Zu den behaupteten experimentellen Beweisen der Speziellen Relativitätstheorie

von G.O. Mueller

Stellungnahme vom 18.04.2006 der Forschungsgruppe G.O. Mueller
zu den behaupteten experimentellen Beweisen für die von Albert Einstein
erfundenen angeblichen Effekte der Speziellen Relativitätstheorie

Den von den Forenteilnehmern immer wieder gern behaupteten experimentellen Beweisen für die Speziellen Relativitätstheorie fehlt eine entscheidende Qualität: sie haben sich gegenüber der Kritik bisher nicht rechtfertigen können. Nur eine Theorie, die sich täglich 24 Stunden lang der Kritik stellt, kann den Anspruch auf einen wissenschaftlichen Standard erheben. Davon ist die Speziellen Relativitätstheorie weit
entfernt, weil sie vorsorglich und mit sanfter Gewalt (durch Unterdrückung der Kritik und Gleichschaltung der Presse) von aller Kritik weit entfernt gehalten wird.

Die Spezielle Relativitätstheorie ist ein Paket aus 2 Erfindungen von Albert Einstein und anderen Erkennt-nissen anderer Forscher vor 1905. Das Paket muß aufgeschnürt werden:

(1) Erfindung von Albert Einstein: Die angebliche Längenkontraktion soll ohne die Ursache der Stauchung in der Ätherdrift (Lorentz-Theorie) und auch überhaupt ohne jede Ursache sein, weshalb Minkowski in seinem Vortrag 1908 die Längenkontraktion völlig ratlos nur als „Geschenk von oben“ bezeichnen konnte – das „Geschenk von oben“ als physikalische Ursache muß man sich mal vorstellen, dann weiß man, was das für eine Theorie ist.

(2) Erfindung von Albert Einstein: Die angebliche Zeitdilatation als Ableitung aus der angeblichen Längen-kontraktion, gipfelnd im angeblichen Jungbleiben des weltraumreisenden Zwillings gegenüber seinem auf der Erde zurückgebliebenen Bruder (was heute sogar schon in Abi-Leistungskursen genau berechnet werden kann). – Der jungbleibende Zwilling ist manchen Autoren der Relativistik derart peinlich, daß sie diesen Bonbon gar nicht erwähnen; andere Autoren haben erklärt, diese schöne Idee stamme gar nicht von Albert Einstein. Vielleicht hat er tatsächlich die Idee von Paul Langevin übernommen. Aber seinen Vortrag 1911 in Zürich hat Albert Einstein selbst gehalten. Vgl. in der Dokumentation, Textversion 1.2, Fehler D 9, S. 74-75.

(3) Erkenntnisse anderer Forscher vor 1905 wie z.B. die Masse-Energie-Beziehung E=mc²: sie stammt nicht von Albert Einstein, wird von ihm in seiner eigenen Theorie nur im Zirkelschluß hergeleitet (setzt also voraus, was sie beweisen möchte: von Max Jammer dargelegt), hat überhaupt nichts Relativistisches an sich, und sie stellt keine Umwandlung von Materie in Energie dar (von Werner Heisenberg dargelegt). Jammer und Heisenberg als bekennende Relativisten sind hoffentlich unverdächtige Zeugen. Die lange Ahnenreihe der Formel reicht bis in die 80er Jahre des 19. Jh. zurück. – Übrigens nicht alle von anderen Forschen über-nommenen Erkenntnisse sind automatisch zu akzeptieren, aber das ist nicht mehr Thema der Dokumentation.

Zu den angeblichen Beweisen:

Experimentelle Beweise für die Längenkontraktion werden nicht einmal von Relativisten selbst behauptet. Einmal allerdings haben wir bei einem besonders verwirrten Autor den Michelson-Morley-Versuch als Beweis genannt gefunden – das ist genau der Versuch, zu dessen angeblichem Null-Ergebnis die Längenkontraktion einmal als Erklärung erfunden worden ist! Manche Relativisten schrecken in ihrer Verwirrung vor nichts zurück.
Wo keine experimentellen Beweise behauptet werden, können die Kritiker auch keine Beweise kritisieren. Die „scientific community“ kann inzwischen die Hundertjahrfeier der Nichtbestätigung der angeblichen Längenkontraktion begehen, vgl. Fehler E 11, S. 85-86. Das Thema ist im Jubeljahr 2005 irgendwie „vergessen“ worden.

Zur angeblichen Zeitdilatation und ihrem Gipfel im jungbleibenden Zwilling schalten die Relativisten zunächst einen Gang zurück: sie behaupten experimentelle Beweise nur für den Effekt der Dilatation. Für den jungbleibenden Zwilling wird bisher noch nichts behauptet: ein schwaches Bild.
Für die „einfache“ Dilatation werden zwei angebliche experimentelle Beweise vorgetragen: (1) der Atomuhrentransport von Hafele/Keating; (2) das Myonen-Experiment. Die Kritiker haben die Haltlosigkeit beider Experimentinterpretationen dargetan, wir haben darüber berichtet, mit Nachweis der Quellen:
– Fehler D 7, Hafele/Keating, S. 72-73.
– Fehler D 8, Myonen-Zerfall, S. 73.

Es hat also keinen Zweck, uns die behaupteten experimentellen Beweise immer wieder vorzutragen. Die Behauptungen kennen wir. Wir kennen auch schon die Argumente der Kritiker und würden gern – im notwendigen dritten Schritt – die Gegenargumente der Relativisten zu den Argumenten der Kritiker hören.

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Siehe auch in diesem Blog:

Manipulation der Ergebnisse des berühmten Experiments Hafele/Keating
Die Relativitätstheorie als “Geschenk von oben
Propagierung der Theorie ohne Referierung des Diskussionsstands der Kritik
Verschweigen und Verleugnen der Kritik
Manipulation der Ergebnisse der Sonnenfinsternis von 1919

 

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