Albert Einstein arbeitet mit der Vorstellung eines „ruhenden Raumes“

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
C: Raum / Fehler Nr. 3 (English Version…):

Albert Einstein arbeitet mit der Vorstellung eines „ruhenden Raumes“

Albert Einstein spricht (AE1905, S. 897) ausdrücklich von einem „“ruhenden“ Raum“ („ruhend“ schon bei ihm in Anführungsstrichen), was logisch die Existenz mindestens eines anderen bewegten Raumes und damit eine Mehrheit von Räumen impliziert. Die Frage, in Bezug worauf sein Raum „ruht„, stellt sich Albert Einstein nicht
und macht hierzu keine Angabe. Damit hat er einen absolut „ruhenden Raum“ eingeführt.

Für diese von ihm angenommene Vielheit von Räumen kann er kein einziges plausibles Argument vorbringen, keinen empirischen Befund nennen, die Art und Weise der gegenseitigen Abgrenzungen zwischen den angeblichen Räumen nicht angeben und auch keinen physikalischen Übergang von einem Raum in einen angrenzenden Raum analysieren und begründen.

Er begründet auch nicht die Annahme eines offensichtlich absolut „ruhenden“ Raumes.

Der angeblich „ruhende“ Raum Albert Einsteins ist eine Konstruktion gegen seinen Gedanken von der Relativität aller Bewegungen, ein hohler Begriff.

Die Wissenschaft, die den einen Beobachtungsraum für den geostationären Beobachter erforscht, ist die Astronomie, und die Astronomen haben sich bisher eine Mehrheit von Beobachtungsräumen nicht einreden lassen.

Die Frage, in Bezug worauf Albert Einsteins angeblich „ruhender Raum“ eigentlich ruhen soll, ist an anderer Stelle im Fehlerkatalog zu behandeln, vgl. Fehler E 1. Für den Raumbegriff ist Albert Einsteins Wunschvorstellung einer Parzellierung relevant.

– Die ersten 3 Theoriefehler zum Raumbegriff, C1 – C3, hängen natürlicherweise eng zusammen, stellen jedoch jeder einen eigenen Fehler dar, der seine eigenen Gegenargumente auf den Plan ruft: die bestrittene Absolutheit des Raumes, die bestrittene Einheit des Raumes und die ausdrückliche Pluralität von Räumen.

Albert Einsteins durchgängig praktizierte Methode, völlig unmotiviert seine Begriffe einmal in Anführungsstriche zu setzen und einmal nicht, ohne klar mitzuteilen oder wenigstens indirekt deutlich zu machen, was an der Anführungsstrich-Version seines Begriffes anders sein soll, wird als Darstellungs-Fehler S 7 behandelt.

Merkwürdigerweise hat, so weit wir bisher sehen, keiner der Kritiker diesen angeblich „ruhenden Raum“ Albert Einsteins von 1905 als Sprengsatz gegen die Raumeinheit thematisiert, und auch nicht den Fehler eines fehlenden Bezuges, worauf dieser „Raum“ denn nun eigentlich ruhen soll. Einer der groben Schnitzer von Albert Einstein scheint der Kritik bisher entgangen zu sein. Wir empfehlen ihn der allgemeinen Aufmerksamkeit.

AE 1905.

2 Antworten zu “Albert Einstein arbeitet mit der Vorstellung eines „ruhenden Raumes“”

  1. Luitpold Mayr

    >Seien im „ruhenden“ Raume…zwei Koordinatensysteme gegeben.< (AE 1905, Seite 897). Man darf nicht vergessen, dass dieser Satz im Jahre 1905 geschrieben wurde. Damals herrschte in der Physik noch überwiegend die Vorstellung vom absoluten Raum, der durch den ruhenden Äther repräsentiert wurde. Wie sein philosophischer Lehrmeister Ernst Mach lehnte Einstein die Vorstellung des absoluten Raumes ab, denn sein Raum besteht lediglich in den Relationen zwischen den realen Dingen. Weil es keinen festen Bezugspunkt gibt und alle Dinge in Bewegung sind, ruht der als Eigenschaft der Dinge gegebene Raum nicht. Mit den Anführungszeichen bringt Einstein also zum Ausdruck, dass er den "ruhenden" Raum für suspekt hält und tatsächlich eine andere Vorstellung vom Raum hat.

    Einen eigenständigen Ansatzpunkt für die inhaltliche Kritik der SRT bildet die von Einstein hier verwendete sprachliche Ausdrucksweise meines Erachtens nicht – im Gegenteil, man provoziert mit dieser Kritik das pauschale Gegenargument, dass man die Gedanken Einsteins nicht verstanden habe. Falls man die von G.W. Leibniz, Ernst Mach und Einstein vertretene relationistische Auffassung des Raumes ablehnt, muß man auf die grundlegenden Überlegungen über den Raum zurückgreifen

  2. Luitpold Mayr

    Nach nochmaligem Nachlesen im Originaltext Einsteins muß ich meinen obigen Kommentar, ebenso meinen Kommentar zum Blogeintrag vom 7.Juli relativieren. Wenn man den ganzen § 2 ab Seite 895 im Zusammenhang liest, so verabsolutiert Einstein auf Seite 897 Abs.1 tatsächlich das ruhende System. Er spricht zwar zunächst von einem ruhenden Koordinatensystem, also einem mathematischen System. In dieses interpretiert er aber dann die physikalische Eigenschaft hinein, dass sich das Licht in diesem System mit konstanter Geschwindigkeit ausbreitet. Mit dem Ergebnis, dass das Licht im bewegten Stab von A nach B nicht die selbe Zeit braucht wie von B nach A (siehe die beiden Gleichungen auf S. 896 unten und S.897 oben. Wenn aber das Licht für den Hin-und Rückweg unterschiedliche Zeiten braucht, so folgt daraus, dass das Relativitätsprinzip für den bewegten Stab außer Kraft gesetzt und somit das ruhende System verabsolutiert wird.
    Wenn man das ganze nun im Zusammenhang mit § 3 sieht, wo ab Seite 899
    hinsichtlich der Lichtgeschwindigkeit das ruhende und das bewegte System gleichgesetzt werden, so kann man nur sagen: ein einziges Verwirrspiel!
    Verwirrspiel auch in Bezug auf den Begriff „Gleichzeitigkeit“. Der §1 trägt die Überschrift „Definition der Gleichzeitigkeit“, beschreibt jedoch im Prinzip lediglich die Herstellung einer einheitlichen Zeitzone mittels der Synchronisierung von Uhren. Erst im letzten Absatz von § 2 (Seite 897) erfolgt dann die relativistische Definition von Gleichzeitigkeit, die sich aus dem Zusammenhang mit dem vorausgehenden Gedankenexperiment mit dem bewegten Stab erschließt.

    Bisher habe ich geglaubt, dass die spezielle Relativitätstheorie einer logischen Analyse zugänglich ist. Allmählich zweifle ich daran.