Gedanken zum Nobelpreis Physik 2011

von Karl-Heinz Baumgartl

Wieder einmal haben die Anhänger der Relativitätstheorie einen scheinbaren Sieg errungen: Der Nobelpreis 2011 wurde heute vergeben an die Physiker Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Riess für ihre „Forschungen“. Die drei Personen erhalten die Auszeichnung für die behauptete Erforschung von Sternenexplosionen (Supernovae) und die beschleunigte Ausdehnung des Weltalls. Diese „Forscher“ lieferten angeblich Erkenntnisse darüber, daß das ganze Universum irgendwann in Eis erstarren wird. Der Nobelpreis ist verbunden mit der Zahlung von 1,1 Millionen Euro.

Nicht nur diese Physiker haben geirrt, sondern auch das Nobelpreiskomitee. Man
unterstellt den inzwischen längst widerlegten „Urknall'“ (big bang), wonach das ganze Universum aus einer Explosion der gesamten Masse und Energie hervorgegangen sei, als erwiesen. Schon das ist falsch. Und die Frage, welche Kraft es sei, die die Masse von Milliarden Galaxien über Milliarden Jahre auseinander schleudern könne, wird in die Theologie verschoben nach dem Motto „der liebe Gott kann alles“.

Der Irrsinn wird durch diese Nobelpreisverleihung auf einen neuen Höhepunkt getrieben mit der Behauptung, das Universum wachse immer schneller in seiner Ausdehnung. Auch hier bleiben die „Forscher“ die Antwort schuldig, welche Kraft die Milliarden Galaxien über Milliarden Jahre beschleunigen soll. Und die Medien leisten ihren eigenen Beitrag der Verirrung und Verwirrung im Volk. Sie zeichnen ein Endzeitszenario, wonach das ganze Universum in Eis erstarren würde. Nichts davon ist erwiesen. Man huldigt einem Irrglauben und zahlt dafür viel Geld, und eine kritiklose Menschheit liegt diesen verpriesterten „Forschern“ zu Füßen.

Schon Jordano Bruno (1548-1600) nannte die damalige Bewußtseinsform „die triumphierende Bestie“. Dafür wurde er von den Machthabern im Jahr 1600 verbrannt, ein Justizmord zulasten der Gläubigen. Brunos Erkenntnisse zeigen, daß es möglich ist, mittels logischem Denken und Intuition zu Einsichten in die Struktur des Universums zu gelangen, und zwar jenseits von Mathematik und messender Beobachtung im üblichen Verständnis. Das Problem der Ignoranz gegenüber dem menschlichen Geist besteht heute noch in der theoretische Physik durch die rechnerischen Konstruktionen von „Schwarzen Löchern“, Neutronensterne, Pulsare und andere mathematische Fragwürdigkeiten. Eine Superexklosion („Urknall“), mit Lichtge-schwindigkeit rasende Galaxien, Superverdichtungen im All (Schwarze Löcher) und viel mehr ist nichts als eine gigantische Illusionsblase, in der unsere Zeitgenossen leben, die zerrieben wurden in den Folgen von Superweltkriegen und im mörderischen Berufsleben. „Kein Wunder, daß sich der philosophische Geist längst aus dieser Himmelswüste zurückgezogen und das Universum aus dem Denken verbannt hat“, schrieb der Philosoph Jochen Kirchhoff (Berlin). Das Verhältnis des heutigen Menschen zum Kosmos sei, „um es eher milde zu formulieren, ein zutiefst neurotisches“. Die heutige Kosmologie sei als quasi Kosmo-Theologie „zu einer Art neuer Scholastik erstarrt. Obwohl es starke und seriöse Einwände gibt, ist der „Urknall“ fast ein Dogma. die kosmischen Phänomene seien „dogmatische ‚Deutungen“ … das antike und mittelalterliche Hohlkugel-Universum ist heute im Urknall-Universum zurückgekehrt.“

Die Kosmologie ist die älteste Geisteswissenschaft. Sie hat in Europa eine Tradition von Jahrtausenden. Sie ist heute verkommen zu einem reinen Glaubensgebilde. Die Gedanken der großen Philosophen werden ignoriert. Nach Friedrich Nietzsche ist bis heute bereits eine Ewigkeit vergangen. Demnach existiert das Universum immer (s. auch Erhaltungssatz von Masse und Energie nach Robert Mayer). Wenn es also -wie von den Nobelpreisträgern behauptet- einen universalen Tod geben würde, dann wäre das schon vor einer Ewigkeit geschehen, und wir würden nicht existieren. Da wir aber existieren mit unserer Erde, der Sonne, der Milchstraße und den anderen Galaxien, ist erwiesen, daß es keinen universalen Tod geben kann. Die Physiker irren.

Die heutige Physik irrt. Sie deutet die galaktische Rotverschiebung im Licht ferner Galaxien falsch und -das ist das Schlimmste- sie ignoriert die Kritik seit hundert Jahren. Eine Wissenschaft, die ihre Kritiker ignoriert, herabwürdigt oder sogar politisch verfolgen läßt, ist keine Wissenschaft, sondern eine Machtinstanz. Jochen Kirchhoff: „Man muß den sogenannten Kosmologen (die oft Kosmo-Theologen sind) ihr Monopol streitig machen, ihnen das Thema aus der Hand nehmen. Wenn es ein Vermächtnis gibt, das Jordano Bruno uns hinterlassen hat, dann wohl dies: daß der Mensch ein kosmisches Wesen ist, und daß wir gut daran tun, uns dessen zu erinnern, und zwar unbekümmert um den Jahrmarktslärm der sogenannten Öffentlichkeit und der allseits geheiligten kollektiven Überzeugungen, so suggestiv und machtgestützt diese auch auftreten.“

So fragen wir uns: was bedeutet eine Nobelpreis-Verleihung heute ?

Karlheinz Baumgartl
Heimatforscher und Kosmologe
 
 
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