Albert Einstein entwickelt die Effekte der Längenkontraktion und Zeitdilatation allein in seiner Kinematik (Phoronomie; Bewegungslehre), ohne Berücksichtigung der Dynamik (Kräftelehre)

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
Q: Methodik / Fehler Nr. 4 (English Version…):

Albert Einstein entwickelt die Effekte der Längenkontraktion und Zeitdilatation allein in seiner Kinematik (Phoronomie; Bewegungslehre), ohne Berücksichtigung der Dynamik (Kräftelehre)

Die Kinematik behandelt alle Bewegungen grundsätzlich ohne Rücksicht auf die ihnen zugrundeliegenden Kraftwirkungen. Daher sind Folgerungen aus der Kinematik nicht
automatisch und nicht ohne weitere Prüfung in der physikalischen Wirklichkeit gültig. Eine rein kinematische Betrachtung ohne die Berücksichtigung der wirkenden Kräfte kann daher keine Erkenntnisse über reale physikalische Vorgänge liefern. Diese methodische Begrenzung der Kinematik gilt in der Physik generell.

Albert Einstein hat bei der Aufstellung der Speziellen Relativitätstheorie 1905 diese methodische Begrenzung der Kinematik nicht beachtet und daher in der reinen Kinematik Behauptungen über physikalische Effekte aufgestellt, die in der Dynamik der Wirklichkeit nicht vorzufinden sind. Seine nicht zu verwirklichenden „Inertialsysteme“ und die „Koordinatensysteme“ ohne materielle und physikalische Eigenschaften führen zu falschen Aussagen und erlauben keine Rückschlüsse auf eine Wirklichkeit, die von Kraftwirkungen bestimmt ist. Daraus resultiert das Fehlen jeglicher empirischer Nachweise der angeblichen kinematischen Effekte.

Ein Beispiel von rein kinematischer Betrachtung ist die irrige Behauptung der relativen Gleichwertigkeit von Kopernikanischem Modell und Ptolemaischem Modell des Kosmos: in der Realität treten Kräfte auf, die den entscheidenden Unterschied liefern, nur aus der Dynamik zu erklären sind und die relative Gleichwertigkeit widerlegen. Davon unabhängig kann diese angebliche Gleichwertigkeit übrigens allein schon durch die Analyse der behaupteten relativen Drehung des Fixsternhimmels widerlegt werden: alle Fixsterne müßten sich zufällig alle nicht um den Erdmittelpunkt, sondern um die in beide Richtungen unbegrenzt verlängerte Erdachse (!) drehen, die nur eine gedachte Linie darstellt und keine physikalische Realität: warum sollten sich alle Fixsterne um eine aus der geozentrischen Perspektive gedachte Linie drehen?

Diese angebliche relative Drehung des Fixsternhimmels müßte außerdem auch für jeden anderen Himmelskörper mit Eigendrehung gelten (z. B. alle Planeten unseres Sonnensystems); es müßte sich der Fixsternhimmel also gleichzeitig um zahllose Achsen von zahllosen anderen Himmelskörpern drehen (und obendrein für jeden mit einer anderen Winkelgeschwindigkeit!), andererseits müßte er gegenüber bestimmten, nicht selbst sich drehenden Himmelskörpern relativ stillstehen! Dieser Fall ist wegen seiner besonderen Abstrusität und gleichzeitig in Relativistenkreisen hochgelobten Genialität besonders lehrreich für die Beurteilung der Relativistik insgesamt.

Galeczki / Marquardt 1997 (S. 47): Kinematik ist „die Darstellung einer Bewegung ohne sich um deren physikalische Zusammenhänge zu kümmern. Für die kinematische Betrachtungsweise ist es völlig gleichgültig, ob sich die Erde um die Sonne bewegt … oder umgekehrt. Für den kinematischen Standpunkt sind daher nur relative Geschwindigkeiten wichtig. […] Bekanntlich ist der kinematische Standpunkt als geozentrisches Weltbild aus religiösen Gründen mehr als 15 Jahrhunderte lang gegen das heliozentrische verteidigt worden. Die kinematische Denkweise kommt der ursprünglichen Sichtweise der Menschen sehr entgegen. Wichtig … ist … für die gesamte Spezielle Relativitätstheorie die beobachterbezogene Sicht der Naturbeschreibung. […] Die geradlinig-gleichförmige Bewegung … wird … immer  vorausgesetzt, um einen Vorgang möglichst einfach zu machen. Wie sie in der beobachteten Natur überhaupt zustande kommt, interessiert dabei kaum.“ S. 48: „Die Kinematik ist der Tummelplatz wirklichkeitsferner Gedankenexperimente.“

Galeczki / Marquardt 1997 (S. 49) laden die Relativisten zum Test der angeblichen kinematischen Gleichwertigkeiten aller relativen Bewegungen am Beispiel des Subway-Surfing ein: „Kinematik macht nicht unverwundbar, sonst wäre das in Mode gekommene Subway-Surfing nicht gefährlich. Wir wetten, daß auch der überzeugteste Relativist nicht so viel Vertrauen in die SRT mitbringt, um diese Behauptung experimentell zu widerlegen. Wieso glaubt er es aber auf dem Papier?“

Die grundsätzliche Unzulänglichkeit einer reinen Bewegungslehre (Kinematik) ohne die dazugehörige Kräftelehre (Dynamik) wird nur von wenigen Kritikern thematisiert. Dagegen werden die daraus folgenden irrigen Beispiele für eine Relativität beschleunigter Systeme (Erde und Fixsterne; Karussell und Rummelplatzumgebung) häufig thematisiert; Galeczki/Marquardt sind nach bisherigem Stand der Dokumentation die einzigen Kritiker, die den beachtlichen historischen Erkenntnisrückschritt vom Kopernikanischen zum Ptolemäischen Weltbild anprangern.

Galeczki / Marquardt 1997.

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Eine Antwort zu “Albert Einstein entwickelt die Effekte der Längenkontraktion und Zeitdilatation allein in seiner Kinematik (Phoronomie; Bewegungslehre), ohne Berücksichtigung der Dynamik (Kräftelehre)”

  1. Helmut Hille

    aus WEGEVDES DENKENS:
    Prolog im Himmel

    Max Born 1882-1970 Physiker: „Damit ist die Rückkehr zu des PTOLEMÄUS Standpunkt der ‚ruhenden Erde‘ ins Belieben gestellt.“ „Daher haben von EINSTEINS Standpunkt gesehen PTOLEMÄUS und KOPERNIKUS gleiches Recht. Welchen Ausgangspunkt man wählt, ist Sache der Bequemlichkeit.“ „Ein Gravitationsfeld ist an sich weder ‚real‘ noch ‚fiktiv‘. Es hat überhaupt keine von der Koordinatenwahl unabhängige Bedeutung, genau wie die Länge eines Stabes.“
    Max Born, Die Relativitätstheorie Einsteins, 1984, Springer-Verlag, S.296 (Großschreibung u. Betonung im Original)

    Galileo Galilei 1564-1642 Physiker: Mein lieber Born! Mir scheint in einer gewissen Sparte der heutigen Physik legt man sich im Machbarkeitswahn mit Hilfe der Kinematik die Dinge so zurecht, wie man sie braucht, um seine, an der Wirklichkeit – dem Buch der Natur – gescheiterten Überzeugungen, aufrecht erhalten zu können. Habe ich denn ganz umsonst für die Wahrheit und das kopernikanische System gestritten und gelitten? Selbst der Papst ist inzwischen fortschrittlicher als ihre Relativisten und hat das kopernikanische System akzeptiert, das Sie hier als eine „Sache der Bequemlichkeit“ abwerten, die „ins Belieben gestellt“ wäre. So kann von jeder Raumsonde außerhalb der Erdbahn zweifelsfrei beurteilt werden, ob die Erde sich um ihre Achse dreht und eine Bahn um die Sonne zieht, genau wie auf der Tagseite der Erde am 8. Juni 2004 der Planet Venus bei klarem Himmel über 6 Stunden lang bei seinem Transit über die Sonnenscheibe beobachtet werden konnte. Und wenn jemanden ein Dachziegel auf den Kopf fällt oder er aus dem Fenster stürzt, dann erweist sich ihm, wie real das Gravitationsfeld und die Länge eines Fallweges ist. An seiner Beule oder gar seinem Tod war bestimmt nicht seine falsche Koordinatenwahl schuld. Die Wirklichkeit ist keine Ermessensfrage sondern das, was sich uns erweist, weshalb wir sie respektieren müssen, wozu wir sie ja zu erforschen versuchen! Mit dem Schicksal läßt sich nicht handeln und verdrängen läßt es sich schon gar nicht, wollen wir das Leben und die Wissenschaft meistern. Daß ich das heute nicht mehr einem Kirchenmann sondern einem Physiker, noch dazu einem Nobelpreisträger sagen muß, stimmt mich besonders traurig. Das läßt mich fragen, haben Sie den Preis wirklich verdient?

    Abgesehen davon, daß keine physikalische Ursache bekannt ist, warum sich das Universum täglich um die Erde drehen sollte, während der Umlauf der Erde und der anderen Planeten um die Sonne mit der Schwerkraft der Sonnenmaterie leicht erklärt werden kann, müßten schon die äußersten Planeten unseres Sonnensystems mit Überlichtgeschwindigkeit unterwegs sein, um die Erde einmal pro Tag umrunden zu können, was ja lt. Einstein unmöglich sein soll. Hier weiß immer die linke Hand nicht, was die rechte tut. Der Grund dafür ist, daß es durch Aufgabe des Kraftbegriffs bei einer kinematischen und instrumentalistischen Betrachtung keine in der Sache liegenden Kriterien gibt – im Gegensatz zur Dynamik – weshalb nur für den Kinematiker alles „ins Belieben gestellt“ ist – mal so, mal anders, wie er es gerade braucht -, wobei die Physik in ihrem Verständnis mechanischer Phänomene und was Wissenschaft ausmacht hinter Galilei und Newton zurückfällt oder um mit Matthias Claudius zu sprechen: „Und kommen (durch Luftgespinste und viele Künste) weiter von dem Ziel“. Der eigentliche Fehler dabei ist, daß man trotzdem glaubt, Sachaussagen tätigen zu können, z.B. über die Masse, obwohl sie eine rein dynamische Größe ist!