Die Kritik des Nobelpreisträgers Hendrik A. Lorentz wird verschwiegen

von G.O. Mueller

Die Forschungsgruppe G.O. Mueller berichtet im Kapitel 1 – Einleitung ihrer Dokumen-tation über die Unterdrückung der Kritik des niederländischen Nobelpreisträgers Hendrik Antoon Lorentz:

Die Behauptungen der Relativisten, die anfängliche Kritik der Theorie sei damals schon beantwortet und ausgeräumt worden, wird von den für diesen Zeitraum bereits jetzt nachzuweisenden ca. 100 kritischen Veröffentlichungen widerlegt. Die in diesen Arbeiten vorgetragenen Argumente konnten bis zum heutigen Tag nicht widerlegt werden, sie sind nicht einmal in der Sache beantwortet worden.

Als schönstes Beispiel ist auf die massive Kritik von H. A. Lorentz hinzuweisen, den die Relativisten gern als einen der Väter der Speziellen Relativitätstheorie reklamieren wollen, was ihnen angesichts der Ahnungs-losigkeit der Fachleute wie der Öffentlichkeit auch gelingt, ohne Widerspruch zu ernten. Lorentz hat bereits in seinen Göttinger Vorträgen von 1910 und noch entschiedener in seinen Vorlesungen in Teylers Stiftung in Haarlem, die 1914 in deutscher Sprache erschienen sind, eine massive Kritik an den Grundlagen der Speziellen Relativitätstheorie vorgetragen: sie ist von den Relativisten nur mit Schweigen quittiert worden, ihrem Erfolgsrezept.

Lorentz weist in seinen Vorlesungen nach, daß die zum Relativitätsprinzip gehörende Reziprozität zu unauflösbaren Widersprüchen führt und ein Kernpunkt der Speziellen Relativitätstheorie, die angebliche Relativierung der Gleichzeitigkeit, aufgegeben werden muß, da eine absolute Gleichzeitigkeit existiert, unabhängig von Meßprozeduren.

Dieser zentrale Kritikpunkt ist die schlüssige Widerlegung der Theorie. Die Theorie scheitert an der Reziprozität, die zum Inhalt des Relativitätsprinzips gehört, und zwar in zweierlei Hinsicht: entweder die Theorie beachtet konsequent die Reziprozität, dann ist sie mit widersprüchlichen Aussagen konfrontiert, die sie nicht entscheiden kann; oder sie verletzt die Reziprozität und behauptet einseitige reale Effekte, dann kann sie nicht begründen, warum überhaupt und in welchem von zwei Systemen ein realer Effekt auftreten soll. Beobachtete Effekte, die erklärt werden müßten, liegen ohnehin nicht vor.

Rund fünfzig Jahre später hat Herbert Dingle dieselbe Frage zugespitzt formuliert und in Großbritannien eine öffentliche Antwort gefordert [siehe hier]. Er hat alle Autoritäten der Reihe nach zu Stellungnahmen aufgefordert und keine öffentliche Antwort erhalten. In seinem Buch „Science at the crossroads“ (1972) hat er detailliert seine Erfahrungen und den beschämenden Zustand seiner Branche geschildert.

Die fehlende intellektuelle Integrität seiner Fachkollegen hat Dingle als das entscheidende ethische Problem bezeichnet. Er ist ein Kronzeuge für das Betrugssyndikat der Relativistik.

Wenn man weiß, wer Herbert Dingle war, kann man die Größenordnung der ethischen Katastrophe ermessen. Die Relativistik und das gesamte Physik-Establishment haben Herbert Dingle zur Strafe für seine Kritik zur Unperson gemacht. Die allgemeine Öffentlichkeit hat von seinem Fall nie Kenntnis genommen.

Darin besteht die erfolgreiche Strategie der Relativistik von Anfang an, gegenüber Lorentz wie gegenüber Dingle und noch vielen anderen weniger Prominenten: öffentlich nicht zur Kenntnis nehmen und nicht beantworten, dann hat es die Kritik nicht gegeben. Es ist das Schweigen der Mafia.

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