Die von Einstein als Realität eingeführte Längenkontraktion ist nie beobachtet worden

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
E: Bewegung / Fehler Nr. 11 (English Version…):

Die von FitzGerald und Lorentz nur als Hypothese und erst von Einstein in der Speziellen Relativitätstheorie als Realität eingeführte Längenkontraktion ist seit nunmehr 100 Jahren nie beobachtet worden

Die Längenkontraktion wurde von FitzGerald und Lorentz eingeführt, ausdrücklich als adhoc-Hypothese zur Erklärung des angeblichen Null-Ergebnisses des Michelson-Morley
-Versuches, damit zugleich unter der Äther-Hypothese. Eine Beobachtung der Längenkontraktion nach seiner Theorie hat Lorentz nicht berichten können.

Albert Einstein und seine Nachfolger behaupten die Längenkontraktion als realen Effekt, ohne Verwendung einer Äther-Hypothese. Auch dieser reale Effekt konnte seit 100 Jahren nicht beobachtet werden. – Damit fehlt jede Veranlassung, die Längenkontraktion als bewiesenen Effekt der Speziellen Relativitätstheorie auszugeben; folglich ist insbesondere die Qualifizierung der Speziellen Relativitätstheorie  als der „am besten bewiesenen Theorie der Physik“ ohne jede Grundlage.

Die Nicht-Beobachtung der Längenkontraktion ist nicht verwunderlich, wenn man ihre Herleitung in AE 1905 genau analysiert. Albert Einsteins Vorgehen in der Entwicklung seiner Theorie ist sehr bemerkenswert: als erstes behauptet er die Parzellierung des Zeitbegriffs mit der Einführung von nur lokal gültigen Zeiten; als zweites behauptet er die Ungültigkeit einer Gleichzeitigkeit für entfernte und relativ bewegte Uhren und Ereignisse, womit die Einschränkung der Zeitgeltung befestigt wird; und nachdem er so den physikalischen Zeitbegriff parzelliert und relativiert hat, verwendet er diesen Zeitbegriff und Uhren (!) zur Messung der Länge des starren Stabes: mit einer bereits relativierten Zeit ist dann die Deduktion einer relativierten Länge kein Kunststück.

In der Argumentationslinie für die Längenkontraktion bedient sich Albert Einstein einer ähnlich verschlungenen Methode wie bei der Herleitung der C-Konstanz (Fehler B2): AE 1905, S. 895 wird per Paragraphen-Titel die Relativität von Längen angekündigt; S. 895-896 wird dazu eine Gedanken-Versuchsanordnung beschrieben, die entscheidende Messung jedoch noch nicht durchgeführt, sondern nur angekündigt, welches Ergebnis man finden wird: „Die … zu findende Länge … werden wir unter Zugrundelegung unserer beiden Prinzipien bestimmen und finden, daß sie von l verschieden ist“ (S. 896); die Längenkontraktion ist also an dieser Stelle noch keineswegs begründet worden, sondern ihre Herleitung nur angekündigt; anschließend wird mit der Versuchsanordnung für die Längenkontraktion ganz überraschenderweise erst einmal die Zeitdilatation bewiesen (siehe Fehler B2), übrigens mit noch nicht kontrahiertem starren Stab; auf den Seiten 897-901 ist dann von der Kontraktion nicht mehr die Rede, es werden die Transformationsgleichungen von Lorentz entwickelt; erst aus diesen Transformations-gleichungen wird dann S. 902-903 die Kontraktion von Längen abgeleitet – und nicht aus dem Versuchsaufbau auf S. 895-896! Da in den Transformationsgleichungen (identisch mit denen von Lorentz) bereits die Verkürzung steckt, ist es kein Wunder, daß Albert Einstein eine Verkürzung deduzieren kann: das Kaninchen steckte schon im Zylinderhut. Wieder arbeitet Albert Einstein mit der Annahme, daß der Leser 11 Textseiten nicht überblicken und den Trick nicht bemerken wird. Solche Trick-Ergebnisse werden jedoch von der Natur durch Nicht-Beobachtung bestraft.

Die eigenartige Ableitung der Längenkontraktion aus der Zeitdilatation ist in der Literatur wiederholt festgestellt worden; z.B. Browne 1977, S. 734: „Length contraction in Special relativity is a direct consequence of the relativity of simultaneity (as indeed are all relativistic effects).“ Manche besonders vergeßlichen, aber eifrigen Relativisten gelangen sogar zu der Erkenntnis, daß die reale Längenkontraktion der Speziellen Relativitätstheorie das Null-Ergebnis des Michelson-Morley-Versuchs beweise – zu dessen Erklärung durch eine ad-hoc-Hypothese sie einmal ausgedacht orden war.

AE 1905. – Browne, Peter F.: Relativity of rotation. In: Journal of physics. A. Ser. 2, Vol. 10. 1977, S. 27-744.

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23 Antworten zu “Die von Einstein als Realität eingeführte Längenkontraktion ist nie beobachtet worden”

  1. Helmut Hille

    J. Lopez:
    „…daß die reale Längenkontraktion der Speziellen Relativitätstheorie das Null-Ergebnis des Michelson-Morley-Versuchs beweise – zu dessen Erklärung durch eine ad-hoc-Hypothese sie einmal ausgedacht worden war.“
    Richtig! Längenkontraktion und Zeitdehnung sind Ausreden, um das Ergebnis des Versuchs nicht anerkennen zu müssen. Es handelt sich also um Antiwissenschaft, die mit immer teureren Alibiexperimenten „bewiesen“ werden soll. Diese Physik hat die Wissenschaft längst verlassen nur kaum einer merkt das oder will es merken.

  2. Herbert Sommer

    Die wirkliche Längenkontraktion eines im Raum wirklich bewegten Körpers ist eine durch Heaviside, Larmor und Lorentz nicht etwa vermutete, sondern von den Maxwell-Gleichungen fehlerfrei abgeleitete wissenschaftliche Erkenntnis, die gerade von Einstein und seinen Anhängern nicht anerkannt wird, da sie diese Längenkontraktion als eine symmetrische, durch falsche Uhreneinstellung verursachte, gegenseitige Beurteilung zwischen relativbewegten Beobachtern auffasst, wobei Raum und Zeit bei jedem von ihnen verschieden vom anderen sein soll. Daher die undeutlichen Ausdrücke “vom ruhenden, und vom bewegten Beobachter aus betrachtet”. Ruhend und bewegt relativ zu was? Und was bedeutet “betrachtet”? Wenn damit “gemessen” gemeint ist, dann handelt es sich um etwas, was mit den Messinstrumenten zu tun hat. Nicht wahr?

    Die durch Einstein so unsinnig interpretierte Symmetrie der Lorentz-Gleichungen tritt tatsächlich auf, ist jedoch nicht eine Angelegenheit von Raum und Zeit, sondern eine Folgeerscheinung der wirklichen, materiellen Veränderungen, die die wirklich, relativ zum Raum unterschiedlich bewegten Messgeräte durch ihre absolute Bewegung erfahren.

    Es stimmt übrigens überhaupt gar nicht, dass diese wirkliche Längenkontraktion niemals beobachtet oder gemessen worden ist. Wenn ganz unabhängig voneinander, und genau übereinstimmend, drei so hervorragende Physiker und Mathematiker wie Heaviside, Larmor und Lorentz einwandfrei berechnen, dass bewegte Körper sich um den Faktor Gamma verkürzen müssen, und damit die Kontraktion eines Interferometers in Bewegungsrichtung die sonst zu erwartende Verschiebung der Interferenzstreifen exakt ausgleicht, dann muss man auch annehmen, dass diese Voraussage sich in der Wirklichkeit auch bestätigt.

    Und genau das ist, was man beim Michelson-Interferometer ganz deutlich beobachten kann. Sein sogenanntes Nullergebnis stellt die überzeugendste Beobachtung und genaueste Messung der vorausgesagten Längenkontraktion dar, die man sich vorstellen kann.

    Die voreingenommene ideologische oder psychologische Verschlossenheit gegenüber einer so offensichtlichen Tatsache, wie der so direkt und deutlich beobachtaren Längenkontraktion hat sehr wenig mit Wissenschaft zu tun.

    Mit freundlichen Grüssen.
    Herbert Sommer

  3. Helmut Hille

    Diese sog. Tatsache ist eine Interpretation. Die einfache Tatsache jedoch ist, dass kein Effekt der Erdbewegung festgestellt werden konnte. Das sollte man endlich einmal akzeptieren! Dann hört der ganze relativistische Spuk endlich auf.

  4. Helmut Hille

    Die ganze RT ist ein System von Ausreden, um Fakten nicht akzeptieren zu müssen, die LT eine Umrechnung auf ein Wunschergebnis hin. Was gibt es daran nicht zu verstehen?

  5. Peter Rösch

    Man beachte die „scharfsinnige“ Interpretation: Beobachtet wurde – nichts! Also: Längenkontraktion! – Dreimal kurz gelacht!

  6. Bernhard Berger

    Hallo alle,

    Herrn Hille muss ich, wie immer, zustimmen. Jedoch kann ich mir meinen Kommentar nicht verkneifen.

    Die Lorentz-Transformation erschein mir, einem Laien, als eine „konstruierte“ Funktion. Sie ist auf der Prämisse der „Konstanz“ der Lichtgeschwindigkeit in allen (auch bewegten) Inertialsystemen (obwohl es solche nicht geben kann) begründet.

    Das bedeutet, dass ein Beobachte im bewegtem IS‘ (Inertialsystem) die selbe Lichtgeschwindigkeit eines Lichtstrahls misst als ein anderes nicht bewegtes Inertialsystem (IS ohne Quote). Das bedeutet, dass die Bewegung eines IS irrelevant für die Messung der Lichtgeschwindigkeit wäre. Misst nun ein Beobachter im IS die Lichtgeschwindigkeit mit c so misst der Beobachter im IS‘ die selbe Lichtgeschwindigkeit c‘ also c = c‘!

    Diese Gleichung ist natürlich nur dann richtig, wenn v = v‘ = 0 beträgt. Bei v‘ > v wird dies zur Ungleichung! Um die Ungleichung zu kaschieren wird eine Korrektur(ein faules Ei) benötigt und diese Korrektur wird natürlich hergeleitet so dass für jedes v größer 0 die Gleichung für die Koordinate X und t‘ wieder stimmt. Dies führt aber zur Ungleichung von t ungleich t‘. Diese kann aber nicht durch ein weiteres faules Ei kaschiert werden also wird einfach postuliert, dass im „bewegtem“ IS‘ die Zeit t‘ langsamer vergehe.

    Und so entstand, meiner bescheidenen Meinung nach, das Märchen der Längen und Zeit-Dehnung.

    Des weiteren möchte ich bemerken, dass ein Beobachter im bewegtem IS‘ eine „Längenverkürzung“ nicht bemerken kann. Denn wenn sich die Länge des Maßstabe verkürzt, dann verkürzt sich eben alles!! auch das Raumschiff!! Für ihn sieht also alles „Normal“ aus. Und der Beobachter im „ruhendem“ IS kann nicht im fremdem IS‘ messen! Ein Beobachter kann nur im eigenem System eine Messung vornehmen.

    Fazit: Ich ein Laie, betrachte die Lorentz-Transformation als eine mathematische Spielerei.

    Für mich hat es den Anschein, dass die Relativitätstheorien damals aus Politischen Gründen postuliert wurden. Und dass der Falsifizierungsprozess von Anfang an unterdrückt wurde (1922).

    Einen Lüge hat aber auf Dauer keinen Bestand.

  7. Herbert Sommer

    Eines ist bei dieser Angelegenheit der Lichtgeschwindigkeitsmessung wirklich nicht begreiflich, und zwar die weitverbreitete und völlig unbegründete Missachtung folgender Tatsachen:

    1) Viele Jahre vor Einsteins Theorie, berechnete Heaviside, aus den noch heute gültigen Maxwell-Gleichungen, dass die Kraftfelder absolut bewegter Kraftquellen sich in der Bewegungsrichtung dieser Kraftzentren kontrahieren müssen, und dass infolge dessen, jeder im Raum absolut bewegte Körper, dessen Länge durch die Gleichgewichtsabstände entgegengesetzter Kräfte bestimmt ist (was ja bei allen physikalischen, aus Atomen zusammengesetzten, Körpern zutrifft) sich in Abhängigkeit seiner absoluten Geschwindigkeit um den Faktor Gamma verkürzen muss.

    2) Kurz danach, bestätigte Larmor die Berechnungen von Heaviside und fügte hinzu, dass die inneren Schwingungsvorgänge von Elektronen, Atomen, Molekülen, und deren Strukturen in diesen, nur aus elementaren Kraftquellen zusammengesezten Körpern, auch in Abhängigkeit ihrer absoluten Geschwindigkeit im Raum, sich zusätzlich um den gleichen Faktor Gamma verlangsamen müssen.

    3) Gleichzeitig, also auch einige Jahre vor Einstein, bestätigte Lorentz theoretisch alle diese wissenschaftlichen Berechnungen und bewies dazu, dass sich nicht nur die Kraftfelder, sondern auch ihre Kraftquellen selbst, elliptisch verformen, d.h. verkürzen müssen.

    Niemand hat bisher diese Berechnungen physikalisch oder mathematisch widerlegen können, und am wenigsten die, die ohne jede Fachkenntnis und Beweisführung so überzeugt daran zweifeln.

    Solange also, niemand das Gegenteil von 1), 2) und 3) beweisen kann, sollte es für Jedermann, der logisch denkt, als wahr und richtig gelten.

    Wenn das so ist, dann ist es völlig unlogisch, die Längenänderung eines Interferometers bei einer Änderung seiner Eigengeschwindigkeit, wie im Falle der Erdumlaufsbewegung, zu verneinen. Insbesondere, zumal dieser physikalisch und mathematisch einwandfrei hergeleitete Umstand, gerade das beobachtete Verhalten der genau vorberechneten Kompensation der veränderten Lichtlaufzeit durch die auch veränderte Lichtlaufstrecke des Interferometers voraussagt, die die andernfalls beobachbare Interferenzstreifenverschiebung genau anulliert.

    Und das ist es ja, was man bei der Lichtgeschwindigkeitsmessung mit dem Interferometer gerade “feststellen” kann. Es ist also nicht so, dass man “nichts beobachtet”, sondern im Gegenteil, dass man gerade die exakte, ausgleichende Wirkung der durch drei der bedeutendsten Physiker des vorigen Jahrhunderts wissenschaftlich richtig vorberechneten Veränderung der Lichtlaufstrecke im Gerät auf die zwangsläufig auch veränderte Zweiweglaufzeit des Lichtes im selben nun bewegten Gerät direkt und augenscheinlich nachweisen und “feststellen” kann! – Sechsmal kurz gelacht!

    Von einem entgegengesetzten, überzeugenden Argument dürfte man zumindest eine fachmännische, physikalisch-theoretische Beweisführung, und nicht nur eine persönliche Meinung erwarten.

    Mit freundlichen Grüssen
    Herbert Sommer

  8. Helmut Hille

    Zur wechselnden Ansicht des Mondes könnte auch die Hypothese einführen, eine schwankende Population von „Lichtfressern“ hätte das jeweils fehlende Mondlicht vertilgt (und das fehlende Mondlicht würde so die Existenz von Lichtfressern „beweisen“ – Forschheit würde so für Forschung gehalten). Diese „Lichtfresser“ könnte man auch für schwarze Löcher verantwortlich machen, an Stelle einer Überlichtgeschwindigkeiten erzeugenden Gravitation, gegen die selbst das superschnelle Licht nicht ankommt. Auch der optische Horizont, der sich durch mit Überlichtgeschwindigkeit entfernenden Lichtquellen ergibt, (die Dunkelheit am „Rande“ des Universums und vielleicht auch noch an vielen anderen Stellen*), ließe sich mühelos durch solche „Lichtfresser“ „erklären“, wodurch Einsteins eigennützige These, daß nichts schneller als das Licht sein kann – um seine Lorentztransformationen vor unsinnigen negativen Lösungen zu bewahren – wiedereinmal scheinbar gerettet würde. Doch wer „erklärt“ uns die Lichtfresser? Wer mit Hypothesen statt mit Einsichten arbeitet, wird sich zuletzt in einem Wald von Hypothesen verirren. Und als Wissenschaftler sollten wir uns Fakten nicht relativieren lassen, sondern fähig sein, sie so zu nehmen, wie sie sind. Nur das kann niemals verkehrt sein!

  9. Helmut Hille

    „Bewegung“ unbelebter Dinge ist immer nur ein Bewegungs-EINDRUCK, der sich ergibt, wenn ein Beobachter ein Objekt (z.B. einen Himmelskörper) zu einen anderen Körper (neuerdings die Hintergrundstrahlung) in Beziehung setzt. Objektiv jedoch verharren unbelebte Körper von sich aus in ihrem Zustand, gleich ob wir sie als „bewegt“ oder „ruhend“ einschätzen (Newton, 1. Axiom). Das ist eine fachmännische, physikalisch-theoretische Beweisführung solange Newton nicht widerlegt ist. – Wenn ein Komet zu strahlen anfängt, dann infolge der auf ihn einwirkenden Teilchen des Sonnenwindes, d.h. aufgrund einer objektiven Ursache. Aber dass er sich „bewegt“ erkennt nur ein vergleichendes Gedächtnis, das jedoch nichts verursachen kann.

  10. Peter Rösch

    Zu 7.:

    Ganz nebenbei – ein nicht minder berühmter Zeitgenosse der dort aufgezählten Koryphäen, nämlich Oliver Lodge, ist davon ausgegangen, daß der zur Interferometerbewegung längsliegende Balken nicht kontrahiert, sondern stattdessen der Querbalken sich verlängert. Ausgeführt in: „Der Weltäther“.

  11. Herbert Sommer

    Zu 10.:

    Ja, das stimmt, freilich. Auch Lorentz erwähnte in einer seiner Vorlesungen diese, aus den beiden einzigen Möglichkeiten folgende, logische Hypothese zum Ausgleich der beim bewegten Interferometer unterschiedlichen Lichtlaufzeiten. Doch in der Tat ergibt sich nicht die transversale, sondern die longitudinale Längenänderung “in Bewegungsrichtung”, wie von Lorentz 1895 und von Larmor 1900 berechnet und buchstäblich auch so ausgedrückt wurde (Siehe z.B. “Aether and Matter” von Joseph Larmor).

    Dass es so ist, und nicht anders herum, beruht auf der Tatsache der Energieträgheit, die alle Energie- und Kraftübertragungen im Raum verzögert. Die bei der wirklichen Bewegung eines Körpers dauernde absolute Ortsveränderung der entgegengesetzt wechselwirkenden atomaren und molekularen Kraftzentren im Raum wird auch dabei dauernd verzögert wiederhergestellt, doch durch die Verzögerung der retardierten Maxwell-Potentiale schrumpfen die Kraftfelder zusammen, verkürzen sich dadurch alle Gleichgewichtsabstände zwischen den Kraftzentren, und im Endeffekt verkürzt sich auch in seiner ganzen Länge der aus ihnen zusammengesetzte Körper, “in Bewegungsrichtung”. Und selbstverständlich, auch der longitudinale Arm des Michelson-Interferometers.

    Die Trägheit der Energie ist übrigens auch für die Verzögerung von Energieumwandlungen, und damit von Schwingungsvorgängen (z.B. Uhren) in absolut bewegten Systemen, verantwortlich.

    Das ist in Worten, was die elektrodynamischen Gesetze bestimmen und die mathematische Berechnung voraussagt.

    Dementsprechend verhält sich auch ein Michelson-Interferometer bei der Änderung seiner Geschwindigkeit gegenüber dem Licht irgend eines gegebenen Sterns, und das ist auch der Grund für das anomale Ausbleiben der Interferenzstreifenverschiebung, die anderenfalls bei den Geschwindigkeitsänderungen der Erde in ihren Umlauf um die Sonne ohne weiteres beobachtet werden würde und müsste.

    Mit freundlichen Grüssen.
    Herbert Sommer

  12. Helmut Hille

    Da „die Bewegung“ unbelebter Dinge nur im Kopf des vergleichenden Beobachters existiert, kann sich auch am Interferometer von Michelson keine zeigen. Alle mathematischen und scheinbar physikalischen Erklärungen von Einstein bis Sommer sind Schrott. Nur die Klärung der Beobachterrolle und die richtige Verwendung der Begriffe kann die Wissenschaft weiter bringen. Doch so ist die Diskussion hinter Newton zurückgefallen, der sachlich richtig festgestellt hat, dass (unbelebte) Körper in ihrem Zustand verharren, gleich ob Menschen sie ruhend oder bewegt sehen. (1. Axiom)

  13. Herbert Sommer

    Im Zusammenhang mit der hier diskutierten Längenkontraktion der wirklich, und nicht nur relativ, bewegten Körper, möchte ich auf folgenden Abschnitt des Blogeintrags von Jocelyne Lopez vom 1.Dezember 2013 hinweisen:

    “ Die sprachliche Unschärfe ist jedoch im Falle der Relativisten nicht auf Mangel an Sprachtalent und Kommunikationsbestreben zurückzuführen, sondern ganz eindeutig als Methode angewandt: Es ist ersichtlich, dass deren Sprache nicht zur Erklärung der Theorie dient, sondern im Gegenteil einzig zu ihrer Verschleierung.
    So ist auch zu verstehen, dass zum Beispiel ein eingefleischter Relativist und Profi-Aufklärer wie Markus Pössel (der zum Netzwerk des Internet-Prangers „RelativKritisch/Alpha Centauri” gehört) monate- und jahrelang versucht hat, den ganz einfach zu verstehenden Sachverhalt sprachlich zu verschleiern, dass bei dem physikalischen Ereignis „Längenkontraktion“ zwangsläufig eine materielle Veränderung des Objekts stattfindet, wobei hier für ihn unbedingt zu verschleiern gilt, dass dieses physikalische Ereignis „Längenkontraktion“ in der Speziellen Relativitätstheorie nicht stattfindet – und auch wegen dem Fehlen einer physikalischen Kausalität nicht stattfinden kann.”

    Ende des Zitats.

    Besser und kürzer kann man es nicht ausdrücken:

    Wenn es das physikalische Ereignis “Längenkontraktion” tatsächlich gibt, dann muss zwangsläufig eine materielle Veränderung des Objekts stattfinden, worüber die Lorentz-Theorie eine vernünftige, wissenschaftlich gut begründete Erklärung liefert, und die Einstein-Theorie sich infolgedessen als falsch und überflüssig erweist.

    Wenn es sich aber nur um eine durch Versetzung der Uhrzeiger ergebende, messtechnische Verzerrung handelt, dann beschreibt und erklärt die Einstein-Theorie keine physikalische Erscheinung und hat infolgedessen in der Physik nichts zu suchen.

    In beiden Fällen ist die Einstein-Theorie physikalisch bedeutungslos und keinesfalls “eine der grössten Errungenschaften des menschlichen Geistes”, wie man sie in den Medien darstellt.

    Es stimmt schon, dass infolge der wirklichen, ungleichen Veränderungen in der Länge, Masse und Eigenperioden bei ungleich bewegten Systemen, sich die von Einstein, in unvollständiger und ungeschickter Weise behauptete Symmetrie der gegenseitigen Beurteilung relativbewegter Systeme tatsächlich ergibt. Doch dieser Umstand wurde auch schon früher von Lorentz als unvermeidliche Folgeerscheinung der Asymmetrie der Messinstrumente angedeutet und als “korrespondierende Zustände” bezeichnet.

    Die Interpretation durch Einstein der symmetrischen Lorentzgleichungen betrifft also nur den zweiten Teil der Lorentz-Theorie, ohne Angabe der physikalischen Ursachen der Erscheinung. Seine spezielle Relativitätstheorie ist also nicht nur ein getreuer Widerhall von Poincarés Standpunkt und Argumente, sondern auch eine unvollständige Theorie mit zahlreichen begrifflichen Fehlern und Widersprüchen.

    Der Verzicht auf den Äther, den er übrigens nach fünfzehn Jahren wiederherstellte, brachte auch physikalisch nichts Neues, denn der abstrakte, nichtsubstantielle, unbewegliche, den ganzen Raum ausfüllende Äther stellt in der Lorentz-Theorie nichts anderes dar, als das Bezugssystem der Lichtausbreitung und ist damit dem Raum selbst gleichwertig.

    Wenn man dies alles berücksichtigt, sowie den Umstand, dass in den letzten Jahren die Hintergrundstrahlung, das Satelliten-Ortungssystem, der Sagnakeffekt, die Teilchebescleuniger und sämtliche experimentelle Ergebnisse die Asymmetrie der relativistischen Effekte nach der vernachlässigten Theorie von Lorentz bestätigen, dann ist es nicht verwunderlich, dass die Einstein-Relativisten, als einzigen Ausweg, ihre Theorie immer mehr verschleiern müssen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Herbert Sommer

  14. Helmut Hille

    Da Relativisten Geistiges nicht gelten lassen, sind für Messgrößen reale Dinge, die sie zu untersuchen versuchen, z.B. mit Uhren, welche die Zeit (Maß der Dauer) messen würden, die sie durch Änderung der Randbedingungen ihres Ganges zum Abweichen bringen. Aber wie kann man überhaupt von einer Abweichung sprechen, wenn es keine in Normen festgeschriebene und überall gültige Maßeinheiten gibt, für deren penible Einhaltung die Eichämter sorgen??? Was Relativisten machen, sind ganz banale Uhrenvergleiche, z.B. zwischen 2 Atomuhren, von denen eine in den freien Fall gebracht wurde, ohne jeden darüber hinaus gehenden Aussagewert. Und das wollen Wissenschaftler sein, die von den einfachsten Voraussetzungen ihres Faches nicht nur nichts verstehen, sondern sie auch noch bestreiten und sich selbst für die größten Schlaumeier halten.

  15. Herbert Sommer

    Ich komme wieder zurück auf den Blogeintrag von Jocelyne Lopez vom 13. Dezember 2013 und ihr dort angegebenes Zitat vom 12. Dezember mit folgendem Wortlaut:

    “ 2. Verkürzt sich ein bewegtes Objekt materiell, dann ist die Spezielle Relativitätstheorie auch im Eimer und die Äther-Theorie von Lorentz ist gültig, die eine materielle Verkürzung der bewegten Objekte in Bewegungsrichtung aufgrund des Widerstandes des Äthers postuliert. Spezielle Relativitätstheorie ad acta.”

    Ich bin mit dieser logischen Überlegung völlig einverstanden, möchte dazu jedoch nur darauf hinweisen, dass in der irrtümlich bezeichneten Äthertheorie von Lorentz, der dort deutlich “hypothetische”, abstrakte Äther, überhaupt keinen Widerstand auf irgend etwas leisten kann, da er ausdrücklich als nicht materiell gedacht war. Als Eigenschaft hat er nur Ausdehnung. Wie Max Born ganz richtig erkannte, ist der Äther von Lorentz also nichts anderes als der bekannte und sinnlich deutlich wahrnehmbare Newtonsche absolute Raum, der in seiner Theorie nur die Rolle eines Bezugssystems für die Lichtausbreitung spielt. Und sonst weiter nichts.

    Wie ich schon in dieser Diskussion betont habe, erfolgen die materiellen Änderungen absolut bewegter Körper nicht durch die Einwirkung irgend welcher Widerstands- oder Reibungskräfte im Äther, sondern lediglich durch die von der Trägheit der Energie verursachte Verzögerung der Kraft- und Energieübertragung zwischen benachbarten Orten des absoluten, kosmischen Raumes der Astrophysik. Wie sich, bei einem dauernden Ortswechsel von Kraftzentren, diese Verzögerung auf die auch dauernde Neueinstellung ihrer Gleichgewichtsabstände auswirkt, wurde übereinstimmend und unwiderlegbar von Heaviside, Larmor und Lorentz als Änderung dieser Abstände rechnerisch vorausgesagt.

    Ganz unabhängig von den unterschiedlichen und unvermeidlich subjektiven, philosophischen Meinungen, handelt es sich hierbei um physikalische, instrumentell messbare, reproduzierbare Tatsachen und ihre logischen, rein objektiven Rückschlüsse. Was man in der Physik quantitativ beschreibt, ist der Zusammenhang von objektiven Instrumentanzeigen und ihre Rationalisierung. Das macht die wirkliche Physik aussagekräftig und nicht die mystisch-dogmatischen Vorstellungen über Raum und Zeit, oder gar Raumzeit, die man geistig und subjektiv über die Wirklichkeit ersinnen mag.

    Ich fühle mich übrigens von Herrn Hille sehr geehrt, wenn er mich mit Lorentz irgendwie in Zusammenhang bringt, denn “mein” Schrott ist gerade der Schrott des sicherlich bedeutendsten Physikers und Nobelpreisträgers des letzten Jahrhunderts. Ich danke sehr dafür.

    Mit freundlichen Grüssen
    Herbert Sommer

  16. Helmut Hille

    Es gibt scheinbare und wahre Bewegungen. Die scheinbaren existieren nur im Anschauungsraum des Beobachters, wenn er Objekte geistig miteinander verknüpft, wodurch sie für ihn dann relativ zueinander ihren Abstand halten oder nicht. Sie selbst verharren dabei jedoch kraftfrei in ihrem Zustand. Die „wahre Bewegung“ wird durch das Einwirken von Kräften erzeugt, die unabhängig von einem Beobachter eine Zustandsänderung bewirken. Macht man diese Unterscheidung zwischen scheinbar und wahr/real nicht, weiß man eigentlich nicht, von was man spricht.
    Der Glaube, zur Aufrechterhaltung einer gleichförmig-geradlinigen Bewegung bedarf es einer Kraft, ist aristotelisches-scholastisches Gedankengut, dem sowohl Descartes als auch Newton widersprochen haben. In Newtons Principia heißt es in Definition III (nach Ed Dellian): „Die der Materie eingepflanzte Kraft ist die Fähigkeit Widerstand zu leisten, durch die jeder Körper VON SICH AUS im Zustand der Ruhe oder der gleichförmig-geradlinigen Bewegung verharrt.“ (Astronomische) Körper bedürfen also nicht eines sie haltenden absoluten Raumes (oder Äthers), da sie die Fähigkeit des Verharrens VON SICH AUS haben! Gerade Newtons Physik bedarf also keines absoluten Bezugssystems, weshalb er die subjektive Größe v mathematisch verschwinden lässt und nur mit der Differenz von Geschwindigkeiten arbeitet, als Zeichen einer objektiv einwirkenden Kraft.

    […] editiert von J. Lopez: Der Umgangston ist mir zu rau bzw. zu persönlich.

    mfG
    H. Hille

  17. Herbert Sommer

    Es ist sehr erfreulich, wenn man sich über Grundbegriffe einigen kann. Auch aus meiner Sicht war Newton ein sehr scharfsinniger, logischer und realistischer Denker, der aus den damaligen wissenschaftlichen Erkenntnissen sehr wichtige Konsequenzen zog.

    Bei dem damaligen Stand der Technik zeigte die Erfahrung, dass der einem Körper mitgeteilte Impuls direkt proportional zur damit verursachten Geschwindigkeitsänderung war. Der dabei allgemein als träge Masse bezeichnete Proportionalitätsfaktor m, erwies sich bei der damals technisch erreichbaren Präzision als unveränderlich bei allen bis dahin beobachteten Geschwindigkeiten.

    Doch allmälich wurde bei der Geschwindigkeitsmessung von viel schnelleren Objekten, wie den hochbeschleunigten Elektronen und Ionen der Kathoden- und Kanalstrahlen festgestellt, dass dieser Proportionalitätsfaktor gar nicht konstant ist, sondern mit der Geschwindigkeit exponentiell zunimmt, sodass jede zusätzliche Beschleunigung zunehmend kleiner wird, gegen Null strebt, und das bewegte Objekt schliesslich eine bestimmte, unüberwindbare Grenzgeschwindigkeit erreicht, die man mit dem denkbar grössten Energieaufwand nicht übertreffen kann. Auch das Licht kann es nicht.

    Die als Masse bezeichnete Trägheit der Körper nimmt also in der Wirklichkeit exponentiell mit deren Geschwindigkeit und direkt proportional zur zugeführten Energie zu!

    Wenn aber die Masse eines Objektes seinem Energieinhalt proportional zunimmt, dann ist es ganz klar, dass die Energie selbst Trägheit, also Masse, besitzt.

    Und diese, viele Jahre vor Einstein, experimentell beobachtete und theoretisch gedeutete Trägheit der Energie stellt die einzige und wirkliche Ursache aller relativistischen, physikalischen Erscheinungen dar (Abhängigkeit der Massen, Dimensionen und Eigenperioden der physikalischen Objekte von ihrem kinetischen und potentiellen Energieinhalt). Das ist nun mal so und kann jederzeit objektiv und experimentell leicht nachgeprüft werden, auch wenn jemand sich darüber nicht besonders glücklich fühlen mag, weil es zu seinen Vorstellungen der Wirklichkeit nicht passt.

    Mit freundlichen Grüssen.
    Herbert Sommer

  18. Helmut Hille

    Lieber Herr Sommer,
    hoffentlich ist meine Darstellung nicht zu persönlich und rau, wenn ich Ihnen entgegenhalte, dass es gar keine Sache „Masse“ gibt, sondern sie nur das Maß der Trägheit ist. Und wenn sich beschleunigende Kraft und beschleunigtes Objekt sich der Geschwindigkeit der Kraft durch deren Wirken annähern, nimmt eben der Widerstand des Objekts ab und verschwindet ganz, wenn beide gleich schnell sind. Das hat weder mit den Objekten noch mit deren Geschwindigkeit zu tun, sondern nur mit der Wechselwirkung von Objekten. Ein wenig Sachverstand genügt, um das zu verstehen. Kann ich also noch hoffen?
    Mit ganz freundlichen Grüßen
    Ihr Helmut Hille

    Also auch Energie ist keine Sache, sondern das Maß der Arbeit, die eine Sache leisten kann. Wir wissen eigentlich gar nichts von Sachen, sondern nur von deren Reaktionen, wenn auf sie eingewirkt wird. Die Wahrheit ist in der richtigen Verwendung der Sprache zu finden.

  19. Helmut Hille

    In der ganzen menschlichen Erfahrung gibt es kein Ereignis, durch das ein beschleunigtes Objekt schneller als die beschleunigende Ursache werden konnte. Wenn der Hans den Franz schlagen möchte kann er das nur, wenn er schneller als der Franz ist, ansonsten laufen sie wechselwirkungslos hintereinander her. Was gibt es daran nicht zu verstehen, so dass man auf „Erklärungen“ von Einstein angewiesen ist? Wer solche braucht hat wie er keinen Sachverstand. Das ist weder rau noch persönlich gemeint sondern eine allgemeine Tatsache. Sachverstand ist die Fähigkeit von der Sache her zu denken. Wem es aber an Empathie fehlt, kann sich in sein Gegenüber nicht hineinversetzen, seien es Personen, Tiere oder physikalische Objekte.
    Alle ganz lieb und freundlich grüßend
    Euer Helmut

  20. Herbert Sommer

    Lieber Herr Hille:

    Die Meinungsgleichheit ist immer sehr angenehm, aber nicht so anregend und interessant, wie eine freundliche Meinungsverschiedenheit. Also:

    Ihre Darstellung der Ursache einer Grenzgeschwindigkeit könnte eine sinnvolle Erklärung sein, wenn sich in der Wirklichkeit nicht Folgendes ergeben würde:

    Die Trägheit äussert sich nicht nur als Widerstand gegen eine Beschleunigung, sondern auch als eine Kraft, die der beschleunigte Körper ausübt, wenn man versucht ihn zu stoppen. Und nun ergibt sich, dass die dazu erforderliche Kraft über alle Grenzen wächst, wenn der Körper sich der Grenzgeschwindigkeit nähert. Dabei ist er bis dahin immer nur mit der unverändert kleinen beschleunigenden Kraft angetrieben worden.

    Das heisst, entgegen Ihrer Darstellung, dass die antreibende Kraft praktisch nicht mehr wirkt, wenn der beschleunigte Körper die gleiche Geschwindigkeit wie die Kraft erreicht hat, stellt man im Versuch fest, dass bei gleichbleibender Kraft, die Geschwindigkeit immer weniger zunimmt, jedoch die aufgewandte Arbeit immer grösser wird, solange die Kraft weiter den Körper begleitet ( ! ). Das bedeutet aber, dass trotz weiter bestehendem Arbeitsaufwand, die antreibende Kraft den Körper praktisch nicht weiter beschleunigen kann, was ohne Zweifel auf eine ständige Zunahme nicht nur seiner Bewegungsenergie, sondern auch seiner Trägheit hinweist, wie es sich nun dann beim Abbremsen experimentell sehr deutlich beobachten lässt.

    Da dabei Trägheit und Energie messbar gleichzeitig zunehmen, liegt es auf der Hand daraus zu schliessen, dass beide einander proportional sind. Die Energie besitzt oder vermittelt also Trägheit und der Energieinhalt eines Körpers bestimmt daher seine, auch als Masse bezeichnete Trägheit, weil sie gleichzeitig auch sein Gewicht in einem Schwerefeld bestimmt.

    Herr Hille, ich habe mehrmals festgestell, dass in der Physik nicht immer das was man glaubt, meint, wünscht oder denkt, tatsächlich zutrifft, sondern nur das was man sachlich beobachtet und quantitativ auswertet. In der Wirklichkeit laufen nicht der Hans und der Franz wechselwirkungslos hintereinander her. Es wirkt vielmehr andauernd eine Kraft auf einen widerstandsleistenden, zunehmend trägen Körper entlang eines Weges. Dem entspricht auch ein ständig zunehmender Arbeitsaufwand beim Beschleuniger und eine dadurch ständige Energieaufnahme des angetriebenen Körpers, bei abnehmendem Geschwindigkeitszuwachs. Energieinhalt und Trägheit erweisen sich dabei als direkt proportional.

    Man kann die Anerkennung der Wirklichkeit vielleicht Materialismus nennen, aber eigentlich handelt es sich um nichts anderes als um bescheidene Sachlichkeit.

    Und das gilt auch sowohl für die Längenänderung eines Körpers in Abhängigkeit der Wärme-, als auch der wesensgleichen, absoluten Bewegungsenergie. Wie Sie ganz richtig sagen, ein wenig Sachverstand genügt, um all das tatsächlich ohne Einstein zu verstehen. Kann auch ich also noch hoffen?

    Mit freundlichen Grüssen
    Herbert Sommer

  21. Helmut Hille

    Die Trägheit, d.h. der Widerstand gegen eine Beschleunigung nimmt ab, je mehr die Geschwindigkeit des beschleunigten Objekts sich der des sie beschleunigenden nähert und wird beim Erreichen der Quellgeschwindigkeit Null (dann hat der beschleunigende Körper seine Bewegungsenergie auf den beschleunigten übertragen – mehr geht nicht!). Newton, 3. Axiom: reactio = actio oder umgekehrt. Wo keine actio mehr, da auch keine reaction, das ist eine sich ganz natürlich sich ergebende Grenzgeschwindigkeit. Was gibt bei richtigem Sprachgebrauch es daran nicht zu verstehen???
    Ich glaube nicht, dass ich mich hier nochmals äußern werde, habe ich doch alles gesagt, wie es sich bei lebenslanger Erfahrung und als Ingenieur darstellt.
    Gruß
    Hille

  22. Helmut Hille

    Lieber Herr Sommer,
    es gibt ein ganz einfaches Kriterium um zu prüfen, inwieweit man noch auf dem Holzweg ist: ist das auch Einsteins These, dann ist es noch irrig. Allerdings ist nicht jede von AE abweichende Überzeugung dann automatisch richtig, was wieder viele Kritiker von AE glauben. „Die Wahrheit liegt im richtigen Gebrauch der Sprache“ (Ingeborg Bachmann) Das stimmt insbesondere beim RT-Komplex, der völlig sprachunkritisch ist, so dass deren Anhänger eigentlich gar nicht wissen, von was sie sprechen. Sie sollten also von denen keine These übernehmen.
    Von jemand, der es gut mit Ihnen meint.

    Mit freundlichen Grüßen
    Helmut Hille

  23. Herbert Sommer

    Lieber Herr Hille,

    Auch ich bin ganz dieser Meinung. Die Vernunft erfordert :

    1. Die Anerkennung der Wirklichkeit, darunter also der Ergebnisse sorgfältig durchgeführter und aufrichtig wiedergegebener Versuchstatsachen.

    2. Die widerspruchsfreie, logische Rationalisierung dieser experimentellen Tatsachen in einer erklärenden, andeutenden, vernunftsverträglichen und hinweisenden Hypothese, die mit allen anderen bereits auch als vernünftig zugegebenen Erkenntnisse verträglich ist.

    3. Die dabei kontrollierte Logik aller Ansätze und Richtigkeit der mathematischen Schritte.

    4. Die Unabhängigkeit von jeder hiervon abweichenden Meinung, auch wenn sie von der Mehrheit vertreten wird.

    Bei meiner Stellungnahme gegenüber der experimentell nachweislich festgestellten physikalischen Tatsachen der als relativistisch bezeichneten Physik habe ich mich streng danach gerichtet, bin aber jederzeit bereit meine Meinung gegenüber anderen, nach den angeführten Richtlinien, besser rationalisierenden Meinungen zu ändern.

    Mit freundlichen Grüssen.
    Herbert Sommer