Die Behauptung einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit erfordert die Messung der Ein-Weg-Geschwindigkeit des Lichts, die bisher nicht möglich ist

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
– Fehler B: Licht / Fehler Nr. 3 (English Version…) :

Die Behauptung einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (C-Konstanz) erfordert die Messung der Ein-Weg-Geschwindigkeit des Lichts, die bisher nicht möglich ist

Die Behauptung der Konstanz der Lichtgeschwindigkeit (C-Konstanz) stellt erklärtermaßen eine Grundlage der Speziellen Relativitätstheorie dar, kann aber bis heute nicht einmal in der Erdatmosphäre experimentell geprüft werden, weil sie eine
Messung der Ein-Weg-Geschwindigkeit des Lichtes in verschiedenen Richtungen im Raum erfordert, die bisher nicht möglich ist; eine Prüfung im Vakuum steht noch gar nicht zur Debatte.

Alle Überlegungen im Rahmen der Speziellen Relativitätstheorie arbeiten deshalb seit 1905 nur mit der Annahme einer konstanten Durchschnittsgeschwindigkeit eines Lichtstrahls auf Hinweg und Rückweg zusammengenommen. Die entscheidende empirische Feststellung, daß der Lichtstrahl sich auf beiden Wegen mit derselben Geschwindigkeit – der Ein-Weg-Geschwindigkeit – ausbreitet, fehlt. Damit entbehrt die Behauptung einer C-Konstanz jeglicher Grundlage.

Die viel weitergehende Behauptung Albert Einsteins über eine absolute C-Konstanz, daß nämlich dieselbe Geschwindigkeit für C sogar auch von allen beliebig bewegten Beobachtern gemessen würde, ist ein anderes Thema und impliziert das Relativitätsprinzip; vgl. Fehler B 2.

Die Messung der Ein-Weg-Geschwindigkeit würde erfordern eine Messung (1) des Weges und (2) eine Messung der Zeit durch zwei Uhren am Anfang und am Ende des Weges.

Während die Wegmessung kein Problem darstellt, führt die Zeitmessung in einen Argumentationszirkel, wenn eine Synchronisierung der Uhren durch Lichtsignale erfolgen soll: denn um eine einwandfreie Synchronisierung der Uhren herzustellen, müßte man die Ein-Weg-Geschwindigkeit des Lichts bereits bewiesen haben, die man mittels der Uhren erst noch beweisen will. Die Verknüpfung von Zeitmessung und Lichtausbreitung und die logische Abhängigkeit des einen vom anderen müßte vermieden werden. Ein Ausweg kann nur bestehen in einer sicheren Synchronisierung entfernter Uhren durch eine andere Methode als die Lichtsignale.

Die Relativisten haben bisher keine Anstalten dazu gemacht, das Problem ihrer Behauptung real zu lösen. Die meisten Kritiker haben hier kein Problem zu lösen, da sie an das Dogma einer C-Konstanz ohnehin nicht glauben.

Für die eine Synchronisierung ohne Lichtsignale sind bisher vorgeschlagen worden: eine Reihe dicht nebeneinanderstehender Uhren mit „Beobachtern„, die die Synchronisierung über eine weite Strecke weitergeben; eine mechanische Kopplung durch eine rotierende Achse; ein langsamer Uhrentransport, bei dem nach Meinung der Relativisten die transportierte Uhr kaum verlangsamt wird; alles bisher ohne definitives Ergebnis in der Literatur. Der schnelle Uhrentransport soll nach der SRT zu einem verlangsamten Gang bewegter Uhren führen und damit die Synchronisierung stören und aufheben: an diesen Effekt der Zeitdilatation glauben aber nur Relativisten, wenn sie sich gerade in der Welt der Speziellen Relativitätstheorie aufhalten.

Dazu ist eine Erinnerung an die Hierarchie der sich überlagernden Bewegungen im Weltall lehrreich: alle Orte auf der Erde bewegen sich mit der Erdrotation um die Erdachse, außerdem mit der Erde auf der Erdbahn um die Sonne, mit dem Sonnensystem im Spiralarm unserer Galaxie um den Galaxiemittelpunkt, und mit unserer Galaxie in unserem Galaxienhaufen: hier brechen wir die Betrachtung ab und fragen, wo sich eine „unbewegte“ Uhr befinden könnte, die nach Meinung der Relativisten nicht „verlangsamt“ wäre.

Wenn die Relativisten sich in die Welt der Allgemeinen Relativitätsthreorie begeben, gibt es die behauptete CKonstanz gar nicht mehr und damit auch keine Veranlassung mehr, sie zu beweisen. Wenn die Kritiker ernsthaft nach einem Beweis für die behauptete C-Konstanz fragen, wollen die Relativisten also immer durch das Mauseloch Allgemeine Relativitätstheorie entwischen: so klug ist die Welt der Relativistik mit zwei gegensätzlichen Theorien eingerichtet.

Salmon, Wesley C.: Clock and simultaneity in special relativity or Which twin has the timex? In: Motion and time, space and matter. Interrelations in the history of philosophy and science. Ed.: P. Machamer, R. G. Turnbull. Ohio State Univ. Pr. 1975. – Podlaha, M. F.: On the impossibility to measure the one-way velocity of light. In: Lettere al Nuovo cimento (della Società Italiana di Fisica). 28. 1980, Nr. 6, S. 216-220. – Wohlrabe, Klaus: Zeit und Bewegung. In: Die Einstein’sche und lorentzianische Interpretation der speziellen und allgemeinen Relativitätstheorie. 1998, S. 162-197.

Eine Antwort zu “Die Behauptung einer Konstanz der Lichtgeschwindigkeit erfordert die Messung der Ein-Weg-Geschwindigkeit des Lichts, die bisher nicht möglich ist”

  1. Bernhard Berger

    Hallo,

    sollte in unserem Sonnensystem bei ‚Einwegmessungen‘ in verschiedene Richtungen eine ‚konstante‘ Lichtgeschwindigkeit von ‚c‘ gemessen werden würde das die SRT widerlegen!

    Begründung:
    Unser Sonnensystem bewegt sich mit unbekannter Geschwindigkeit durch das Universum. Wäre die Lichtgeschwindigkeit ‚absolut‘ konstant, so wäre diese ‚absolute‘ konstante Geschwindigkeit in Bezug zur ‚absoluten‘ Ruhe. Wir müssten also beim Messen der Lichtgeschwindigkeit in ‚Relation‘ zum Sonnensystem, je nach Bewegungsrichtung des Sonnensystems und des Lichtstrahls unterschiedliche Geschwindigkeiten messen, weil das Messsystem, einschließlich des Senders, sich mit dem Sonnensystem mit bewegen würde.
    Würde also bei Messungen in verschiedene Richtungen eine ‚konstante‘ Lichtgeschwindigkeit ‚c‘ gemessen werden, würde das bedeuten, dass das Licht vom Sonnensystem ‚mitgezogen‘ würde. Das bedeutet, dass ein positiver Test der ‚konstanten‘ Lichtgeschwindigkeit Einstein widerlegen würde. Würde dagegen ein negatives Testergebnis erfolgen würde das Einstein ebenfalls widerlegen, weil Einstein ein Positives Ergebnis postuliert!

    Daher ist ein Test nicht notwendig, weil bei positivem als auch negativem Ergebnis Einstein immer unrecht behält.