Der Fehler in Einsteins Relativitätstheorie

von Hermann Fricke

Der Fehler in Einsteins Relativitätstheorie
Hermann Fricke

Heckner, Wolfenbüttel, 1920 – worldcat.org

Die Forschungsgruppe G.O. Mueller referiert stichwortartig in ihrer Dokumentation diese Arbeit von Hermann Fricke:

Einsteins Behauptung der C-Konstanz gegen alle beliebig bewegten Beobachter ist ohne jeden experimentellen Beweis; sie stellt eine „Bevormundung der Experimental-
physiker“ dar, erinnert an den Befehl eines Hypnotiseurs. Zur Rettung der Behauptung der C-Konstanz führt Einstein die anderen unbewiesenen Behauptungen der Längen-kontraktion und der Zeitdilatation ein (S. 12).

– Einstein kann einen Zusammenhang zwischen angeblich durch Bewegung verändertem Uhrengang und der Geschwindigkeitsmessung des Lichts nicht begründen. Schlägt für die Beobachter in Einsteins Inertialsystemen eine außerhalb ihrer Systeme befindliche Uhr als maßgeblich vor (S. 13).

– Einstein vermag für seine Abschaffung des Äthers „auch nicht das kleinste Experiment“ anzugeben: der Äther wird daher „einer Gelehrtenschrulle geopfert“ (S. 14).

– Die Theorie ist nicht nur experimentell nicht bestätigt, sie wird durch Sagnacs Ergebnisse mit dem rotieren-den Interferometer (1913) widerlegt (S. 16). Nach 2 Veröffentlichungen (Eine neue und einfache Deutung der Schwerkraft, 1918 u. 1919), in denen sich Fricke mit seiner eigenen Äthertheorie mit der Relativitätstheorie noch in Übereinstimmung sah, kritisiert er hier Einsteins behauptete Konstanz der Lichtgeschwindigkeit gegen-über beliebig bewegten Beobachtern, die Aufgabe der Äther-Hypothese und die „Schreckensherrschaft der Mathematiker“.

– Erwartet zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung (August 1920) die Veröffentlichung von Einsteins Leidener Vortrag, in dem dieser den Äther wieder aus der Versenkung geholt hatte.

Hervorragend ist die hier vorgetragene Idee einer Uhr ausserhalb der Inertialsysteme: damit wird der Bezug der Zeit auf den gesamten Beobachtungsraum hergestellt, die angeblichen „lokalen Zeiten“ werden gegen-standslos.

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Weiterhin referiert das GOM-Projekt einen Artikel von Hermann Fricke aus dem Jahre 1921:

Klassische Mechanik, Relativitätstheorie oder Ätherphysik: eine Kritik der Newtonschen Gravitations-theorie und Himmelsmechanik
In: Astronomische Zeitschrift. 15. 1921, H. 3, S. 31-34.

Fricke plädiert für eine Physik auf der Grundlage der Äther-Hypothese, die in der Lage gewesen ist, ebenfalls eine Reihe von Erscheinungen zu erklären, ohne wie die Relativitätstheorie der Logik zu widersprechen. Bisher sei der Äther nie in die klassische Mechanik eingeführt worden. „Es soll hier nun gezeigt werden, daß die Ein-führung eines substantiellen Äthers in die Newtonsche Himmelsmechanik durch ganz einfache Erwägungen des gesunden Menschenverstandes zu einer überraschend einfachen Lösung des Rätsels von der Schwerkraft führt“ (S. 31).  Fricke schwebt eine Äther-Hypothese mit Kraftlinien und Wirbelfäden vor: alles Dinge, die in „Feldtheorien“ und dem allerneuesten „fluktuierenden Vakuum“ und der „Stringtheorie“ fröhliche Urständ feiern; Frickes Ideen auf der Grundlage der Äther-Hypothese sind auch nicht abenteuerlicher.

 

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