisbarkeit verleiht”. Indiz dafür ist “die systematische Ausblendung von Fakten, Quellen, Ansichten und Ergebnissen, die die Auffassung des Autors in Frage stellen” (S. 42)

    Der Staat (hat) durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Grundrecht der freien wissenschaftlichen Betätigung so weit unangetastet bleibt …” (S. 22).

    Die Förderung der Wissenschaft durch den Staat muß dem “Gebot meinungsneutraler Wissenschaftspflege” entsprechen (Seite 34).“

    Bei der Interpretation des Zwillingsparadoxons haben wir also ein Beispiel, wo diese gesetzlichen Bestimmungen im öffentlichen Bildungssystem nicht respektiert wurden, wobei hier sogar eine falsche Auslegung der Theorie sich lediglich aufgrund von rein persönlichen Überzeugungen durchgesetzt hat (materielle Realität der relativistischen Effekte), die jedoch von einer als kompetent und zuständig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung genannten öffentlichen Institution (Albert Einstein Institut) verneint wurde.

    (Jocelyne Lopez)

  8. Helmut Hille

    Manche verstehen „die Freiheit der Wissenschaft“ als Narrenfreiheit. Von jedem Bürger wird erwartet, dass er mit dem ihm anvertrauten Gut gewissenhaft und zum Wohle der Gemeinschaft umgeht. Sobald sich jedoch jemand „Wissenschaftler“ nennt, darf er aufgrund seiner Definitionshoheit drauflos spinnen wie Max Born in „Die RT Einsteins“: „Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der ‚ruhenden Erde‘ ins Belieben gestellt.“ „Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man wählt, ist Sache der Bequemlichkeit.“ „Ein Gravitationsfeld ist an sich weder ‚real‘ noch ‚fiktiv‘. Es hat überhaupt keine von der Koordinatenwahl unabhängige Bedeutung, genau wie die Länge eines Stabes.“ Wissenschaft wird hier als eine „Sache der Bequemlichkeit“, die ins „Belieben gestellt“ ist verstanden. Gerade dass uns von einem Nobelpreisträger nicht auch noch gesagt, es wäre auch legitim, die Erde als eine Scheibe anzusehen. IMMER wenn es um Einstein geht, stimmen sofort die Begriffe nicht, denn bei einer gewissenhaften Begriffsverwendung würde sein Blendwerk sofort zusammenbrechen, wie ich schon mehrmals aufgezeigt habe.
    Helmut Hille

  9. Jocelyne Lopez

    Max-Planck-Gesellschaft: Welt des Wissens oder Welt der Schau?

    Die Wanderausstellung „Science Tunnel“ der Max-Planck-Gesellschaft wird in einem Artikel aus dem Tagesspiegel vom 26.02.08 vorgestellt:

    Auf einem Lichtstrahl durch Tübingen
    Neue Welt des Wissens: Die Max-Planck-Gesellschaft zeigt ihre Arbeit in “Science Tunnel“

    […] Im Lichthof des Hauses, das zur Humboldt-Universität gehört, präsentiert die Max-Planck-Gesellschaft ihre Arbeit. „Science Tunnel“ heißt die Wanderausstellung, die von heute an in Berlin Station macht.

    Unterwegs zum Urknall“ – so beginnt die Tunnelfahrt durch die „Berge des Wissens“, wie Andreas Trepte, Kurator der Ausstellung, sagt. Es geht um die Grundlagen des Universums, um Naturgesetze und die Entstehung von Materie. Wie konstant sind die Naturkonstanten wirklich? Grundlagenforscher stellen grundsätzliche Fragen.

    […]
    Daneben ermöglicht der „Science Tunnel“ dem Besucher, selbst zu experimentieren. So kann man ein Gedankenexperiment Einsteins nachvollziehen. Der Begründer der modernen Physik hatte darüber nachgedacht, wie es wäre, mit Lichtgeschwindigkeit auf einem Sandkorn durchs Universum zu reisen.

    Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für biologische Kybernetik verlegten den Schauplatz des Geschehens kurzerhand in die vom Computer rekonstruierte Altstadt Tübingens. Der Besucher sitzt auf einem Fahrradsattel vor dem virtuellen Tübingen und fährt durch die Stadt. Schon ein paar kräftige Tritte in die Pedale beschleunigen ihn auf „99 Prozent Lichtgeschwindigkeit“, wie die Anzeige auf dem Videoschirm verrät. Je schneller man wird, umso mehr biegen sich die Fachwerkfassaden – um schließlich zu einem Tunnel zu werden, durch den man hindurchzurasen scheint. Auf diese Weise erfährt man die Krümmung des Raums wie sie die Relativitätstheorie postuliert, in der eigenen Wahrnehmung. […]

    (Hartmut Wewetzer)

    Informiert auch die Max-Planck-Gesellschaft die wissbegierigen Besucher, dass die Verformung der Fachwerkfassaden von Tübingen auch mit „99 Prozent Lichtgeschwindigkeit“ nicht stattfinden würde, sondern lediglich eine Illusion des Beobachters wäre? Wissen die Besucher, dass Albert Einstein keine materielle Verformung von bewegten Objekten postuliert hat, wie Dr. Markus Pössel vom Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik / Albert Einstein Institut es auch 2008 bestätigt hat? Oder werden die Besucher im Glauben gelassen, dass so ein “Tunnel“ bei Lichtgeschwindigkeit wirklich entsteht und Materie sich biegt? Lohnt sich der Aufwand, den Besucher für eine virtuelle Darstellung von postulierten, virtuellen Effekten in die (nicht-virtuelle) Pedale treten und ihn dabei glauben zu lassen, dass er sich ungeheuerlich bildet? Oder verkauft die Max-Planck-Gesellschaft für teueres Steuergeld nur Schau und Scharlatanerie? Das kann man auf der Kirmes billiger haben und man wird dabei nicht für dumm verkauft.

    (Jocelyne Lopez)

  10. Helmut Hille

    „Dank schneller Rechner und moderner Computergraphik können wir aber heute die relativistischen Effekte simulieren und visualisieren. Man ‚versteht‘ sie dadurch zwar auch nicht, aber man sieht sie wenigstens“, wie es in der ehrlichen Ankündigung eines öffentlichen Abendvortrags in der Berliner Urania im März 2005 zur DPG-Tagung anlässlich des Einsteinjahres heißt.

    Natürlich können sich nicht die Häuser verbiegen, nur weil da jemand mit großer Geschwindigkeit an ihnen vorbeiflitzt. Es soll ja auch nur ein Gedankenexperiments Einsteins nachvollzogen werden. Einsteins Theorie ist prinzipiell unverständlich, weil sie die Fundamente unseres Verstehens leugnet – die Konstanten, auf die man sich verlassen kann und muss. Wer Einstein verinnerlicht hat, kann dann nur noch Unverständliches von sich geben, wie die Kommentare der Anhänger Einsteins belegen. Also nicht wundern, liebe Freunde. Es kann gar nicht anders sein.

    (Helmut Hille)

  11. Helmut Hille

    Ja, und dann sollte man immer noch was bedenken, was Einstein seinem Freund Born 1944 schrieb: „Ich habe die Gesetzlichkeiten der Welt auf wild spekulativem Weg zu erhaschen versucht.“ Einstein der große Hascher wolllte deshalb auch, das man ihn nicht zu ernst nimmt und dem Humor seine Berechtigung lässt. Der Fehler heute ist, dass die Physiker keinen Humor haben. „Um ernst zu sein, genügt Dummheit.“ (William Shakespeare)

  12. Günter Behnke

    Zu dieser Problematik möchte ich folgende Gedanken beifügen:

    „Was ist Zeit?“ – die endgültige Antwort –

    Der Begriff „Zeit“ beinhaltetet ein Sammelsurium an Bedeutungen, die zwar alle etwas mit Länge oder Dauer zutun haben, aber den Kern der Sache, was denn nun Zeit eigentlich ist, nicht berühren. Die Uhr, das Messinstrument der Zeit, misst nicht Zeit, sondern zeigt den Stand der Erddrehung. Jeder Vorgang ist als zeitliche Dauer darin eingebettet. Damit hat alles seinen festen zeitlichen Anteil, der den Begriff Zeit zu seiner außergewöhnlichen Bedeutung verhilft, denn ohne Zeit geht nichts – meinen wir. Wenn Zeit an allem und alles beteiligt ist, dann muss das auch außerhalb unserer Erddrehung so sein. Folglich ist Zeit ein universales Phänomen, das mit unseren Uhren unerklärbar bleibt. Deshalb sollte die Suche nach dem Wesen der Zeit da beginnen, wo und wann wir Zeit feststellen, und dieser Moment ist die Gegenwart.

    Dazu müssen wir uns darüber klar sein, dass grundsätzlich alles Existierende in Gegenwart entstanden ist, in Gegenwart existiert und sich nur in Gegenwart verändern kann. Darin liegt zwangsläufig, dass Gegenwart der Schlüssel aller Erkenntnisse ist. Daraus wiederum lässt sich ableiten, dass Zeit nicht mit einem Urknall „geboren“ sein kann, sondern

    Zeit entsteht grundsätzlich in Gegenwart ständig neu.

    Gegenwart ist eine ununterbrochene Abfolge von Momenten, die durch winzige Abstände getrennt sind. Dieser Vorgang ist mit einem Spielfilm vergleichbar, dessen einzelne Bilder auch durch diesen Abstand voneinander getrennt sind.

    Die ununterbrochene Abfolge von Momenten erzeugt eine ununterbrochene Abfolge von winzigen Abständen, die wir summiert als Zeit begreifen.

    ZEIT ist der ABSTAND EINZELNER GEGENWARTSMOMENTE!

    Mit dieser Definition hat Zeit, entgegen aller bis heute gültigen Aussagen, eine feste Größe, die durch die ununterbrochene Gegenwartsfolge zu einer ununterbrochenen Zeitfolge führt. Gewesene Gegenwart bleibt als vergangene Zeit erhalten. Das bedeutet, das Bild, das wir gegenständlich in Gegenwart wahrnehmen, ist in Vergangenheit verschwunden und nur noch in Erinnerung vorhanden. Allein der Bildabstand bleibt als vergangene Zeit erhalten, in den wir alle Ereignisse hineindenken. Die Summe der Bildabstände messen wir mit unseren Uhren und nennen sie Zeit. Bei diesem Vorgang springt der Sekundenzeiger auf Gegenwart – dann erfolgt eine Reihe von Gegenwartsmomenten, deren Abstände sich in der Länge Sekunde summieren – ist die Sekunde mit diversen Abständen angefüllt, dann springt der Sekundenzeiger weiter auf den neuesten Stand der Gegenwart und das Spiel beginnt von vorn. Wie viel Gegenwartsmomente eine Sekunde ausfüllen, das ergibt sich aus der kleinsten Veränderung gegenüber zweier Momente. Daraus abgeleitet ist das Wirkprinzip einer Uhr mit einem Tachometer vergleichbar, Uhren halten die bereits vergangene Strecke, die wir als Zeit begreifen, fest. Das ist die einzige Aussage, die selbst die genaueste Uhr erbringen kann. Folglich ist es unmöglich, das Wesen der Zeit mit einer Uhr ermitteln zu wollen. Deshalb kann Zeit nur da, wo sie entsteht, also in Gegenwart, in ihrem Wesen verstanden werden.

    Der oft genannte Zeitpfeil, der als Hilfsmittel die Richtung der Zeit angeben soll, erübrigt sich, weil die Richtung der Zeit durch die Anhäufung der einzelnen Abstände gegeben ist. Dabei ist egal, ob die Gegenwartsmomente vorwärts oder rückwärts ablaufen, denn die Anhäufung der Abstände kehrt sich nicht um. Deshalb kennt Zeit nur eine Richtung.

    Wenn Zeit in Gegenwart entsteht, dann hat das Folgen; denn nach unseren Erfahrungen ist Gegenwart im gesamten Universum ein zeitgleiches Ereignis, was bedeutet, dass Zeit in ununterbrochener Folge überall gleichzeitig entsteht. Wenn Gegenwart und Zeit derart fest miteinander verankert sind, dann ist Zeit durch nichts beeinflussbar.

    ZEIT ist eine absolut FESTE GRÖßE!

    Alle Vorgänge ereignen sich in Gegenwart, nicht in Zeit. Die Zeit hält nur die einzelnen Abstände zwischen den einzelnen Gegenwartsmomenten in ununterbrochener Folge fest; Zeit schafft Abstand und Abstand bedeutet Raum. Deshalb ist Vergangenheit der räumliche Abstand gewesener Gegenwart bis hin zu heutiger Gegenwart.

    Raum und Zeit sind dadurch identisch.

    Die Raumausdehnung, die mit zunehmender Entfernung zunimmt, bestätigt das. Denn, wenn Zeit überall den Abstand vergrößert, dann wird mit zunehmender Entfernung der Abstand immer schneller immer größer, was grafisch gut darstellbar ist. Beobachtungen bestätigen die mit zunehmender Entfernung immer schneller werdende Ausdehnung des Universums, was hiermit erklärt ist.

    Aus all dem geht klar hervor, Gegenwart ist Dreh- und Angelpunkt des Universums, denn alles was existiert, ist in Gegenwart entstanden und kann sich nur in Gegenwart verändern. Aus diesem Grunde kann Zeit zweifelsfrei auch nur in Gegenwart entstehen. Deshalb die Frage, was ist Gegenwart, wie ist möglich, dass in Gegenwart alles geschieht, dass Energie nur in Gegenwart ihre Kraft entfaltet? Zu verstehen wäre dieser Vorgang als Zerfall und damit Alterung energetischer Formen, ähnlich dem Atomzerfall, wobei eine Verschränkung durchaus vorstellbar erscheint. Doch das ist ein anderes Thema.

    In Gegenwart bestimmt Geschwindigkeit allein nur den zeitlichen Anteil aller Vorgänge, ohne dabei die Zeit selbst zu verändern. Deshalb ist egal, wie schnell ein Auto fährt oder eine Rakete fliegt, die Zeit wird durch Geschwindigkeit nicht beeinflusst, sondern nur der zeitliche Anteil, die Dauer einer Reise. Zeitliche Anteile werden mit der Uhr ermittelt.

    Die UHR misst nicht ZEIT, sondern stellt den zeitlichen ANTEIL fest!

    Egal wie genau eine Uhr geht, keine Uhr hat etwas mit Zeit zutun, sondern immer nur mit dem jeweiligen zeitlichen Anteil. Daraus geht hervor, wer Uhrzeit mit Zeit verwechselt, der ist auf der falschen Spur. Diese Tatsache ist Ursache, warum das Wesen der Zeit bis heute nicht verstanden wurde.

    Die Ansicht, dass Zeit relativ sei, weil sie Abhängig vom Standpunkt des Beobachters und dessen Geschwindigkeit ist, bezieht sich auf die Wahrnehmung eben dieses Beobachters, ohne dabei zu bedenken, dass Wahrnehmung und Realität durch die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit und durch einen variablen zeitlichen Anteil voneinander abweichen müssen. Dieser Irrtum macht die Relativitätstheorie zu einer Theorie der Wahrnehmung, die allein nur die Wahrnehmung der Realität beschreibt, über die Realität selbst aber nichts aussagt, weil in ihr die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit nicht berücksichtigt wurde.

    WAHRNEHMUNG der REALITÄT stimmt mit REALITÄT im BEREICH der LICHTGESCHWINDIGKEIT nicht überein.

    Kein Mensch würde auf den Gedanken kommen und behaupten, wenn Schall und Bild mit zunehmender Entfernung von einander abweichen (wie bei Blitz und Donner) dass der Schall relativ sei, weil Abhängig vom Standpunkt des Beobachters. Wie die Endlichkeit der Schallgeschwindigkeit mit zunehmender Entfernung die Wahrnehmung verändert, genau so verändert die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit die Wahrnehmung mit zunehmender Geschwindigkeit, denn beides sind endliche Geschwindigkeiten und verhalten sich deshalb in ihrer Wahrnehmung ähnlich. Aus diesem Grunde weicht bei Eigengeschwindigkeiten im Bereich der Lichtgeschwindigkeit jede Wahrnehmung von der Realität ab, weil jedem beobachtetem Objekt die Zeit fehlt, den aus unserer Sicht perspektivisch angestammten Platz einzunehmen, den wir aus jeder perspektivischen Ansicht kennen. Realität und Wahrnehmung der Realität stimmen hier nicht mehr überein. Obwohl als Beweis für die Richtigkeit der Relativitätstheorie gedacht, beweist die „Relativistische Fahrradfahrt“ (BR-Alpha Centauri), wie sich mit zunehmender Eigengeschwindigkeit die Wahrnehmung verändert, während die Realität unberührt bleibt. Darin liegt klar begründet, dass keine Aussage über Zeit relativ sein kann, sondern relativ ist grundsätzlich allein die Wahrnehmung. Dieses Phänomen lässt sich mit einem Perspektivkegel darstellen, woran klar ersichtlich wird, wie sich Wahrnehmung von Realität mit zunehmender Geschwindigkeit entfernt. Wenn hierbei der zeitliche Anteil bis auf Null schrumpft, dann wird Wahrnehmung im Nahbereich unmöglich. Mit zunehmender Entfernung kehren unsere Wahrnehmungen in den gewohnten Bereich zurück. Dieses Phänomen ist mit einer Autofahrt vergleichbar. Je schneller ein Auto fährt, je weniger ist im Nahbereich wahrnehmbar. Wobei mit zunehmender Entfernung Wahrnehmung wieder realistischer wird. Zusammenfassend ist festzustellen, wenn Geschwindigkeit unsere Wahrnehmung beeinflusst, dann wird Wahrnehmung zu verzerrter Realität. Deshalb ist:

    Die Realität absolut – deren Wahrnehmung relativ!

    Damit ist klar bewiesen, die Relativitätstheorie beschreibt die veränderte Wahrnehmung der Realität im Bereich der Lichtgeschwindigkeit – sie macht keine Aussage über die Realität selbst. Deshalb sei nochmals hervorgehoben,

    im Bereich der Lichtgeschwindigkeit stimmt Realität und ihre Wahrnehmung nicht überein, sie differieren durch die Endlichkeit der Lichtgeschwindigkeit!

    Was bedeutet, Wahrnehmung im Bereich der Lichtgeschwindigkeit ist immer ein Zerrbild der Realität. Realität und deren Wahrnehmung stimmen auch aus anderen Gründen nicht überein, doch das ist ein anderes Kapitel.

    Mit freundlichen Grüßen
    G. Behnke im Juli 2009

  13. Hartwig Thim

    Liebe Freunde und Mitglieder in der GfWP und NPA,

    vor etwa zwei Wochen ließ ich mich von Karl Hilpolt „tötlich umarmen“ und schrieb nach einer äußerst freundlichen Einladung von ihm in einigen AC Foren, die speziell auf mich zugeschnitten waren.

    Heute habe ich alle Email-Benachrichtigungen gestoppt und werde auch keine AC-Foren-Beiträge mehr schreiben. Es ist reine Zeitverschwendung, dort zu schreiben. Aber jeder muss halt einmal mit AC seine Erfahrungen machen. Jetzt war halt ich an der Reihe. Mea culpa, mea maxima culpa.

    Liebe Gruesse, Euer
    Hartwig Thim

  14. Peter Ripota

    Ging mir genauso. Herr Engelhardt war gewarnt und weigerte sich, trotz EInladung seitens Herrn Hilpolt an AC-Diskussionen teilzunehmen, eine sehr kluge Entscheidung. Manche Leute haben halt nichts anderes im Kopf als Schmutzwäsche zu waschen. Vermutlich besteht ihr Hirn aus nichts anderem.
    -ri-

  15. Jocelyne Lopez

    Ich verweise auf meinen heutigen Blog-Eintrag:

    Die Verantwortung des Herrn Prof. Dr. Jürgen Richter

    Jocelyne Lopez

  16. Jocelyne Lopez

    Dr. Markus Pössel: Endlich eine eindeutige Aufklärung

    Das Ziel meiner Korrespondenz 2008 mit Dr. Markus Pössel vom Albert Einstein Institut in Potsdam bestand aus meiner Sicht daraus, zwei Kernfragen der Speziellen Relativitätstheorie von einer öffentlichen Institution klären zu lassen, die die Deutungshoheit über diese Theorie besitzt und die mir auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung genannt wurde: Klärung über die Realität und die Kausalität der Längenkontraktion von bewegten Objekten.

    Es war auch aus meiner Sicht sehr mühsam, Dr. Markus Pössel zu einer brauchbaren Aussage zu bewegen, ob Objekte sich real (im Sinne von materiell) bei Bewegung verkürzen oder ob sie ihre Ruhelänge jederzeit beibehalten – obwohl diese Frage meiner Meinung nach von jedermann einfach zu verstehen ist. Am 17.08.08 war es jedoch soweit: Dr. Markus Pössel ließ sich endlich zu einer eindeutigen und verständlichen Aussage über die Realität der Längenkontraktion bewegen, das habe ich in meiner E-Mail vom 10.11.08 festgehalten:

    Zitat von Jocelyne Lopez:

    Bei den Kernfragen der Realität und der Kausalität der Längenkontraktion, die ausgerechnet seit Aufstellung der Theorie unter den Fachleuten selbst ein ungeklärtes Dauerbrennen darstellen, sowie Anlaß zu endlosen Auseinandersetzungen in Forendiskussionen geben, habe ich Sie zum Beispiel in meiner E-Mail vom 20.10.08 auf die einleuchtende Argumentation des Kritikers Peter Ripota im Rahmen seines Gedanken-experiments „Gartenzaun-Paradoxon” aufmerksam gemacht – die ich sehr wohl nachvollziehen kann – und die die Auffassung von zahlreichen anderen Kritikern darlegt. Auch das haben Sie leider beharrlich ignoriert/ignorieren wollen und sind mit keinem Wort darauf eingegangen.

    Es war jedoch aus meiner Sicht nicht mehr notwendig, dass Sie auf die Ausführungen von Herrn Peter Ripota eingehen: Die Frage, die er dort gestellt hat: „Aber, ist das Ganze vielleicht nur Illusion?” haben Sie nämlich schon in Ihrer E-Mail vom 17.08.08 eindeutig beantwortet: „Die Laengenkontraktion geht nicht mit materiellen Veraenderungen des Koerpers einher;“

    Damit erübrigte sich allerdings meine zweite Frage über die physikalische Kausalität der Längenkontraktion: Es gibt keine physikalische Kausalität der Längenkontraktion, da es ja keine physikalische Längenkontraktion gibt – und demzufolge natürlich auch keine physikalische bzw. biologische Zeitdilatation.

    Zu klären wäre jetzt nur, wie man die falsche Auslegung der Theorie korrigieren lassen kann, die im Bildungssystem seit Jahrzehnten an Millionen von Schülern und Studenten gelehrt wird, dass die bewegten Objekte sich real verkürzen und die bewegten Menschen real langsamer altern, sowie andere irrigen Vorstellungen wie Zeitreisen in die Zukunft und/oder in die Vergangenheit.

    Der am 15.07.09 angesprochene Mitarbeiter vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Jürgen Richter, der auch die Antwort vom Albert Einstein Institut veranlasst bzw. vermittelt hat, schweigt leider nachhaltig darüber.

    Auch in diesem Fall lässt er seine Verantwortung einfach liegen.

    Jocelyne Lopez