Einzug der Kritik der Relativitätstheorie in die Universitäten

von Jocelyne Lopez

Ein konstruktives und sinnvolles Ziel für die Kritiker der Relativitätstheorie könnte daraus bestehen, sich gemeinsam dafür einzusetzen, dass im öffentlichen Bildungssystem die Kritik der Relativitätstheorie zugelassen und gelehrt wird, und zwar in allen Universitäten, wo diese Theorie gelehrt wird. Dies ist kein unrealistisches Ziel und dies ist auch ein Zustand, der im Grundgesetz explizit vorgeschrieben wird:

Zitate aus dem Bonner Kommentar zum Grundgesetz Art. 5 § 3 Wissenschafts-freiheit:

– Die Wissenschaftsfreiheit zwingt nicht zuletzt dazu, die Vielfalt der wissenschaftlichen Ansätze im Sinne eines Wissenschaftspluralismus mit dem darin liegende Innovations-potential zu respektieren, zu schützen und zu fördern; 

– für den Staat führt dies zu einem Gebot der Nicht-Identifikation; 

– Die Förderung der Wissenschaft durch den Staat muß dem Gebot meinungsneutraler Wissenschaftspflege entsprechen;

– Unkonventionelle Forschungsrichtungen und –ergebnisse oder auch Lehrmethoden dürfen nicht begrifflich ausgegrenzt werden, denn gerade Außenseiter bedürfen des Schutzes davor, dass sie durch die „herrschende Meinung“ an der wissenschaftlichen Entfaltung gehindert werden (Notwendigkeit von Innovationsoffenheit); 

– Der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern. 

Es sieht direkt so aus, als ob hier das Grundgesetz speziell die Umstände um die Relativitätstheorie und um ihre Kritik beschreiben würde… 

Sowohl die Kritikergemeinde als auch die Öffentlichkeit haben also per Grundgesetz das Recht, dass die Kritik der Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem mitgelehrt und tradiert wird. Die Kritikergemeinde und die Öffentlichkeit haben ein Recht darauf, dies zu fordern. Unsere Studenten sind die Zukunft der Wissenschaft, sie sind ja diejenige, die noch bestehende Probleme lösen müssen, wir dürfen ihnen gegenüber nichts vertuschen, nichts verschönern und nichts vorenthalten, sie haben ein Recht darauf im öffentlichen Bildungssystem zu erfahren, was für Vorarbeiten zur Lösung der Problemen schon geleistet wurden! 

Ich fordere die Einführung der Lehre der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie durch kritische Autoren in allen Universitäten in Deutschland, wo die Spezielle Relativitätstheorie gelehrt wird. Diese Forderung ist sinnvoll, gerecht, legitim und legal.

Eine Antwort zu “Einzug der Kritik der Relativitätstheorie in die Universitäten”

  1. Herbert Sommer

    Sehr geehrte Frau Lopez,

    Sie schreiben:

    „ Ich fordere die Einführung der Lehre der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie durch kritische Autoren in allen Universitäten in Deutschland, wo die Spezielle Relativitätstheorie gelehrt wird. Diese Forderung ist sinnvoll, gerecht, legitim und legal.“

    Dieser Forderung schliesse ich mich ausdrücklich an, denn ich halte auch für absolut notwendig, dass die experimentelle Erfahrung der materiellen relativistischen Erscheinungen in einer vernünftigen Weise erklärt und belehrt wird, was heutzutage keineswegs der Fall ist.

    In diesem Sinne wandte ich mich vor einigen Monaten mit folgendem Schreiben an nicht weniger als zweiunddreissig leitende Physiker von deutschsprachigen Physikinstituten, Physikgesellschaften und -forschungszentren, von denen, mit einer einzigen Ausnahme, keiner eine Antwort darauf gab.

    Das Schreiben lautete:

    “ Sehr geehrte Herren:

    Jeder, der eine Lehr- oder Forschungstätigkeit ausübt, vermittelt nicht nur Kenntnisse, sondern spielt auch durch seinen Einfluss auf junge Menschen sowohl in der Schule als auch in höheren Lehranstalten eine nicht unbedeutende Rolle in der geistigen Entwicklung der Jugend. In dieser Hinsicht besteht also dabei eine klare Verantwortung.

    Die moderne Physik kann stolz auf ihre glänzenden Erfolge zurückblicken und verdient wohl die Bewunderung und Begeisterung, die sie besonders bei der Jugend erweckt. Doch neben ihrer Herrlichkeit besitzt sie auch einen hässlichen Schönheitsfehler, nämlich die irrationelle Deutung einiger ihrer experimentell oder theoretisch gewonnenen Erkenntnisse.

    Dieser negative Wesenszug der heutigen Physik macht nun die Jugend, bereits in der Schule, empfänglich gegenüber dem Dogmatismus. Also, gerade das Gegenteil des wissenschaftlichen Denkens, dessen Hauptaufgabe eben die Rationalisierung der beobachteten Erscheinungen ist.

    Schon in der Schule lernt man, durch angebliche mathematische Evidenz begründet, dass ein Objekt, wie eine elektromagnetische Wellenfront oder ein Photon, die gleiche Geschwindigkeit gegenüber zwei relativbewegten Beobachtern haben kann. Nicht genug damit, erreicht man nun durch Vergewaltigung und Missachtung des vernünftigen Verstandes, dass die jungen Schüler schliesslich nicht nur diesen Unsinn für möglich halten, sondern auch den, dass ein Photon und ein Elektron gleichzeitig Welle und Partikel sind, oder keins von beiden, oder manchmal das eine und manchmal das andere, usw.,usw.

    Das heisst, reine dogmatische Mystik, verkleidet als hochwissenschaftliches Denken! Und alles nur weil man sich religiös im blinden Glauben an falsche, frühzeitige Ansichten vergangener aber noch hochverehrter Wissenschaftlern krampfhaft festklammert. Letztere zeigten damals jedoch den Mut gelegentlich frühere, unreife Gesichtspunkte zu ändern, aber heute wagt keiner etwas daran zu rühren, auch wenn es sich um klar vernunftwidrige Aussagen handelt. Man hat sie wahrhaftig zu Glaubensdogmen gemacht.

    Das Schlimme ist, dass obwohl diese offensichtlich unsinnigen Ansichten sich einfach durch die Einführung der richtigen Konzepte leicht rationalisieren lassen, die dafür zuständigen Instanzen sich dazu nicht besonders bereit zeigen.

    Aber, warum sollten sie es auch tun, wenn mathematisch alles richtig ist und es sich technisch sowieso bestens bewährt hat? Die Antwort dazu wäre, dass durch diese Passivität die Jugend sich am dogmatischen Denken unbewusst gewöhnt, was sozial betrachtet ein Übel mit weiten Auswirkungen ist. Und ausserdem versperrt diese Leichtgläubigkeit an irrationellen Postulaten den Weg zu konstruktiven Theorien über die wirklichen Ursachen der im Versuch beobachteten Erscheinungen.

    Die einzig möglichen, begrifflich rationellen Formulierungen sind:

    1. Zur Relativitätstheorie:

    Nichts kann die gleiche Geschwindigkeit gegenüber zwei relativbewegten Beobachtern haben, aber diese können durchaus bei der Messung das gleiche unwahre Ergebnis erhalten, wenn – und nur wenn – ihre jeweiligen entsprechenden Instrumente ungleich sind. Da ihre Bewegung relativ zueinander die gleiche ist, kann die Ungleichheit ihrer Instrumente nur die Folge der Ungleichheit ihrer Bewegungen in Bezug auf das eigene Bezugsystem des Lichtes sein. (Anschliessend wird die dadurch notwendige Transformation der Messwerte beschrieben und der Rest der Theorie mathematisch abgeleitet. Dazu gehört auch die phänomenologische Begründung der Abhängigkeit materieller Eigenschaften von dem Bewegungszustand der Beobachter gegenüber dem ausgezeichneten Bezugsystems des Lichtes. Und gerade das fehlt gänzlich bei der einsteinschen Auffassung, die alles mit dogmatischer Mystik auf eine gewisse Raum-Zeit-Phylosophie und eine unglaubliche Uhrensynchronisierung zurückführt).

    2. Zur Quantentheorie:

    Wie beim Zusammenstoss zweier Gasmoleküle, sind die genauen Bedingungen im Moment der Streuung eines Teilchens unbekannt, weshalb eine Voraussage seiner Bewegung nicht möglich ist. Aber im Versuch stellt man fest, dass für eine sehr grosse Anzahl von Teilchen die Streuung eine statistische Häufigkeitsverteilung aufweist, die analog zur Intensitätsverteilung einer Welle ist. Durch diese rein formale Analogie mit einer gedachten Welle, kann man nun die periodische Verteilungsfunktion der Streuung eines Teilchenstroms nach der Wellentheorie berechnen und damit eine Aufenthaltswahrscheinlichkeit des einzelnen Teilchens angeben. Dank der entdeckten Analogie, die früher zur falschen Auffassung des Lichtes als echte Welle führte, kann dann der Rest der Theorie durch die Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung und der Wellen- und statistischen Mechanik logisch abgeleitet werden.

    Diese zwei Formulierungen sind die einzigen vernünftigen, die man über die Relativitäts- und die Quantentheorie aussprechen kann. Die heutige Deutung und konzeptuelle Darstellung ist dagegen absolut unvernünftig und deshalb unwissenschaftlich..

    Und nun, um diese Ausführungen nicht unnötig lang zu machen, und für den Fall, dass Sie sich auch einmal darüber Gedanken gemacht haben und die Angelegenheit Sie interessieren sollte, erlaube ich mir Ihnen in der Anlage einen kleinen anspruchslosen Beitrag beizufügen in dem ich meine Überlegungen zur vernünftigen Deutung der in der Physik als relativistisch bezeichneten Phänomene ausführlicher erläutert habe.

    Ich hoffe Ihre Zeit hierdurch nicht übermässig in Anspruch genommen zu haben und grüsse Sie freundschaftlich.”

    Die in diesem Schreiben erwähnte Arbeit ist unter folgender Adresse zu finden:

    http://ekkehard-friebe.de/blog/herbert-sommer-die-rationalisierung-der-relativitat-in-der-physik/

    Mit freundlichen Grüssen

    Herbert Sommer