Immanent-logische Kritik der Relativitätstheorie

von Bernardo Gut

Immanent-logische Kritik der Relativitätstheorie
Bernardo Gut
Verlag Rolf Kugler, 1981 – Amazon

Klappentext des Buches:
In diesem Buch werden grundlegende Begriffe der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie auf ihre immanent-logische Stringenz hin geprüft. Zur Diskussion gelangen u. a. die Herleitung und die Anwendung der Lorentz-Formeln, das Prinzip von der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit, die Formel E = m.c2, das Äquivalenzprinzip der
allgemeinen Relativitätstheorie, die relativistische Fassung des Zeitbegriffes.

Die vorgelegte Analyse wirft die Frage auf, ob die herkömmliche Gestalt der Relativitätstheorie logisch haltbar ist. Die ausführliche Darstellung, in der die traditionelle Lehre und deren Kritik klar geschieden sind, erlaubt es dem Interessenten, sich mit der relativistischen Sicht und mit den Gedanken des Autors offen auseinanderzusetzen.

Eine ausführliche, kommentierte Bibliographie, die eine repräsentative Auswahl von über 200 Titeln aus der weltweiten Literatur zur Relativitätstheorie enthält, rundet das Buch ab.

Bernardo J. Gut, geb. 1942, wurde an der Universität Zürich in Naturwissenschaften promoviert und unterrichtet an einem Gymnasium. In zahlreichen Veröffentlichungen behandelt er vor allem erkenntnis-philosophische und botanisch-morphologische Themen. Die vorliegende Neuerscheinung schliesst an die 1979 im Verlag Rolf Kugler erschienene Abhandlung an:

Inhaltliches Denken und formale Systeme. Der platonische Standpunkt in Logik, Mathematik und Erkenntnistheorie. 247 Seiten, Paperback, Fr. 29.50.

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Das GOM-Projekt referiert dieses Buch stichwortartig in seiner Dokumentation:

Erörtert die Frage der Widerspruchsfreiheit der Speziellen Relativitätstheorie. Ergebnis (S. 26-27): das Postulat einer für alle Inertialsysteme konstanten Vakuumgeschwindigkeit des Lichts und das Postulat der Geltung der in einem Inertialsystem gefundenen Gesetze in allen anderen Inertialsystem sind miteinander unverträglich; die üblichen Herleitungen der Transformationen sind  logisch unhaltbar.

Referiert hierzu vor allem Essen 1971 und Theimer 1977. – Diskutiert zur Speziellen Relativitätstheorie ergänzend die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (S. 28-42) und den Michelson-Morley-Versuch (S. 42-65), die Masse-Energie-Beziehung (S. 66-90); ferner zur Allgemeinen Relativitätstheorie das Äquivalenzpostulat (S.91-101); abschließend die Frage der gültigen Metrik (S. 102-113), ob nach erwiesener Haltlosigkeit der Speziellen Relativitätstheorie wieder eine absolute Metrik benutzt werden muß; ergänzend zu den ersten Kapiteln eine Untersuchung der Lorentz-Transformationen (S. 114-123). – Gibt S. 124-138 einen sehr informativen Literaturbericht über die kritische Literatur und den Stand der Diskussion.

Anschließend S. 142-151 eine Auswahlliste der selbst eingesehenen Literatur mit 251 – überwiegend kritischen-Arbeiten.  Beschränkt seine Erörterung auf die innere Widerspruchsfreiheit; betont selbst, daß fast alles in der Literatur schon gesagt worden ist. Sehr zurückhaltend und vorsichtig in der Argumentation, schließt sich im Gesamturteil den anderen Kritikern an. – In ihrer thematischen Selbstbeschränkung eine vorbildlich gründliche Arbeit, verbunden mit einem der seltenen Literaturberichte. Wo rezensiert oder diskutiert?
Auch in der kritischen Literatur kaum wahrgenommen.

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