Schimäre Einstein? Ein Jahrhundert-Irrtum

von Michael Becker

Das GOM-Projekt referiert in seiner Dokumentation vier kritische Arbeiten von Michael Becker:

1994 – Einstein hat nicht immer recht : Äther und Lichtgeschwindigkeit sind anders! 
Uttenreuth: [Selbstverlag; in Komm: ] Palm u. Enke 1994, 40 S.
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Vom Mitdenken in den Wissenschaften ist nicht nur der Laie ausgeschlossen, sondern auch Wissenschaftler bezüglich anderer Disziplinen (S. 5).

– Schließt an WEN 3 an: dort wurden Vakuumdiagramme diskutiert, die einen Hinweis geben, daß „das Vakuum doch ein Etwas ist“, nur jetzt nicht mehr unter der Bezeichnung „Äther“, sondern „Physikalisches Vakuum“ (S. 8).

– Auch Dopplermessungen in der Hintergrundstrahlung weisen auf die Möglichkeit eines absoluten Ruhe-systems hin. Deshalb müssen der Michelson-Morley-Versuch und die Einwegmessungen nochmals überprüft werden (S. 8).

– Analysiert Einsteins Hypothesen über Nichtexistenz des Äthers und CKonstanz CKonstanz (S. 9-12). Hält sie für offene Fragen, die geprüft werden müssen. Dabei ist Eindeutigkeit der Begriffe und Widerspruchsfreiheit der Aussagen zu fordern (S.17).

– Stellt die Signalwege im Weltraum durch Vektoren dar: abhängig von der Vektorlage der Sendergeschwindigkeiten wird eine beliebig große Anzahl von verschiedenen Lichtgeschwindigkeiten (C-Werte) gemessen, von einer C-Konstanz kann keine Rede sein (S.23). – Die Nachprüfung des MMV ergibt, daß die Verbindung der SRT mit der Lorentz- Kontraktion unzulässig ist (S. 37).

– Schlägt für den Nachweis der C-Nichtkonstanz 2 Versuche vor, einen im Weltraum, einen im Labor durchzuführen (S. 38-40).  Der Grundgedanke (Vielzahl von C-Werten im Weltraum) wird in Becker 1996 (Lichtgeschwindigkeit im Weltraum) detaillierter durchgeführt.

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 1996 – Ist die Lichtgeschwindigkeit im Weltraum meßbar?
[Selbstverlag; in Komm.:] Palm u. Enke 1996. 20 S. – (Laien und Grenzfragen. 4.)

Bisher wurde C nur auf der Erdoberfläche gemessen, in allen Richtungen als gleich groß. Über C im Weltraum wird mit der Hypothese gearbeitet, daß es sich dort ebenso verhält.

Fragt nach der Lichtgeschwindigkeit (C) im „leeren Weltraum“: kann die Hypothese verifiziert oder falsifiziert werden? (S. 5).

– Anlaß für die Forderung nach experimenteller Prüfung ist der entdeckte Widerspruch, daß für die Ausbreitung von elektromagnetischer Strahlung auf der Erde, z.B. zwischen stationärem Sender und Empfänger, auf der Erde stets derselbe Wert C gemessen wird, obwohl sich die Erde mit 30 km/sec auf ihrer Bahn um die Sonne bewegt, so daß ein Beobachter z.B. auf der Sonne den Weg der Strahlung auf der Erde zwischen Sender und Empfänger als länger (oder je nach Übertragungsrichtung: als kürzer) beobachten wird, weil er, vor dem Hintergrund des Fixsternhimmels, die Bewegung der Erde beobachtet und wie sie in den von der Strahlung zurückgelegten Weg eingeht (S. 6-8).

– Hat im Juni 1995 eine diesbezügliche „Öffentliche Anfrage“ an 71 Stellen im deutschsprachigen Raum gerichtet: umfangreichste Stellungnahme kam von der RWTH Aachen, aber sonst auch „zornige Proteste (ohne jede Beweiskraft), wodurch sichtbar wurde, daß Logik allein eine eingefahrene Hypothese … nicht leicht beseitigen kann“ (S. 10).

– Eine experimentelle Prüfung müßte ergeben: die Behauptung der C-Konstanz ist falsch, es tritt im Weltraum eine Vielzahl von Lichtgeschwindigkeiten auf, je nach Bewegungszustand des Bezugssystems (S. 20).  Eine sehr sorgfältige Abhandlung zu scharf begrenzter Fragestellung. Ergebnis: Spezielle Relativitätstheorie – Ade! Der Zorn zuständiger Stellen ist begreiflich. Der Autor plant Ungeheuerliches: die Einführung der vollen Relativität in die Relativitätstheorie!

– Leute, die gern Gedanken und Experimente verwechseln, würden die Überlegung des Autors wahrscheinlich als „Gedankenexperiment“ bezeichnen. In dieser Experimentalwissenschaft sind Forderungen nach experimenteller Überprüfung jedoch unbeliebt, wenn sie von häßlichen Abweichlern und Querulanten kommen und widerborstige Ergebnisse befürchten lassen.

– Erkenntnisse: Die Liebe zur Theorie schürt die Angst vor dem Experiment. Die Liebe zur Wahrheit lebt vom Experiment.

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1998 – Lichtgeschwindigkeit im Sonnensystem: einfachste Widerlegung der
speziellen Relativität Einsteins – réfutation plus facile de la relativité
spéc. de Einstein 
Trad.: Joachim Becker. – Palm & Enke 1998. 20 S. – (Laien und Grenzfragen. 7 D-F. – Profanes et questions-frontières.) Text zweisprachig, dt. u. franz. – Paralleltitel: Vitesse de la lumière dans le système solaire.

Bezieht sich einleitend auf Galeczki / Marquardt 1997 (Requiem). Faßt die in seinen eigenen Veröffentlichungen vorgetragene Kritik zusammen (S. 19):

(1) Messung der Lichtgeschwindigkeit im Sonnensystem widerlegt die grundlegende Behauptung der CKonstanz und führt zur einfachsten Widerlegung der Speziellen Relativitätstheorie.

(2) Alle bisherigen Annahmen der Physik, die auf der Speziellen Relativitätstheorie beruhen, müssen überprüft werden.

(3) Wenn relativistische Effekte experimentell bestätigt werden, muß für sie eine andere Theorie ihrer Ursachen gesucht werden.

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1998 – Schimäre Einstein? Ein Jahrhundert-Irrtum
Palm & Enke 1998. 20 S. – (Laien und Grenzfragen. 8.)

Erklärt sich selbst als Laie. Erörtert eingehend (S. 4-11) die Verhältnisse zwischen Fachleuten, Laien und den Massenmedien in der Vermittlung von Wissenschaft und Erkenntnis. Fordert ein Ausklammern der Person Einsteins: „denn es gibt keine Deutsche, Jüdische oder sonstige Physik, die Person-, Rasse- oder Ideologie-gebunden wäre“ (S. 7). „Ist jeder Kritiker automatisch ein Antisemit, auch wenn er sich als Christ zum Juden Jesus Christus als seinem Herrn bekennt ????“ (S. 11).

– Faßt die Kritik seiner vorangegangenen Arbeiten zusammen und referiert ergänzend einige Positionen aus Galeczki / Marquardt 1997.  Greift mit der „Schimäre“ eine Metapher von G. Barth 1996 auf.

– Der Gesichtskreis des Autors hat sich geweitet; angeregt wahrscheinlich durch die grundlegende Summe der Kritik 1997 bei Galeczki / Marquardt (Requiem) und deren publizistisches Echo im P.M.-Magazin Oktober 1997. Thematisiert die übliche Verleumdung der Kritiker als Antisemiten.

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