Déboulonner Einstein?

von Michel Duguay

In der Zeitung “Le fil” der Universität von Laval (Québec) erschien in der Ausgabe vom 14.02.2002 ein Artikel von Jean Hamann in französischer Sprache über die Forschungs-arbeiten des Nuklearphysikers Prof. Michel Duguay, der über seine Alternativtheorie zur Speziellen Relativitätstheorie berichtet, sowie über die Schwierigkeiten, die ihre Entwicklung in seinem akademischen Laufband begleitet haben:

Déboulonner Einstein?
Le professeur Michel Duguay propose une théorie de l’espace-temps qui contredit le père de la relativité
 – Jean Hamann

 

Auszüge aus diesem Artikel (unverbindliche Übersetzung ins Deutsche von Jocelyne Lopez):

Einstein vom Sockel hauen?
Professor Michel Duguay schlägt eine Theorie der Raumzeit vor, die den Vater der Relativitäts-theorie widerspricht

[…]
Es gibt keinen Grund, dass die Wahrheit immer auf der Seite der Physiker steht“, führt er auf. „Philosophen sind intelligente Menschen. Man sollte überlegen, was die Philosophie uns zu lehren hat, selbst über physikalische Fragen.
[…]
All dieser Kämpfe sind jedoch nichts im Vergleich zu dem was ihn in den kommenden Monaten erwartet. Michel Duguay wird bald Ideen veröffentlichen, die das Ansehen von Albert Einstein zerkratzen können. Ideen, die viel Widerstand erfahren werden,  weil sie mehrere Mängel der Festung „Relativitätstheorie“ aufzeichnen. „Ich widerspreche Einstein in mehreren Punkten, und ich wage zu sagen, es ist Zeit, seine Theorie zu revidieren.
[…]
Vor diesem Hintergrund kann die Theorie von Michel Duguay in den immer weniger ruhigen Gewässern der Physik Wellen schlagen.  Diese Theorie, die er als diachrone Ansatz bezeichnet, betrachtet das Universum in einer zeitlichen Perspektive. „Ich schlage vor, einen anderen Blick auf die physische Realität zu werfen und die Raumzeit anders zu betrachten. Diese Vision ist sowohl einfacher und realistischer als die Spezielle Relativitätstheorie. Sie zwingt uns, die Vorstellung, die wir von Raum und Zeit haben zu revidieren“. Im diachronen Ansatz ist das Photon instantan,  seine Geschwindigkeit ist unendlich und das Licht ist ein Schritt in die Zeit. „Mein Modell löst drei große Probleme der modernen Physik und keiner der Forscher, denen ich meine Ideen darlegte hat bis jetzt einen Fehler in meiner Argumentation gefunden.“

Helmut Kröger, Department of Physics, Engineering Physics and Optics ist einer von denen. Er glaubt, dass der diachrone Ansatz eine andere Perspektive des Universums bietet, die einen Weg aus dem physikalischen Konflikt zwischen Relativitätstheorie und Quantenmechanik ermöglichen könnte. „Michel Duguay hat den Mut, ein äußerst wichtiges Problem der Physik anzugehen“ sagt er. „Es lohnt sich, seine Ideen der Prüfung der Öffentlichkeit vorzulegen„.

Die Überwindung der Trägheit

Michel Duguay ist überzeugt, dass er etwas Wichtiges aufspürt und beabsichtigt mit den Konsequenzen zu leben. Der erste Entwurf seiner Theorie, die er im Jahre 1987 entwickelte, als er für die Bell Laboratories tätig war, hat ihm kein Lob gebracht.  Seine damaligen Vorgesetze  haben seine Arbeiten als theologische Spekulationen erklärt und ihn im gleichen Atemzug vorgeschlagen, sie woanders fortzuführen.  Michel Duguay räumt ein, dass seine Hypothese sich in 17 Jahren verändert und dass er am Vorabend der symbolische Übergang zum Jahr 2000 seine Theorie vervollständigt hat.

Heute empfindet er die Dringlichkeit, das Ergebnis seiner Überlegungen zu kommunizieren, bevor jemand anderes mit einem ähnlichen Vorschlag kommt. Das Manuskript, das er einer wissenschaftlichen Zeitschrift vorlegte ist seit fast einem Jahr im Begutachtungsprozess. „Ich bin über die lauwarme Rezeption meiner Theorie nicht überrascht. Es besteht eine große Trägheit gegenüber neuen Ideen in der Wissenschaft.“
[…]
Dennoch bleibt Michel Duguay optimistisch über die Rezeption seiner Ideen. „Die Geister sind jetzt offener, als sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren. Ich glaube fest daran, dass in 16 Monaten, meine Theorie als eine mögliche Sicht der Wirklichkeit angenommen wird.“

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