Was haben SRT und ART gemeinsam?

Die Bezeichnung ART („Allgemeine Relativitätstheorie“, Einstein 1915) legt nahe, dass die allgemeine Relativitätstheorie eine Erweiterung der speziellen Relativitätstheorie (im Folgenden: SRT) darstellt. Nichts liegt der Wahrheit ferner. Nicht nur, dass die beiden Theorien nichts miteinander zu tun haben, sie widersprechen einander sogar in entscheidenden Aussagen. Hier die wichtigsten Gegensätze:

  • Die SRT behandelt nur gleichförmige Bewegungen ohne Kräfte. Die ART behandelt nur ungleichförmige Bewegungen mit Kräften.
  • In der SRT hat jeder Beobachter seinen eigenen Raum und seine eigene Zeit. In der ART sind Raum und Zeit für alle Beobachter gleich.
  • In der SRT müssen Uhren einzeln synchronisiert werden. In der ART sind alle Uhren von Anfang an überall und immer synchronisiert.
  • In der SRT verändern sich Raum und Zeit, abhängig von der Geschwindigkeit. In der ART bleiben Raum und Zeit konstant.
  • Die SRT hat den Äther ausdrücklich abgeschafft. Die ART hat den Äther ausdrücklich wieder eingeführt.
  • In der SRT ist die Lichtgeschwindigkeit konstant. In der ART ist die Lichtgeschwindigkeit variabel, nämlich abhängig von der Schwerkraft.
  • In der SRT gibt es ganz eigene Widersprüche, z.B. Das Ehrenfestsche Paradoxon, das Gartenzaun-Paradoxon oder das Zwillings-Paradoxon. In der ART gibt es völlig andere Widersprüche, z.B. die Nicht-Erhaltung des Energie-Satzes.
  • In der SRT gibt es keine Schwerkraft. In der ART dreht sich alles um die Schwerkraft, die durch den Raum und seine Krümmung bestimmt wird.
  • In der SRT ist der Raum stets ganz normal. In der ART ist er stets gekrümmt.
  • Im „Grenzfall“ der ART (flacher Raum, keine Kräfte) entstehen nicht die Formeln der SRT. Im „Grenzfall“ der SRT (Beobachtergeschwindigkeit = 0) entstehen nicht die Formeln der ART.
  • Die SRT erklärt nichts, was erklärungsbedürftig wäre, denn für das Nullresultat von Michelson-Morley braucht man keine neue Theorie. Die ART will alles erklären, was es überhaupt gibt, denn sie präsentiert eine echte Weltformel für alle physikalischen Erscheinungen (exklusive Quantenphänomene).

Kurzum: Die beiden Theorien haben nichts miteinander zu tun, sie widersprechen einander in Großteilen, und es grenzt schon an wissenschaftlichen Betrug, sie mit dem gleichen Namen zu benennen.

Peter Ripota

3 Antworten zu “Was haben SRT und ART gemeinsam?”

  1. Ekkehard Friebe

    In diesem Zusammenhang möchte ich auf folgende Stellungnahme vom Forschungsprojekt G. O. Mueller hinweisen:
    Fundstellen: Der geniale Doppelgriff und: Kap. 1 (Seiten 14 bis 15):

    Der geniale Doppelgriff 1920/22

    Die Theorie-Einheit einer einzigen „Relativitätstheorie“ und die Ausdeutung angeblicher ART-Bestätigungen zu Beweisen auch für die SRT: das ist der geniale Doppelgriff, mit dem die Relativisten ihre Lage vom sicheren Ruin in den angeblichen Triumph wenden.

    Dieser Punkt der ART ist für die Analyse der historischen Phase 1920-1922, also unmittelbar vor der Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit, entscheidend. Den Relativisten gelingt die Anhäufung und Kombination von mehreren geschickten Täuschungen zu einem Effekt, den die Öffentlichkeit und auch weite Teile des Fachpublikums zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchschauen können:

    – die SRT ist von der Kritik unwidersprochen widerlegt und ohne empirische Bestätigung, zudem sind ihre Grundannahmen für die ART aufgegeben worden;

    – für die ART manipulieren A. S. Eddington und der Astronomer Royal 1919 die Daten der Sonnenfinsternis-Beobachtungen zu einem eindeutigen Erfolg;

    – der Gegensatz zwischen SRT und ART wird zu einem Ergänzungsverhältnis verfälscht;

    – das angebliche Ergänzungsverhältnis SRT-ART wird zur Theorie-Einheit „die Relativitätstheorie“ erhöht;

    – der 1919 manipulierte Erfolg der ART wird der Öffentlichkeit als Bestätigung auch für die notleidende SRT verkauft: der angebliche Gravitations-Effekt soll all die wunderbaren Effekte der Kinematik der gravitationsfreien SRT bestätigen helfen;

    – diese Kombination von mehrfachen Lügen und Verfälschungen wird mit großartiger Philosophie- (Raum und Zeit) und Revolutionssoße (Umwälzung) garniert und über die Medien einer prinzipiell gutgläubigen, aber völlig ahnungslosen und hilflosen Öffentlichkeit eingetrichtert und nach Medienart verstärkt;

    – die Koryphäen auch aller fachfernen Tätigkeitsfelder, plötzlich auch in theoretischer Physik und Erkenntnistheorie fachkundig, wetteifern opportunistisch darin, die Großartigkeit „der Relativitätstheorie“ und das Weltumstürzende der neuen Erkenntnisse allen Bevölkerungsschichten anzupreisen, auf daß ein wenig vom Glanz des neuen Weltweisen auch auf sie als seine Vermittler und Propagandisten abfällt;

    – in dieser komfortablen Lage des anscheinend unbegrenzten Triumphs glauben die Physik-Machthaber, ihre erfolgreiche Kombination von mehreren Tricks und Manipulation der Öffentlichkeit verewigen zu können und beschließen insgeheim, die Sache mit wirklich allen verfügbaren Mitteln zu zementieren;

    – nichts ist erfolgreicher als der Erfolg, weshalb alle naturwissenschaftlichen Disziplinen dabei mitmachen, da auch sie vom Erfolg zu profitieren gedenken, weshalb die gesamte schöne „scientific community“ sich historisch mehr oder weniger mitschuldig gemacht hat.

    Nachdem die erste Theorie ruiniert war, konnte sie durch eine zweite, genau so ruinöse Theorie gerettet werden, mit Hilfe der Medien: dies ist das Paradox der Relativistik. Der Erfolg hat den Relativisten recht gegeben. Er dauert bis heute an. Das muß ihnen erst mal einer nachmachen.

    (G.O. Mueller)

    Beste Grüße
    Ekkehard Friebe

  2. Franz Scheerer

    Ihre Kritik halte ich für sehr berechtigt. Allerdinds stimme ich Ihren Ausführung im Detail nicht immer zu.

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    Die SRT behandelt nur gleichförmige Bewegungen ohne Kräfte. Die ART behandelt nur ungleichförmige Bewegungen mit Kräften.

    Die SRT behandelt die Umrechnung (Lorenttransformationen) von Ort und Zeit beim Übergang von einem Intertialsystem in ein anderes. Es gelten in beiden System die gleichen physikalischen Gesetze. Diese Aussage umfasst tatasächlich alle physikalischen Gesetze, auch Beschleunigung und Gravitation. Deshalb ist die ART in der Tat des Kaisers neue Kleider, da total überflüssig.

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    In der SRT hat jeder Beobachter seinen eigenen Raum und seine eigene Zeit. In der ART sind Raum und Zeit für alle Beobachter gleich.
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    Ja, es gibt keine absolute Zeit. Auch deshalb ist die ART mit ihrer Raumzeitkrümmung auch Quatsch mit Soße.

    In der SRT müssen Uhren einzeln synchronisiert werden. In der ART sind alle Uhren von Anfang an überall und immer synchronisiert.
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    SRT stimmt, ART ist Quatsch!

    In der SRT verändern sich Raum und Zeit, abhängig von der Geschwindigkeit. In der ART bleiben Raum und Zeit konstant.
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    Verstehe ich nicht.

    Die SRT hat den Äther ausdrücklich abgeschafft. Die ART hat den Äther ausdrücklich wieder eingeführt.
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    Ausdrücklich hatte Einstein den Äther wohl nie abgeschafft. Die Erklärung der Gravitation aus eine Raumzeitkrümmung ist bei weitem verrückter als der Lichtäther.

    In der SRT ist die Lichtgeschwindigkeit konstant. In der ART ist die Lichtgeschwindigkeit variabel, nämlich abhängig von der Schwerkraft.
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    Ein weiter Grund, weshalb die ART Quatsch mit Soße ist.

    In der SRT gibt es ganz eigene Widersprüche, z.B. Das Ehrenfestsche Paradoxon, das Gartenzaun-Paradoxon oder das Zwillings-Paradoxon. In der ART gibt es völlig andere Widersprüche, z.B. die Nicht-Erhaltung des Energie-Satzes.
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    Nein, in der SRT gibt es keine Widersprüche und die Energie, gleichwertig der Masse, ist erhalten. Die Paradoxien der SRT sind nur scheinbar paradox.

    In der SRT gibt es keine Schwerkraft. In der ART dreht sich alles um die Schwerkraft, die durch den Raum und seine Krümmung bestimmt wird.
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    Nein, mit der ART hat Einstein versucht die Gravitation als Scheinkraft irgendwie wegzudiskutieren.

    In der SRT ist der Raum stets ganz normal. In der ART ist er stets gekrümmt.
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    Krummer Raum – totaler Schwachsinn!

    Im “Grenzfall” der ART (flacher Raum, keine Kräfte) entstehen nicht die Formeln der SRT. Im “Grenzfall” der SRT (Beobachtergeschwindigkeit = 0) entstehen nicht die Formeln der ART.
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    Die Wahrheit ist mit der ART kann überhaupt nichts berechnet werden – des Kaisers neue Kleider.

    Die SRT erklärt nichts, was erklärungsbedürftig wäre, denn für das Nullresultat von Michelson-Morley braucht man keine neue Theorie. Die ART will alles erklären, was es überhaupt gibt, denn sie präsentiert eine echte Weltformel für alle physikalischen Erscheinungen (exklusive Quantenphänomene).

    Mit der SRT ist das Nullresultat von Michelson-Morley erklärt, die ART ist daher überflüssig, auch weil die Gravitation durch Newton bereits hinreichend erklärt wurde.

  3. OlbersD

    Sie schreiben:

    Die Theorie-Einheit einer einzigen „Relativitätstheorie“ und die Ausdeutung angeblicher ART-Bestätigungen zu Beweisen auch für die SRT: das ist der geniale Doppelgriff, mit dem die Relativisten ihre Lage vom sicheren Ruin in den angeblichen Triumph wenden.

    Nein, genau umgekehrt, die SRT ist korrekt, auch wenn einige intuitive Vorstellungen von Raum und Zeit in der SRT aufgegeben werden müssen. Insbesondere die Vorstellung zwei Ereignisse hätten unabhängig vom Bezugssystem immer die gleiche zeitliche Reihenfolge und die Zeit geht immer gleich schnell. Dass sich diese doch zunächst verwirrende SRT sich als richtig erweist, wurde nun benutzt dem staunenden Publikum eine tatsächlich völlig durchgeknallte nutzlose Theorie zu verkaufen, die ART. Die ART wurde als die RT verkauft. Irgendwie stimmt das sogar fast, denn was in der ART über die SRT hinausgeht ist ohnehin nur Quatsch.

    Sie schrieben weiter:

    Dieser Punkt der ART ist für die Analyse der historischen Phase 1920-1922, also unmittelbar vor der Abschaffung der Wissenschaftsfreiheit, entscheidend. Den Relativisten gelingt die Anhäufung und Kombination von mehreren geschickten Täuschungen zu einem Effekt, den die Öffentlichkeit und auch weite Teile des Fachpublikums zu diesem Zeitpunkt noch nicht durchschauen können:

    In der Tat ab 1920 beginnt der Siegeszug einer Theorie noch absurder als die ART, die Urknalltheorie. Nachdem völlig sinnloser Schwachsinn wie etwa das Machsche Prinzip als geniale RT verkauft wurde, gab es kein Halten mehr. Mach sagt ein rotierender Himmelskörper wird nicht durch die Zentrifugalkraft, sondern durch die omniöse Wirkung ferner Massen deformiert. Das ist totaler Schwachsinn wie der krumme Raum der ART.

    – die SRT ist von der Kritik unwidersprochen widerlegt und ohne empirische Bestätigung, zudem sind ihre Grundannahmen für die ART aufgegeben worden;

    Nicht die SRT aber die ART ist offenkundig sinnlos. Angebliche Beweise Lichtablenkung, Periheldrehung, und Zeitdilatation durch Gravitation sind allenfalls Beweise für die SRT. Da aber aus der ART (ohne SRT) tatsächlich nichts wirklich berechnet werden kann, ist sie im Grunde auch nicht zu widerlegen. Sie ist nicht einmal falsch, wie es Kritiker formuliert haben.

    – für die ART manipulieren A. S. Eddington und der Astronomer Royal 1919 die Daten der Sonnenfinsternis-Beobachtungen zu einem eindeutigen Erfolg;

    Naja, zumindestens ein überzeugender Beweis war das bestimmt nicht. Offenbar wird das Licht nicht nur durch die Gravitation abgelenkt.

    – der Gegensatz zwischen SRT und ART wird zu einem Ergänzungsverhältnis verfälscht;

    Stimmt!

    – das angebliche Ergänzungsverhältnis SRT-ART wird zur Theorie-Einheit „die Relativitätstheorie“ erhöht;

    Stimmt!

    – der 1919 manipulierte Erfolg der ART wird der Öffentlichkeit als Bestätigung auch für die notleidende SRT verkauft: der angebliche Gravitations-Effekt soll all die wunderbaren Effekte der Kinematik der gravitationsfreien SRT bestätigen helfen;

    Nein, mindestens durch heutige Beschleuniger ist die SRT eindeutig belegt.

    – diese Kombination von mehrfachen Lügen und Verfälschungen wird mit großartiger Philosophie- (Raum und Zeit) und Revolutionssoße (Umwälzung) garniert und über die Medien einer prinzipiell gutgläubigen, aber völlig ahnungslosen und hilflosen Öffentlichkeit eingetrichtert und nach Medienart verstärkt;

    Stimmt!

    – die Koryphäen auch aller fachfernen Tätigkeitsfelder, plötzlich auch in theoretischer Physik und Erkenntnistheorie fachkundig, wetteifern opportunistisch darin, die Großartigkeit „der Relativitätstheorie“ und das Weltumstürzende der neuen Erkenntnisse allen Bevölkerungsschichten anzupreisen, auf daß ein wenig vom Glanz des neuen Weltweisen auch auf sie als seine Vermittler und Propagandisten abfällt;

    Ja, und dabei ist der Kenntnisstand in Grundlagen der Physik in der normalen Bevölkerung und gerade auch bei Journalisten oft nahe null.

    – in dieser komfortablen Lage des anscheinend unbegrenzten Triumphs glauben die Physik-Machthaber, ihre erfolgreiche Kombination von mehreren Tricks und Manipulation der Öffentlichkeit verewigen zu können und beschließen insgeheim, die Sache mit wirklich allen verfügbaren Mitteln zu zementieren;

    Stimmt weitgehend.

    – nichts ist erfolgreicher als der Erfolg, weshalb alle naturwissenschaftlichen Disziplinen dabei mitmachen, da auch sie vom Erfolg zu profitieren gedenken, weshalb die gesamte schöne „scientific community“ sich historisch mehr oder weniger mitschuldig gemacht hat.

    Nachdem die erste Theorie ruiniert war, konnte sie durch eine zweite, genau so ruinöse Theorie gerettet werden, mit Hilfe der Medien: dies ist das Paradox der Relativistik. Der Erfolg hat den Relativisten recht gegeben. Er dauert bis heute an. Das muß ihnen erst mal einer nachmachen.

    Also, ich persönlich zumindest würde die Urknalltheorie als ruiniert
    betrachten, da die Hintergrundstrahlung aus einem Punkt aus allen Richtungen kommt. Mit der ART und dem krummen Raum wird dies aber wieder gerade gebogen. Also man könnte sagen, der Urknall wurde mit der ART gerettet.