Von Magiern, E=mc2 und vom Kosmos

von Mathias Hüfner

Aus der umfangreichen Webseite von Mathias Hüfner

Von Magiern, E=mc2 und vom Kosmos
Über die physikalischen Grundlagen der Kosmologie
Mathias Hüfner

Der bekannte Physiker Lee Smolin formulierte in seinem Buch „The Trouble with Physics“ von 2007, in dem er Bilanz über die Entwicklung der Physik im vergangenen Jahrhundert zieht, die  größten Probleme der Modernen Physik. Zwei davon seien im folgenden wiedergegeben:

1.   Kombinieren Sie die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie zu einer einzigen Theorie, die behaupten kann, die komplette Theorie der Natur zu sein.

2.   Lösen Sie die Probleme in den Grundlagen der Quantenmechanik entweder, indem Sie der Theorie unter den gegebenen Umständen einen Sinn geben oder indem Sie eine neue Theorie erfinden, die sinnvoll ist.

Nach über 80 Jahren vergeblichen Bemühens der Gemeinschaft der Theoretischen Physiker, die beiden Theorien zu vereinigen, sollte es da nicht endlich erlaubt sein, die Frage zu stellen, ob vielleicht eine der beiden Theorien falsch sein könnte?

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3 Antworten zu “Von Magiern, E=mc2 und vom Kosmos”

  1. Bernhard Berger

    Erst einmal möchte ich meinen Respekt ausdrücken vor der doch sehr umfangreichen Arbeit.

    Das ist eine sehr interessante Webseite. Ich hab viel davon gelesen, aber dann doch abgebrochen werde aber später weiterlesen.

    Zum Thema Raum und Zeit möchte ich bemerken, dass wenn man sich von der „Zeit“-(Vorstellung) nicht löst man das Wesen der Materie und des Raumes nicht lösen kann, und das aus dem Grunde, weil man aus dem Wechselspiel von Ursache und Wirkung in eine nicht endenden Rekursion gefangen wird. Denn die vermeintliche Ursache ist wiederum nur eine Wirkung einer anderen vermeintlichen Ursache usw.

    Betrachtet man aber die „Zeit“ genauer, wird man feststellen, dass es lediglich eine Referenz-Veränderung ist. Damit verschwindet die Dimension Zeit und übrig bleibt der Raum und den sich darin „bewegenden“ Atomen. Aber bevor ich nun auch noch die Atome verschwinden lasse, möchte ich noch ein paar Worte zu dem Begriff Energie sagen.

    Betrachtet man die berühmte Formel e = mc^2 was besagt die denn genau? Sie enthält „c“ als Symbol für die Geschwindigkeit von „m“. Geschwindigkeit ist aber ein Maß der Bewegung in einer bestimmten Zeit. Und „Zeit“? Wie oben schon erwähnt ist eine „Vergleichsbewegung“.

    Was passiert denn wen man ein sich bewegendes Objekt hat ohne ein Vergleichsobjekt? Bewegt es sich dann? Oder bewegt es sich dann nicht? Die Energie e ist also abhängig vom Referenz-Objekt. Oder, wenn zwei Autos mit der selben Geschwindigkeit in gleicher Richtung fahren wird sich keine Kraftwirkung zeigen. Fahren sie aber in entgegengesetzte Richtung und Kollidieren, dann wird sich eine Kraftwirkung in der Verformung des beiden Autos zeigen wobei die Kraft auch sogleich verbraucht wurde.

    Zwei Dinge werden dadurch erkennbar, Energie ist die Wechsel-Wirkung zwischen den Atomen und sie ist nicht speicherbar.

    So, und nun lasse ich die Atome wie die Zeit zuvor verschwinden. Verschwindet dadurch auch der Raum an sich? Nein, denn der Raum an sich kann auch ohne Atome Existieren aber die Atome ohne Raum nicht. Und die Zeit an sich ist eine von der Existenz der Atome abhängige Vergleichsveränderung. Sind die Atome weg, ist auch die „Zeit“ weg. Übrig bleibt der Zeitlose 3D-Raum übrig. Denn er verschwindet ja nicht zwingend nur weil keine Atome mehr enthalten sind.

    Und nun eine schwere Frage, kann ein aller Materie und der Zeit beraubter Raum in irgend einer Form eine Anfang oder ein Ende haben? Übrig bleibt doch nur das zeitlose SEIN des Raumes ohne Zeit und ohne ende seiner Dimensionen.

    Der Raum stellt also eine Art Grundbedingung allen SEINS dar! Er steht also über allem auch über der Zeit.

    Wenn man sich das einmal durch den Kopf gehen lässt, so muss man doch erkennen, dass die „Urknall Theorie“ als auch die „Raum-Krümmung-Theorie“ irgendwie absurd sind.

    Mit dem verschwinden der Atome ist auch die Wechselwirkung, die Energie verschwunden. Aber woher kommen dann die Atome? Wenn der Raum ohne Atome leer ist? Spätersten hier endet die Naturwissenschaft. Denn dafür hat auch sie keine Antwort woher denn so ganz eigentlich die Atome herkommen weil sie nach meinem Verständnis in ihrem „Denken“ rein Materiell ist.

    Auch wenn ich mich nun „oute“, ich denk, dass der „Raum“ und der Göttliche „Geit“ das selbe Ding sind!

    Aber, so scheint es mir, wurde Gott mit der Einführung der Relativitätstheorie aus der Wissenschaft verbannt (Vielleicht war das auch das Motiv). Und so versucht die Wissenschaft ganz verzweifelt unsere Existenz mit immer absurderen Theorien ohne schöpferische Superintelligenz zu erklären obwohl in der Natur durchaus die „Handschrift“ einer solche Superintelligenz zu erkennen ist. Und scheitert im Grunde kläglich.

    Mein „Bauchgefühl“ sagt mir, dass sich die Wissenschaft von ihrer Raum-Zeit Vorstellung lösen muss wenn sich weiter kommen will.

    Aber das ist nur die unbedeutende Meinung eine unwissenden Laien.

  2. Wolfgang Lange

    Sehr geehrter Herr Hüfner,

    danke für die große Mühe, dem deutschen Publikum die Schriften von Paul Marmet näher zu bringen.

    Mit freundlichen Grüßen!
    Wolfgang Lange

  3. Mathias Hüfner

    Sehr geehrter Herr Berger,

    herzlichen Dank für Ihren anregenden Kommentar. Um meine Gedanken zu Raum und Zeit etwas zu präzisieren, habe ich im Absatz Raum und Zeit einen Link von „Zeit“ zu einem Artikel „Grenzen der wissenschaftlichen Erkenntnis im Lichte von Kants Erkenntnistheorie“ eingefügt.
    Alles Leben auf der Erdoberfläche ist an den Energiefluß der Sonnen gebunden. Dieser Energiefluß ist durch die Erdbewegung nicht kontinuierlich, sondern getaktet. Diesen Takt spürt jedes dieser Lebewesen, auch wenn es keinen Begriff von Zeit hat und es ist von diesem Energiefluss abhängig.Sie stellen richtig fest, daß eine Referenz notwendig ist. Diese Referenz ist in erster Linie stets der Zustand des betrachteten Individuums, betreffs der Zeit der individuelle Energiebedarf. Für bewegte Individuen kommt als weiterer Referenz der Ort der Nahrungsquelle hinzu. Alle unsere mathematischen Vorstellungen haben sich einmal aus diesen einfachen Beziehungen entwickelt, als wir noch Säuglinge waren. Deshalb hat Kant festgestellt, dass die Begriffe von Raum und Zeit a priori vorhanden seien. Ich habe diese Begriffe als Ordnungsrelationen zwischen dem Individuum und seiner Umwelt bezeichnet, obwohl sie streng genommen, aus einem System von einfacheren Ordnungsrelationen bestehen.
    Wenn Sie von Leere sprechen, meinen Sie in Wirklichkeit, dass unsere Sinne keine Information bekommen. Das bedeutet aber nicht, das da nichts sei und Unendlichkeit kann unser Verstand nicht fassen. Kant hat sehr schön diese Grenzen des menschlichen Verstandes herausgearbeitet.

    Mit freundlichen Grüßen

    M.Hüfner