Relativitätsprinzip und Vierdimensionalität

von Carl Beckenhaupt

Über die physikalischen Verhältnisse welche bei dem Relativitätsprinzip
und der Vierdimensionalität in Betracht kommen
Carl Beckenhaupt

Verlag Dr. von August Pries, 1911
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Das GOM-Projekt referiert stichwortartig in seiner Dokumentation diese Arbeit von Carl Beckenhaupt:

– Licht kann nur aus dem Gesamtverlauf von Emission, Fortpflanzung und örtlicher Wirkung richtig interpretiert werden. Nimmt einen mitgeführten Äther an; die Lichtgeschwindigkeit (C) könnte durch den Äther bedingt sein (S. 106).

– Widerspricht der Behauptung Minkowskis 1909 (Vortrag  1908), daß Raum und Zeit vertauschbare Dimensionen seien und Raum und Zeit nur vereint wahrgenommen werden könnten, und daß in seiner vierdimensionalen „Welt“ unendlich viele „Räume“ gelegt werden könnten, ähnlich wie es im dreidimensionalen Raum unendlich viele Ebenen gebe: „daß es in der Physik überhaupt gar nicht ein Verhältnis von Raum und Zeit, sondern überaus verschiedene Verhältnisse der Masse zu Raum und Zeit gibt und daß Raum und Zeit uns nur durch Masse zum Bewußtsein kommen. Die Physik kann also auch nicht von Nullpunkten des Raumes und der Zeit ausgehen, sondern von der dem Raum ein- und zugefügten Masse“ (S. 107). Die Physik kann jede Dimension für sich genau beschreiben. Es kann „nicht Aufgabe der Wissenschaft sein …, die vereint auf uns einwirkenden Dinge immer nur vereint zu betrachten“ (S. 107).

Eine sehr frühe fundamentale Kritik der Speziellen Relativitätstheorie und der „Raum-Zeit“ der vierdimen-sionalen Minkowski-“Welt“.

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