Für eine Rehabilitation des gesunden Menschenverstandes

von Wolfgang Neundorf

In der Homepage von Wolfgang Neundorf Die Physik in der Sackgasse? plädiert der Autor – nach der Aufforderung von Immanuel Kant “Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!” – für eine Rückkehr zur Vernunft in der modernen Physik:

Wichtiger ist die Tatsache des Versuches der Rehabilitation des in Verruf geratenen so genannten gesunden Menschenverstandes.

Die ausgesprochene Seltsamkeit der modernen Physik, die Erkenntnis nur noch in Gestalt abstrakter mathematischer Modelle akzeptiert (auch dagegen richtet sich diese
 Polemik), weil anscheinend anders es nicht geht, muss dem unbefangenen Betrachter wahrlich recht eigenwillig vorkommen. Das gerade macht es aus, das Elitäre dieser Wissenschaft. Betrachtet man hingegen die Physik aus einer etwas größerer Distanz, so verschwinden einige Ungereimtheiten fast von selbst. Und das ohne extreme geistige Klimmzüge – und ohne Mathematik!

Erkauft werden muss dieser – ja, man kann es durchaus so nennen – Fortschritt mit dem Verzicht auf althergebrachte Anschauungen von Raum, Zeit, Wechselwirkung und vielem anderen mehr. Vorstellungen werden entwickelt, welche einerseits so umwerfend neu und so originell vom Ansatz her nicht in jedem Falle sind. „Nur” die Darstellung der Zusammenhänge und Beziehungen als auch die Konsequenzen sind in der hier gezeigten Form sicherlich ohne Vorbild.

Andererseits gibt es dennoch ein Problem. Ein gewaltiges sogar. Mit Putzarbeiten an der Fassade des Gebäudes der Physik ist es meiner Meinung nach nicht mehr getan. Auch irgendwelche Um- und Anbauten verfehlen mit Sicherheit ihren Zweck. Um dessen Grundfesten geht es. Und diese stehen stabil und unzerstörbar vor uns. Seit Jahrhunderten schon. Keine neue Idee, und sei sie noch so exotisch und bizarr, war in der Lage, dieses Fundament auch nur anzukratzen. Eher umgekehrt: Weil das Fundament der Physik sich dermaßen unerschütterlich zeigte, wurden geradezu abenteuerlich anmutende Hypothesen und Vorstellungen provoziert, die zu einer neuen Form des “Wunderglaubens” führten. Dagegen kommt man – so scheint es – mit rationalen Argumenten nicht an.

In vorliegender Arbeit unter anderem wird der Versuch unternommen, folgende ungeheuerliche Behauptung zu beweisen: So „verrückt“, wie die Welt sich im Licht der modernen Physik uns anscheinend gegenübertritt, ist sie vielleicht doch nicht. Das könnte ein Trost sein.
Hier die ganze Abhandlung lesen…

 

Zwischenbilanz:

Ungeachtet philosophischer Ansichten ging die Physik ihren eigenen Weg, nicht beachtend, daß grundsätzliche Überlegungen zu den wichtigsten Grundbegriffen der Physik alle Vorbedingung ist, überhaupt mit der Wissenschaft zu beginnen. Daß diese Einsichten zu GALILEIs und NEWTONs Zeiten noch nicht gereift sein konnten, bedarf wohl keines Kommentars. Doch Ausgang des 19. Jahrhunderts galt es, Schwierigkeiten zu überwinden, die in einem wirklichen Neubeginn hätten münden müssen! Dieser Neubeginn blieb aus. Das Ergebnis: Alle weiterführenden Hypothesen und Theorien entfernten sich, auf das in diesen Texten ansatzweise analysierte Fundament aufbauend, immer mehr vom Denken und damit letztendlich von der Realität, indem sich die moderne Physik nur noch mit materialisierten Abstraktionen herumzuschlagen begann. Die Mathematik, ursprünglich als wichtiges Hilfsmittel angenommen, verselbständigte sich und wurde zur eigenständigen Realität. Bei der Anwendung der Mathematik fragt sich kein Physiker mehr, worauf er eigentlich dieses Hilfsmittel anzuwenden hat.
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Siehe auch vom Autor in diesem Blog: Die Physik in der Sackgasse?

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