Die Spezielle Relativitätstheorie verleugnet die Einheit des Beobachtungsraumes für den geostationären Beobachter

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
C: Raum / Fehler Nr. 2 (English Version…):

Die Spezielle Relativitätstheorie verleugnet die Einheit des Beobachtungsraumes für den geostationären Beobachter

Albert Einstein (AE1905) parzelliert den gegebenen einen Beobachtungsraum in „Räume“ und will dies zugleich durch eine Parzellierung der Zeit befestigen und vertiefen: die Verleugnung (Aufhebung) des Begriffs der Gleichzeitigkeit und die
Parzellierung der Zeit in verschiedene Zeiten – lokale Zeiten – für jeden Körper (Bezugssystem), der sich gegenüber seiner Umgebung bewegt (S. 892-895): jeder Körper soll ein eigener Raum mit eigener Zeit sein (z.B. S. 895: „die Zeit des ruhenden Systems„). Er spricht sogar (S. 897) ausdrücklich von einem „‚ruhenden‘ Raum„, was logisch die Existenz mindestens eines anderen ‚bewegten‘ Raumes und damit eine Mehrheit von Räumen impliziert.

Seit 1922 hat Albert Einstein (zunächst als „Vier Vorlesungen …„, ab 1956 als „Grundzüge„) seine Pluralität von Räumen ausdrücklich zu Protokoll gegeben (S. 7): um den „verhängnisvollen Irrtum“ auszuschließen, die Erde und ihr umgebender Weltraum seien der Raum schlechthin, will er „nur von ‚Bezugskörper‘ und ‚Bezugsraum‘ reden„. – Albert Einsteins Mehrzahl von Räumen ist in der Relativistik zum Topos geworden; Beispiel: „… to any other reference system R belonging to the same space-time“; „… reference system R* belonging to a different space-time“ (P. F. Browne, 1977, S. 729).

Für diese Verleugnung der offensichtlichen Einheit des geostationären Beobachtungsraumes kann niemand auch nur ein einziges plausibles Argument vorbringen. Die Wissenschaft, die den einen Beobachtungsraum für den geostationären Beobachter erforscht, ist die Astronomie, und die Astronomen haben sich bisher von niemandem die Einheit ihres Beobachtunsgraumes zerstören und den Raum parzellieren lassen: vielmehr gilt für die Astronomen an allen Punkten ihres Beobachtungsraumes auch dieselbe Zeit, indem für alle Raumpunkte ihre Entfernungen bestimmt und für die beobachteten Ereignisse auf Grund der Laufzeiten des Lichtes die Zeitpunkte errechnet werden.

Die von Albert Einstein gewünschte Parzellierung des Beobachtungsraumes ist in ihrem potentiellen Hauptanwendungsgebiet (Astronomie) nicht akzeptiert worden; andernfalls würde diese alte Wissenschaft in einem Chaos von unzähligen Räumen untergehen. Davor wird sie insbesondere durch das Bewußtsein bewahrt, daß die Fernen, in die sie blickt, nur Bilder längst vergangener Zustände sind, sozusagen ‚alte Filme‘.

Wer die Einheit des Beobachtungsraumes bestreiten will, müßte (1) schwerwiegende empirische Befunde gegen die Einheit des Raumes vorbringen und (2) das Ergebnis der Aufgabe der Einheit, also die Konsequenz einer Vielheit von „Räumen“ genau physikalisch analysieren können. Wie sieht es an der Grenze zwischen zwei „Räumen“ Albert Einsteins aus? Was geschieht physikalisch beim Übergang eines ponderablen Körpers aus einem Raum in den anderen? Woran wäre dieser Übergang zu erkennen?

Zur Analyse aller wichtigen Fragen ist Albert Einstein 1905 und auch später nicht in der Lage; auch seine Anhänger und Nachfolger waren dazu bisher nicht in der Lage, sondern sind vollauf mit Nacherzählungen der Behauptungen Albert Einsteins beschäftigt, allerdings mit Ausmalungen und Interpretationen wo sie glauben, Schwächen der Theorie ausbessern zu müssen. Sie arbeiten mit einer völlig haltlosen Behauptung Albert Einsteins, als sei sie eine Selbstverständlichkeit.

Für Relativisten genügt es zu wissen, „wie Einstein uns gelehrt hat …„. Zu kritischer Wissenschaft sind die gläubigen Relativisten nicht fähig, und die zynischen Relativisten wissen sie zu verhindern, weil nur Verbot und Unterdrückung jeglicher Kritik die Fassade vor dem Zustand der Theorie aufrechterhalten können.

Albert Einstein 1984 (Grundzüge) gibt offen sein ideologisches Motiv für die Parzellierung des Raumes zu erkennen, nämlich die verderblichen Taten der Philosophen zu bekämpfen (S. 6): „Es ist deshalb nach meiner Überzeugung eine der verderblichsten Taten der Philosophen, daß sie gewisse begriffliche Grundlagen der Naturwissenschaft aus dem der Kontrolle zugänglichen Gebiete des Empirisch-Zweckmäßigen in die unangreifbare Höhe des Denknotwendigen (Apriorischen) versetzt haben.“ Abgesehen von der Frage, ob alles Denknotwendige apriorisch ist, soll das Denknotwendige irgendwie verderblich sein: wer das Denknotwendige so generell leugnet, befindet sich (unabhängig von Inhalten) auf Konfrontationskurs mit jedem ernsthaft um Erkenntnis bemühten Denken.

 

AE 1905. – Einstein, Albert: Grundzüge der Relativitätstheorie. 5. Aufl. 1969, Nachdr. Braunschweig usw.: Vieweg, 1984. 166 S. (Wissenschaftliche Taschenbücher. 58.) – Browne, P. F.: Relativity of rotation. In: Journal of physics. A. Ser. 2, Vol. 10. 1977, S. 727-744.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.