Leserbriefe von Günter Dinglinger

von Günter Dinglinger

An DIE ZEIT NR. 40, 29.09.2011, S.40 – Betr.: „Das LSD der Teilchenphysik
An Rheinische Post, 24.09.2011, S A7  – Betr.: „Relativitätstheorie widerlegt?

Sehr geehrte Damen und Herren,

irgendwann wird sich herausstellen, dass nicht nur Guttenberg und Koch-Mehrin mit falschen Karten fespielt haben, sondern auch renommierte Institute ohne ernsthafte Prüfung Sensationsmeldungen herausposaunen, die später als Manipulationen aufge-deckt werden, um Subventionensgelder abzukassieren.

Es ist erstaunlich dass die Physiker des CERN glauben, allein durch die Messung einer minimal höheren Geschwindigkeit als der Lichtgeschwindigkeit, Einsteins Relativitätstheorie (R.T.) sei widerlegt und nunmehr Makulatur.

Dagegen hat Einstein behauptet, dass Licht sich in allen, von Wissenschaftlern festgelegten Koordina-tensystemen mit der gleichen Lichtgeschwindigkeit c fortbewegt. Man könnte also folgern, dass die Lichtgeschwindigkeit noch höher sein dürfte und immer noch mit c bezeichnet wäre. Ein ähnliches Problem hat man mit der s. g. Hubble-Konstante, die in den letzten Jahrzehnten immer wieder nach oben korrigiert werden musste.

Einstein spricht aber auch vom Beobachten. Die Lichtsignale müssen also gesehen werden können. Das ist aber bei Neutrinos nicht der Fall!

Was aber viel schwerwiegender und auch ärgerlich ist: Einstein setzt den Charakter des Lichtes oder seiner Geschwindigkeit c mit dem Charakter der emittierenden Objekte und deren Geschwindigkeit v gleich, ja versucht überdies, beide Geschwindigkeiten zu addieren oder zu subtrahieren (s. dazu A. Einstein, Über die spezielle und die allgemeine R. T., Vieweg, 23. Aufl. 1988/1997, S. 12).

Es ist vielmehr so, dass die R. T. zunächst darauf aufbaut (hierzu s. Lorentz-Transformationen), emittierende Objekte bewegen sich auf den Beobachter zu (v: positiv) oder entfernen sich von ihm (v: negativ), während die Signale von dort sich stets auf den Beobachter zu bewegen (c: nur positiv). Im weiteren Verlauf seiner Ausführungen verlässt Einstein diese Linie und versucht die Situation auch von der Seite zu betrachten, also vorbeifliegende Objekte zu betrachten. Dieser Ansatz muss scheitern, denn seine Berechnungen können sich laufend ändernde Geschwindigkeiten v nicht erfassen.

Einstein begeht diese logischen Fehler nicht allein, sondern übernimmt sie von Lorentz ( s. o. Veröffentl. v. Einstein, § 11). Er übernimmt letztendlich auch dessen falschen Relativitätsfaktor
gamma = (1 – v^2/c^2)^-0,5.

Richtig wäre dagegen der bekannte Doppler-Faktor gamma = (1 – v/c).

Ganz unverständlich ist Einsteins spätere Operation einer Reihenentwicklung seiner Gammafunktion. Er streicht bei der Reihe die letzten Glieder (s. Veröffentl. v. Einstein, § 15) nach dem dritten Glied, weil er meint, diese vernachlässigen zu können, wenn v^2/c^2 sehr klein gegen 1 wäre. Die R. T. soll aber gerade bei v^2/c^2 nahezu 1 gelten. Ansonsten kann ja die Newtonsche Mechanik gelten.

Es wird immer wieder behauptet, dass unzählige Beweise die R. T. bestätigen. Bei genauem Hinsehen können jedoch die Beweise auch durch andere Theorien (Kreiseltheorie und Merkur oder Licht als Masse und Ablenkung durch Sonne) erbracht werden, oder sie sind manipuliert (Uhrenvergleich, Vorbeiflug, etc.).

Wie bei nahezu allen derartigen Veröffentlichungen so auch bei den beiden zitierten Aufsätzen darf die Spekulation bezüglich Zeitreisen nicht fehlen, weil so etwas die Aufmerksamkeit des Publikums stark anregt.

Neutrinos durchdringen jede Masse. Welchen Antrieb stellt man sich vor, der den Schub von Neutrinos nur in eine Richtung ermöglicht? Ähnlich ist es mit Beschleunigung durch Licht. Es müsste schon ein Kernfusions-reaktor an Bord des bewussten Fahrzeugs sein. Auf keinen Fall kann ein Raumfahrzeug von Jetzt auf Nu seine Endgeschwindigkeit besitzen. Die Beschleunigung auf Endgeschwindigkeit wird ziemlich lange einwirken müssen mit der Konsequenz eines riesigen Energievorrats an Bord. Da Neutrinos nicht sichtbar sind, wird ein entsprechender Raumfahrer kaum Gelegenheit haben, Beobachtungen zu machen. Selbst Raumfahrer mit Lichtgeschwindigkeit werden nichts Interessantes sehen können (Zukunft sowieso nicht und Vergangenheit kaum, denn die Energiedichte nimmt mit dem Quadrat der Entfernung vom Objekt ab).

Zur Postulierung eines gekrümmten Raumes muss folgendes kritisch angemerkt werden:

Dabei spielt das Minkowski-Diagramm eine wichtige Rolle. Allerdings wird hier ebenfalls ein fataler logischer Fehler begangen, indem man das Alter eines Gesamtsystems mit der Zeit gleichsetzt, die ein Signal zur Überbrückung großer Entfernungen benötigt (s. A. Einstein, Grundzüge der Relativitätstheorie, Vieweg, 6. U. 8. Aufl. 1990, S. 40 ff.).

Mit freundlichem Gruß
G. Dinglinger

 

An DIE ZEIT NR. 41, 6.10.2011, S.41 – Betr.: „Mehr, als das Auge sehen kann

Sehr geehrter Herr Schnabel,

Die Laureaten des Nobelpreises Perlmutter, Schmidt und Riess sind zwar in der Lage äußerst genaue Messungen an fernen Gestirnen vorzunehmen, aber nicht bereit, die seltsamen Ergebnisse auch im Rückblick auf die verwendeten Grundlagen, nämlich die Einsteinsche Relativitätstheorie und die Deutungen Hubbles zu überprüfen. (Zwischenfrage: Warum sollten sie, wenn alle Welt diese Theorien nachbetet, ohne offenbar diese überhaupt, geschweige kritisch gelesen zu haben?).

Auch die drei Preisträger haben nur das Licht messen können, das sie direkt auf dem geraden Wege erreicht hat. Ein emittierendes Objekt entlässt jedoch Licht radial nach allen Seiten. Folglich erreicht den Beobachter nur ein kleiner Bruchteil seiner (des Objektes) Lichtenergie. Der restlich emittierte Anteil, selbst unmittelbar an den Fernrohren “vorbeifliegendes Licht”, ist auch für die Fernrohre der Astronome nicht sichtbar.

Da muss es erlaubt, ja dringend geboten sein, Einstein zu hinterfragen, was ihn veranlasst hat, Licht wie einen vorbeifahrenden Eisenbahnwaggon oder ein vorbeifliegendes Flugzeug zu charakterisieren? Bei der Entwicklung seines Relativitätsfaktors (gamma) tut er so, als könne er einem “Lichtstrahl” hinterher schauen. Das Ergebnis (Berechnung mittels des Satzes von Pythagoras) weist das Glied (1 – v^2/c^2) auf. Das muss ganz offensichtlich falsch sein, denn man kann nur v = – 1*c < v = 0 < v = + 1*c einsetzen. Die Lichtgeschwindigkeit ist stets + c. Jedoch ist (1 – v^2/c^2) = 0 sowohl für v = – 1*c als auch v = + 1*c. Das ist aber völlig unlogisch und man wundert sich, dass diese Überlegung Einsteins die Wissenschaft so beeindruckt hat.

Einstein hat selbst eine Korrektur angebracht, indem er einen relativistischen Doppler-Effekt eingeführt hat, der Hubble dazu gebracht hat, die Ausdehnung des Universums anzunehmen.

Wenn aber schon Einstein und mit ihm Hubble zu dubiosen Ergebnissen gekommen sind, sollten die Preis-träger zumindest diese Einwände überprüfen und sich fragen, ob die Rotlichtverschiebung nicht auf Ausdehnung des Universums beruht, sondern eventuell die von ihnen ins Spiel gebrachte „Dunkle Masse“ oder vielleicht auch im All vagabundierende (nicht auf Objekte fallende) Lichtteilchen die Energie des gemessenen Lichts geschwächt hat und somit für seine Rotverschiebung verantwortlich ist.

Da die Wissenschaftler und das Preiskomitee ohnehin die meisten Fragen offen gelassen haben, sollte man sich nicht genieren, auch die hier gestellten Fragen zu beantworten.

Mit freundlichem Gruß
G. Dinglinger

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Siehe auch von Günter Dinglinger: Relativitätstheorie: Ein Jahrhundertirrtum

 

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