Das Äquivalenzprinzip der Allgemeinen Relativitätstheorie soll in den Dimensionen des Kosmos gelten

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
M: Allgemeine Relativitätstheorie / Fehler Nr. 3 (English Version…):

Das Äquivalenzprinzip der Allgemeinen Relativitätstheorie  soll in den Dimensionen des Kosmos gelten

Für die behauptete Äquivalenz – was immer dies genau bedeuten soll – zwischen Beschleunigung und Gravitation beansprucht Albert Einstein wegen der Wirkung der Gravitation in den praktisch unbegrenzten Dimensionen des sichtbaren Kosmos eine
ebenso praktisch unbegrenzte Gültigkeit.

Dagegen hat V. Fok (Fock) 1952 kritisch auf folgende Sachverhalte hingewiesen: Das Äquivalenzprinzip hat nur lokale Bedeutung. Der Aufzug (in Einsteins Gedankenexperiment) kann nur begrenzte Zeit fallen; das Gravitationsfeld der Erde kann nicht ausgeschaltet werden. Das Äquivalenzprinzip kann nicht auf das Sonnensystem angewandt werden. Gravitationsfeld und Beschleunigung können nicht gegeneinander ersetzt werden. Die Beschleunigung hat keinen relativen Charakter.

Nach Fok fehlt für eine Verallgemeinerung des Äquivalenzprinzips jede Grundlage. – Die Bedeutung der behaupteten „Äquivalenz“ bleibt völlig unklar und führt zu unterschiedlichen Behauptungen, so daß sich jeder aus der ART heraussuchen kann, was ihm gefällt. Eng interpretiert bedeutet Äquivalenz zunächst nur Gleichwertigkeit, nicht Gleichheit; Gleichwertigkeit soll im vorliegenden Zusammenhang offensichtlich als Ununterscheidbarkeit ausgelegt werden; bei weiterer Auslegung als Gleichheit kann es sich um Gleichheit von Wirkungen und/oder um Gleichheit von Meßgrößen handeln; ein weiterer Schritt zur Verallgemeinerung erfolgt in der Auslegung als Identität.

Jeder Relativistik-Autor müßte also vorab mitteilen, mit welcher Interpretation der ARTÄquivalenz er arbeitet, was – natürlich – nur in den seltensten Fällen geschieht. Eine Identität von zwei entgegengesetzten Kräften wäre eine Absurdität, ebenso eine Gleichheit von Wirkungen; nur eine Gleichheit von Meßgrößen kann in Frage kommen. Entscheidend für jede Interpretation von Meßgrößen ist jedoch der physikalische Zusammenhang.

Fok, Vladimir Aleksandrovich: Le système de Ptolemée et le système de Copernic à la lumière de la théorie générale de la relativité. In: Questions scientifiques. Vol. 1: Physique. Paris 1952, S. 147-154. Abdruck aus: Questions de philosophie [Voprosy filosofii]. Moskau. 1951, Nr. 5.

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Eine Antwort zu “Das Äquivalenzprinzip der Allgemeinen Relativitätstheorie soll in den Dimensionen des Kosmos gelten”

  1. Bernhardt B. Husen

    Darauf gibt es nur eine Antwort: Parallele Gravitions-Kraftlinien existieren nicht, aus dem einfachen Grunde das Gravitations-Kräfte immer auf den Mittelpunkt einer Masse zeigen… auf den sog. Schwerpunkt. Wenn diese Kraftlinien parallel sind, existiert keine Masse und damit keine Gravitation, aber auch keine Kraftlinien, es sei denn ein Raketenmotor ist aktiv, dann existieren sie lokal und zeitlich stark begrenzt, also bis der Treibstoff ausgeht. Das Äquivalenzprinzip ist eines der besseren Einsteinschen Witze, leider aber lachen viel zu wenig Physiker darüber…