Covariant ether theories

von Alexander L. Kholmetskii

Covariant ether theories [Part 2] 
Alexander L. Kholmetskii

In: Galilean electrodynamics. 15. 2004, Special issue 1, Spring, S. 9-13.

Die Forschungsgruppe G.O. Mueller referiert in der Ergänzung des Kapitels 4 ihrer Dokumentation diese Arbeit von Alexander Kholmetskii:
 

Bezieht sich auf Ergebnisse in Part 1. Thematisiert die Verwandtschaft der Speziellen Relativitätstheorie (SRT) mit der Äthertheorie von Lorentz, und definiert eine Gruppe von „covariant ether theories (CET)“ durch „distinguishing between the transformations for ‚physical‘ and ‚measured‘ space-time four-vectors. […] Here, the focus is on the most interesting case: successive space-time transformations, giving, in general, different predictions for special relativity theory (SRT) and CET’s
(S. 9).

Untersucht für CET’s, die wie Lorentz ein absolutes Bezugssystem annehmen, zuerst die einmalige Anwendung der Lorentz Transformation (S. 9-10), dann die mehrfache Anwendung bei nicht gleichgerichteten Geschwindigkeiten (S. 10-12), darunter auch die Thomas Präzession und ein Synchronisationsverfahren für voneinander entfernte Uhren durch bewegte Stäbe.

Prüft die möglichen experimentellen Verfahren, den berechneten Unterschied des Drehungswinkels nach der Lorentz-Transformation für nicht-gleichgerichtete Bewegungen (non collinear velocities) festzustellen, der sich zwischen SRT-Bedingungen und CET-Bedingungen ergeben sollte. Kommt zu dem Schluß, daß unter Labor-Bedingungen nur der Mössbauer-Effekt ein klares Ergebnis liefern kann (S. 13): „a value accessible practically and conveniently only by the Mössbauer effect, at least as far as a laboratory-scale experiment is concerned. – Thus, an indirect measurement of the [Omega](v) dependence in a Mössbauer experiment is a real way to unambiguously check SRT. It can be accomplished in Champeney-type experiments, using the most recent methodological developments in Mössbauer spectroscopy: the resonant method of registration of recoilfree radiation [8,9], or nuclear resonant scattering of synchrotron radiation [10].“ 

 

_  Schon sehr früh hatte der Relativist Max von Laue festgestellt (Das Relativitätsprinzip. 1913, S. 20), daß es kein Experiment geben wird, das zwischen der Lorentz-Ethertheorie und der SRT zu unterscheiden erlaubt, weil beide Theorien dasselbe mathematische Gerüst verwenden. – Die Feststellung von v. Laue ist unseres Wissens in der Literatur bisher nie bestritten worden: andernfalls wäre auch schon ein Experiment vorgeschlagen worden. Um so interessanter ist der Versuch von Kholmetskii, eine experimentelle Entscheidung zwischen den beiden Theorien zu finden, die den zu v. Laues Zeiten noch nicht bekannten Mößbauer-Effekt nutzt.

Ebenfalls interessant ist die Wahl des Angriffspunktes: die den Lorentz-Transformationen fehlenden Gruppeneigenschaften und ihre Aufdeckung durch wiederholte Anwendung. – Die Aussicht auf eine mögliche experimentelle Widerlegung der speziellen Relatvität wird die machthabenden Physiker allerdings nicht anspornen, sondern eher zu Adenauers Wahlkampf-Motto greifen lassen: Keine Experimente!

 

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