Relativitätstheorie: Kultur des Verschweigens und der Verschleierung

von Jocelyne Lopez

Ich verweise auf Austausche im MAHAG-Forum über den Einsatz der Sprache bei der Aufklärung der Relativitätstheorie:

01.12.2013 – Zitat von McDaniel-77:

[…] Wenn man einmal verstanden hat, dass alles nur auf klitzekleinen Elementar-ladungen aufbaut, dann wird es relativ einfach zum Verstehen, aber ziemlich schwierig zu erklären. […]

01.12.2013 – Zitat von Jocelyne Lopez:

Das trifft für viele Vorgänge in der Wissenschaft und in der Gesellschaft zu: Viele Sachen sind für die überwiegende Anzahl der Menschen aus ihrem gesunden Menschenverstand heraus ganz einfach zu verstehen (im Kopf), aber schwierig zur erklären (über die Sprache).

Hier möchte ich Wolfgang Herrig  in seinem Blog bei Sci-Log/Spektrum der Wissenschat zitieren:

Zitat von Wolfgang Herrig: Briefe aus meiner Mühle :

 […] “Von daher sollten gerade die Schwachpunkte von Theorien die größte Aufmerksamkeit auf sich lenken. Was man stattdessen findet ist aber eine Kultur des Verschweigens und der sprachlichen Unschärfe… […] Wie man findet oder wie es scheint, ist die sprachliche Unschärfe an solchen Stellen im Text keineswegs zufällig. Sprache dient seit jeher in allen menschlichen Bereichen, auch und gerade in der Naturphilosophie, sowohl zur Erklärung des Gewollten als auch zur Verschleierung des Unerwünschten. Keine Mathematik der Welt kann daran etwas ändern.” […]

NB von J. Lopez: Anzumerken ist, dass alle Beiträge von Wolfgang Herrig jetzt aus der Zensur-Plattform „SciLogs / Spektrum der Wissenschaft“ verschwunden sind. Die konsequent angesetzte sprachliche Unschärfe der Mainstream „Wissenschaftler“ war offensichtlich nicht genug zur Verteidigung ihrer Schrott-Theorie, man verbietet den Kritikern komplett das Wort, sicher ist sicher…
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Die sprachliche Unschärfe ist jedoch im Falle der Relativisten nicht auf Mangel an Sprachtalent und Kommunika-tionsbestreben zurückzuführen, sondern ganz eindeutig als Methode angewandt: Es ist ersichtlich, dass deren Sprache nicht zur Erklärung der Theorie dient, sondern im Gegenteil einzig zu ihrer Verschleierung.

So ist auch zu verstehen, dass zum Beispiel ein eingefleischter Relativist und Profi-Aufklärer wie Markus Pössel (der zum Netzwerk des Internet-Prangers „RelativKritisch/Alpha Centauri” gehört) monate- und jahrelang versucht hat, den ganz einfach zu verstehenden Sachverhalt sprachlich zu verschleiern, dass bei dem physikalischen Ereignis „Längenkontraktion“ zwangsläufig eine materielle Veränderung des Objekts stattfindet, wobei hier für ihn unbedingt zu verschleiern gilt, dass dieses physikalische Ereignis „Längenkontraktion“ in der Speziellen Relativitätstheorie  nicht stattfindet – und auch wegen dem Fehlen einer physikalischen Kausalität nicht stattfinden kann.

Die Sprache dient zwar primär und ursprünglich zur Verständigung zwischen Menschen in einer Sprachgemeinde und zum Transport von Informationen, sie kann jedoch auch missbraucht werden, um gezielt die Verständigung zwischen Menschen und den Transport von Informationen zu verhindern. Der Fall Relativitätstheorie demonstriert es eklatant in der Wissenschaft.

Die mathematische Sprache ist auch nicht besser zur Aufklärung einer Theorie und zum Transport von Informationen in der mathematischen Gemeinde: Wie man es zum Beispiel hier im Forum seitenlang seit Jahren erleben kann, streiten sich die Mathematiker endlos im Kreis über die Richtigkeit oder die Falschheit von Formeln und von deren Interpretationen, bis man vor lauter Langeweile vom Stuhl fällt…  Hier wird auch die Relevanz der Aussage von Wolfgang Herrig konkret demonstriert: “Sprache dient seit jeher in allen menschlichen Bereichen, auch und gerade in der Natur-philosophie, sowohl zur Erklärung des Gewollten als auch zur Verschleierung des Unerwünschten. Keine Mathematik der Welt kann daran etwas ändern.”

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Eine Antwort zu “Relativitätstheorie: Kultur des Verschweigens und der Verschleierung”

  1. Helmut Hille

    Relativitätstheorie ist Sprachschluderei
    „Sprachvergessenheit ist zum Kennzeichen der Naturwissenschaften geworden.“ (Peter Janisch)
    Aller geistige Niedergang zeigt sich zuerst am falschen Gebrauch der Begriffe. Relativisten haben bewährte wissenschaftliche Begriffe sich nach eigenem Verständnis ausgelegt, ohne sich Rechenschaft darüber zu geben, und benutzen so unkritisch einen selbstgeschaffenen Jargon (Sondersprache), mit denen sie sich untereinander verständigen. Von geistigen Dingen wie von physikalischen Messgrößen sowie von den Ordnungsmustern Raum und Zeit sprechen sie wie von realen Gegenständen, als wären sie das objektiv Gegebene, von physikalischen Dingen dagegen wie von etwas Biologischem („bewegt sich“, „pflanzt sich fort“ – mangels entsprechender Organe tun sie jedoch nichts dergl.), d.h. sie wissen in ihrer gedanklichen Unschärfe nicht wirklich, von was sie eigentlich reden, weshalb sie dann bei ihren Urteilen auf ebenso schwammige wie leere Begriffe wie „äquivalent“*, „relativ“, „entsprechend“ u.ä. zurückgreifen müssen. Wo das Geistige nicht beachtet und geachtet wird, achtet man auch nicht auf die Sprache. Relativisten genügt es, wenn sie scheinbar alles berechnen können, ohne es auch noch verstehen zu müssen und preisen dies als „Denkökonomie“. Schon bei einem richtigem Sprachgebrauch gäbe es die Theorie nämlich gleich gar nicht, weil es bereits die Dinge als Dinge gar nicht gibt, mit denen sie argumentiert, bzw. weil gesehene entscheidende Eigenschaften von Dingen wie „ruhend“ und „bewegt“ rein metaphorische Wertungen des Beobachters sind, die auf Unbelebtes in seiner natürlichen Passivität objektiv nicht zutreffen. In beiden Fällen verharren sie – physikalisch ununterscheidbar – lediglich in ihrem Zustand, wenn keine Kraft an sie angreift (Newton 1. Axiom). Der Biologismus ist als Grundfehler der Relativitätstheorie unbehebbar, denn mit seiner Behebung würde auch ihre ganze verfehlte Argumentation und somit sie selbst verschwinden. Einstein 1949 selbst, klüger geworden auf seinem Lebenswerk zurückblickend: „Da ist kein einziger Begriff, von dem ich überzeugt wäre, daß er standhalten wird…“ Das sagt doch eigentlich schon alles.
    *“Was z.B. (Einsteins) Äquivalenzprinzip besagt, das sei so vieldeutig, wie es Autoren gebe, die darüber geschrieben haben.“ (James Anderson, Fundstelle Erhard Scheibe, Die Philosophie der Physiker, München 2006)