Minkowski-Welt – Fehler Nr. 6

von G.O. Mueller

Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog (G: Minkowski-Welt / Fehler Nr. 6) (English Version…):

Minkowskis „Weltlinien“ werden von den Relativisten als reale Wege im Raum interpretiert

Von den Relativisten werden zur Erklärung des „Zwillings-Paradoxons“ – wie auch in anderen Zusammenhängen der Relativistik – die „Weltlinien“ der beiden Zwillinge als reale Wege interpretiert. Diese Interpretation ist unzulässig, weil die vierdimensionale
„Welt“ (Raumzeit) Minkowskis kein Raum ist, vgl. Fehler G 5; und weil Minkowski selbst zwischen Raumpunkt und Weltpunkt unterscheidet und sie nicht gleichsetzt, ist diese Interpretation deshalb auch noch vorsätzlich verfälschend.

Die Haltlosigkeit der Interpretation der „Weltlinien“ als Wege im Raum ergibt sich aus folgender Überlegung: wenn man anstelle der Raumkoordinate (wie in Minkowskis Raumzeit) z.B. einen anderen Wert gegen die Zeit aufträgt, z.B. die Fieberwerte eines Patienten, dann entsteht anstatt der „Weltlinie“ eine „Fieberkurve“, und niemand würde einen Abschnitt auf der Fieberkurve selbst wiederum als „Fieber“ interpretieren; ebenso könnte man Druckwerte oder Geschwindigkeitswerte gegen die Zeit auftragen, und es würden die entstehenden Kurvenabschnitte nicht wiederum einen Druck oder eine Geschwindigkeit bedeuten.

Die Relativisten nutzen nur die mangelnden analytischen Fähigkeiten ihres Fachpublikums und die Ahnungslosigkeit des allgemeinen Publikums zur Täuschung über die wahre Sachlage in Minkowskis vierdimensionaler Raumzeit aus, wobei sie von naheliegenden Assoziationen begünstigt werden.

 

2 Antworten zu “Minkowski-Welt – Fehler Nr. 6”

  1. Herbert Sommer

    Das von Minkowski als Bogenelement ds der Bahn eines Objekts in einer räumlich imaginären, vierdimensionalen Raumzeit ist nichts anderes als eine begrifflich irreführende Analogie zu einer Bahnkurve im dreidimensionalen Raum.

    In Wahrheit ist ds das Differential einer monoton wachsenden Hilfsfunktion s(t) der Zeit, wobei dann die Zeit selbst, als Umkehrfunktion t(s) von s dargestellt werden kann. Dadurch können alle vier Veränderlichen x,y,z und t als vier Funktionen einer und derselben unabhängigen Variablen s dargestellt werden. Dies ist in der Mathematik als Parameterdarstellung bekannt und dient der Transformation zwischen funktionalabhängigen Koordinatensystemen.

    Siehe hierzu S.14 – 16 des folgenden Beitrags

    http://ekkehard-friebe.de/blog/herbert-sommer-die-rationalisierung-der-relativitat-in-der-physik/

    Mit freundlichen Grüssen

    Herbert Sommer

  2. Bernhard Berger

    Hallole,

    also, ich der Außenseiter, hab den Minowski-Raum mit seinen ‚Weltlinien‘ so verstanden..

    … dass die Zeit ‚kontinuierlich‘ fortschreitet, das Jetzt befindet sich immer im Bezugspunkt ‚0‘ der Y-Koordinate. Die Vergangenheit hat infolgedessen Minus-Werte und die Zukunft positive Werte. Zukunft ist aber eine ‚Interpolation‘.

    Eine ‚Weltlinie‘ allein ist aber irrelevant. Nur in ‚Relation‘ zu anderen ‚Weltlinien‘ und ‚Punkt-Ereignissen‘ macht dieser ‚Minowski-Raum'(besser Diagramm) Sinn.

    Im Nullpunkt der X-Achse befindet sich immer die ‚Bezugsweltlinie‘ die immer senkrecht und gerade ist. Alle anderen ‚Weltlinien werden in ‚Bezug‘ zu dieser Weltlinie dargestellt. Die X-Achse selbst stellt den ‚Abstand‘ zu dieser ‚Bezugsweltlinie‘ dar.

    Kreuzt oder tangiert nun ein Punktereignis mehrere Weltlinien, so kann anhand des Graphen Zeit und Ort des ‚Punkt-Ereignisses errechnet werden.

    Die Weltlinie kann jedes X-beliebige Objekt sein.

    Wie nun Jemand auf die Idee kommen kann die Y-Achse (Zeit) als eine Raum-Dimension zu betrachten ist mir ein Rätsel. Geht doch im Grunde das Minowski-Diagramm von einer, den ganzen Weltraum durchdringender Gleichzeitigkeit aus. Und das alleine ist eigentlich schon das ‚AUS‘ für die SRT.

    Ohne ‚Bezugsweltline‘ macht das Minowski-Diagramm keinen Sinn, da ‚Abstände‘ der anderen „Weltlinien“ nur zu ‚einer‘ Weltlinie korrekt dargestellt werden können.

    Nun das ist mein Verständnis vom ‚Minowski-Raum‘ den man besser als ‚Minowski-Diagramm‘ bezeichnet.

    Die logische Grundlage der ‚Lorenz-Transformation‘ sollte überprüft werden, denn ich denke dass da – gut versteckt – einige Logische Fehler enthalten sind. Aber war traut sich schon eine so ‚etablierte‘ Methode in Frage zu stellen.