CERN-Neutrinoexperiment: Brief von Dr. Wolfgang Engelhardt an die PTB

von Wolfgang Engelhardt

Wir verweisen weiter auf die Anfrage von Jocelyne Lopez und Ekkehard Friebe an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) aus dem Jahre 2012 über die Klärung der Frage, wie die Uhren beim Neutrino-Experiment (CERN) synchronisiert wurden, siehe komplette Zusammenstellung der Austausche in diesem Blog:
Neutrino-Experiment: Anfrage an die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.

In diesem Kontext geben wir nachstehend den Text eines Briefes vom 31. März 2013 von Dr. Wolfgang Engelhardt an den Präsidenten der PTB wieder:

Professor Dr. Joachim Hermann Ullrich
Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt

31. Mrz. 2013

Betr.: Neutrino-Experiment zwischen CERN und LNGS

Sehr geehrter Herr Professor Ullrich,

auch ich verfolge im Internet die ehrenwerten Bemühungen von Frau Lopez, belastbare Informationen vom Leiter Ihres Stabs zu erhalten, zumal ich selbst im vorigen Jahr mit widersprüchlichen Verlautbarungen aus der PTB bedient wurde.

Mit Verwunderung musste ich damals feststellen, dass die PTB eine Einzelperson damit beauftragt hatte, die entscheidend wichtige Uhrensynchronisation zwischen CERN und LNGS zu besorgen, oder zumindest zu überprüfen. Der junge Physiker Dr. Thorsten Feldmann schien allen Ernstes geglaubt zu haben, dass die Lichtgeschwindigkeit konstant, unabhängig von der Geschwindigkeit des Senders und des Empfängers sei, wie Voigt 1887 fälschlich für jede Wellenausbreitung angenommen und Einstein für die Lichtausbreitung 1905 übernommen hatte. Wie allgemein bekannt, hatten dies die Messungen von Michelson und Gale schon 1925 widerlegt, weshalb die GPS-Technologie die unzutreffenden Annahmen der speziellen Relativitätstheorie niemals in ihre Auswerteprogramme übernommen hat.

Dies schien wenigstens Ihr Vorgänger Professor Göbel zu wissen, während Dr. Bauch die Information weitergab, dass die „Regeln der Relativitätstheorie sichergestellt“ worden seien. Leider hat sich die PTB damals einer Diskussion des Problems verweigert, so dass die offenen Fragen im Blog von Dr. Markus Pössel, Max-Planck-Institut für Astronomie, behandelt werden mussten:
http://www.scilogs.de/wblogs/blog/relativ-einfach/teilchenphysik/2011-09-23/ueberlichtschnelle-neutrinos#comment-38531

Frau Lopez haben die unbeantworteten Fragen keine Ruhe gelassen. Sie hat sich erneut an Ihre Anstalt gewandt, um kompetente Auskünfte zu erhalten. Allerdings blieb es ihr selbst vorbehalten herauszufinden, dass die Ingenieure des GPS in der Praxis mit Newtonscher Physik und absoluter Zeit arbeiten, während sie die „Regeln der Relativitätstheorie“, also c = const, sowie die hieraus folgende Lorentz-Transformation ignorieren. Dies steht in krassem Gegensatz zu den Verlautbarungen des PD Dr. Wynands, der offenbar über keine gründlichen Kenntnisse der GPS-Technologie verfügt. Bedauerlicherweise hat er angekündigt, Frau Lopez nicht mehr antworten zu wollen.

Dieses Verhalten erfüllt mich als Wissenschaftler mit Sorge, wenn ich beobachten muss, wie das Ansehen der PTB, mit der ich während meiner aktiven Zeit am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik stets gut zusammengearbeitet habe, Schaden nimmt. Gegenüber der Außenwelt entsteht hier eine Vertrauenslücke, die der Wertschätzung der ansonsten soliden Arbeit der PTB abträglich ist. Ich darf Sie daher dringend bitten, auf Dr. Wynands einzuwirken, dass er zumindest seine Fehlinformation richtig stellt, aber auch die von Frau Lopez zu Recht gestellten Fragen adäquat und zufrieden stellend beantwortet.

Mit vorzüglicher Hochachtung
(Wolfgang Engelhardt)

cc
: Frau Lopez , OSTR Rösch 

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Siehe auch in diesem Zusammenhang:

CERN-Neutrinoexperiment: Petition beim Deutschen Bundestag vom 11.08.2013

CERN-Experiment: Die Petition vom 11.08.13 beim Bundestag wird nicht veröffentlicht

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