Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan

von G.O. Mueller

Aus der Dokumentation von G.O. Mueller Kapitel 2 – Fehlerkatalog
V: Entstehungs- u. Erhaltungsmotive / Fehler Nr. 3 (English Version…):

Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan

Wenn eine völlig haltlose Theorie in der Wissenschaft durchgesetzt und aufrechterhalten werden kann, müssen die Entstehungs- und
Durchsetzungsmotive irrational sein. – Pagels 1985 (S. 106) konstatiert die Spezielle Relativitätstheorie als Katastrophe der Physik und stellt die Frage vieler Kritiker: “Wie konnte das geschehen?” In seiner Beantwortung liefert er mit zwei Planck-Zitaten den Nachweis für sein Urteil, daß das Versagen der Mathematiker entscheidend zur Katastrophe beigetragen hat (S. 106):

Daß die spez. R.th. nunmehr über sieben Jahrzehnte lang als ‘Fundamentaltheorie’ grassiert – das haben Philosophen, Physiker und Mathematiker gemeinsam verschuldet. Dennoch muß man die Mathematiker als die Hauptschuldigen betrachten – denn die ‘relativistische Mathematik’ war immer wieder die letzte Bastion, auf die sich die Relativitätstheoretiker zurückgezogen haben, wenn Kritik sie bedrängte.

‘Wer aber trotzdem von der Meinung nicht loskommen kann, daß die Relativitätstheorie schließlich doch an irgendeinem inneren Widerspruch leidet, der möge bedenken, daß eine Theorie, deren vollständiger Inhalt sich in eine mathematische Formel fassen läßt, sich selber so wenig widersprechen kann, wie es zwei verschiedene Folgerungen tun können, die beide aus der nämlichen Formel fließen. Unsere Anschauungen müssen sich eben nach den Ergebnissen der Formel richten, nicht umgekehrt’ (Planck (1933, 169)).

Daß die Relativitätstheorie logisch unanfechtbar ist, folgt einfach daraus, daß ihre mathematische Formulierung keinerlei Widerspruch aufweist’ (Planck (1932,)).

Die Mathematiker waren also in besonderem Maße verpflichtet, die ‘relativistische Mathematik’ zu prüfen – sie haben es nicht getan; sie haben sogar selbst eifrig ‘relativistische Mathematik’ getrieben (Minkowski, Weyl u. a.).

Die Mathematiker haben also versagt, kläglich versagt.”

Die von Pagels apostrophierte “relativistische Mathematik” ist, wie von Pagels und anderen Kritikern nachge-wiesen, nachweislich eine Mathematik mit falschen physikalischen Bedeutungen – eine Mathematik ohne Bedeutungen gibt es in der Physik nicht. Die Mathematiker hätten auf die richtigen physikalischen Bedeutungen der Formeln und der eingesetzten Größen achten müssen und haben es nicht getan. – Motiv, wenn dies eines sein kann: Verantwortungslosigkeit.

Die Kritik von Pagels an den Mathematikern muß jedoch noch erheblich verschärft werden. Es kommt nämlich noch das Machtbewußtsein hinzu, als Mathematiker eine andere Disziplin erobert zu haben und bedingungslos zu beherrschen, die Physik als besetztes Gebiet. Minkowskis Vortrag 1908 enthält einige verräterische Aussagen hierzu, zitiert nach Abdruck 1958. (S. 57): “Die dreidimensionale Geometrie wird ein Kapitel der vierdimensionalen Physik.” Wobei nur daran zu erinnern ist, daß es eine vierdimensionale Physik nur auf dem Papier gibt: man kann in ihr keine Geräte aufstellen und keine Messungen machen. (S. 60): “Über den Begriff des Raumes in entsprechender Weise hinwegzuschreiten, ist auch wohl nur als Verwegenheit mathematischer Kultur einzutaxieren.” Das Bewußtsein der Verwegenheit war bei den Besatzern also sehr wohl vorhanden. (S. 62): “Um darzutun, daß die Annahme der Gruppe […] für die physikalischen Gesetze nirgends zu einem Widerspruche führt, ist es unumgänglich, eine Revision der gesamten Physik auf Grund der Voraussetzung dieser Gruppe vorzunehmen.”

Man muß sich klarmachen, was Minkowski hier als “unumgänglich” plant: Um ein mathematisches Konstrukt als widerspruchsfrei zu erweisen, muß die gesamte (!) Physik revidiert werden: das kann ein Mathematiker leicht fordern, weil ihm die Physik nichts bedeutet. Hätte jemand gefordert, um eine physikalische Annahme als widerspruchsfrei zu erweisen, die gesamte Mathematik zu revidieren, wäre Minkowski wahrscheinlich ins Grübeln geraten.

Die Bewohner des besetzten Gebiets, die Physiker, haben über die Besatzung gejubelt und wären am liebsten selbst zu Mathematikern geworden: sie waren mit einer Physik nur auf dem Papier völlig zufriedengestellt. Mehr Erfolg kann eine Besatzung nicht haben. Dennoch ist Machtausübung auf dem Felde der Physik ein irrationales Motiv.

Minkowski, Hermann: Raum und Zeit : Vortrag, 80. Naturforscher-Vers., Köln 1908, 21. Sept. In: Naturforschende Gesellschaft, Cöln. Verhandlungen. 80. 1909, S. 4-9. Zugl in: Physikalische Zeitschrift. 20. 1909, S. 104-111. Abdruck in: Das Relativitätsprinzip. Lorentz, Einstein, Minkowski. 6. Aufl. 1958, S. 54 – 66. – Pagels, Kurt: Mathematische Kritik der Speziellen Relativitätstheorie. 2., verb. Aufl. Oberwil b. Zug: Kugler, 1985. 112 S. 1. Aufl. 1983.

13 Antworten zu “Die Mathematiker waren in besonderer Weise verpflichtet, auf die Grenzen der mathematischen Spekulation auf dem Felde der Physik hinzuweisen, haben jedoch das Gegenteil getan”

  1. Helmut Hille

    aus WEGE DES DENKENS:
    „Weil Einstein darüber hinaus physikalische Größen für physikalische Gegenstände hielt,
    mutierte das Bezugssystem zu einer physikalischen Realität – zur Raumzeit,
    mit der er dann das Verhalten der Dinge mathematisch nicht be-schreibt,
    sondern deren Mathematik den Dingen ihr Verhalten vor-schreibt,
    weshalb es ja des Öfteren heißt, dass er die Relativität sich nicht ausgedacht, sondern „entdeckt“ hätte,
    als wäre sie eine real existierende Sache,
    völlig ignorierend, was das Wort „relativ“ eigentlich besagt.

  2. Luitpold Mayr

    Die relativistische Physik arbeitet mit mathematische Formeln, ohne sich über die physikalische Bedeutung der Formeln einig zu sein, ja ohne ihre physikalische Bedeutung überhaupt zu kennen. Polemisch könnte man das Ganze als mittelalterliche Zahlenmystik auf hohem mathematischen Niveau charakterisieren.

    Beispiel: Die unterschiedlichen Auffassungen in der relativistischen Literatur über die Natur der relativistischen Effekt. Zeitdilatation und Längenkontraktion werden von unterschiedlichen Autoren bezeichnet als physikalisch/wirklich/real aber nicht physikalisch/mathematisch/scheinbar/perspektivisch/ auf der relativistischen Definition von Gleichzeitigkeit beruhend.

    Ein anderes Beispiel: Der Satz des Pythagoras soll die Relativität der Zeit beweisen. Weil aus dem Pythagoras der Lorentzfaktor hergeleitet wird, bzw. weil im rechtwinkligen Dreieck die Zeit entsprechend dem Lorentzfaktor variiert, wenn man die Lichtgeschwindigkeit c als konstante Hypotenuse voraussetzt.

  3. Luitpold Mayr

    Einstein selbst zögerte zunächst, als Minkowski 1908 mit der rein mathematisch konstruierten Raumzeit kam, die ohne Rücksicht auf die Wirklichkeit Raum und Zeit als identisch behandelt. Siehe das Einstein-Zitat auf der Startseite hier: „Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.“ Doch letztlich konnte er sich dem Trend nicht entziehen, dem er im Grunde selber anhing und der sich damals in der Wissenschaft durchsetzte. Was man mathematisch konstruieren konnte, wurde unkritisch als Modell der physikalischen Wirklichkeit anerkannt. Dieser Trend hat sich noch verstärkt, insbesondere in der relativistischen Kosmologie. Hier werden stapelweise Bücher geschrieben über mathematische Phantasiegebilde, deren Realität niemals ein Mensch prüfen kann.

  4. Peter Rösch

    **“Seit die Mathematiker über die Relativitätstheorie hergefallen sind, verstehe ich sie selbst nicht mehr.”**
    Sie müssen den witzigen Einstein auch richtig verstehen. Der Satz soll nämlich heißen, daß er, Einstein, die Relativitätstheorie überhaupt nie verstanden hat (wie auch?), denn sie war ja von Anbeginn das Werk eines Mathematikers.

  5. Bernhard Berger

    Die Mathematik der Relativitäts-Idee soll fehlerfrei sein?!

    Mitnichten, und das erkenne ich als Mathematik-Laie mit verbundenen Augen!

    Ist die Lorentz-Transformation (LT) doch deren Grundlage und welche Grundlage wird für die LT verwendet?

    „Das Licht wird in allen IS gleich schnell gemessen egal wie schnell sich das IS selbst bewegt.“

    Es wird eine Formel entwickelt, die eine Transformation von „Maßen“ aus IS‘ zum Koordinatensystem IS verrechnen soll.

    Mir ist dabei aufgefallen, dass der Vektor (x,y,z,t)‘ zu drei Vektoren (x,t)‘, (y,t)‘, (z,t)‘ des IS‘ zerlegt wird.

    Nun werden die drei Koordinaten transformiert mit gemeinsamer globaler zeit t

    x = x‘
    y = y‘
    z = z‘

    Die Rechnung geht aber nicht wenn v ungleich v‘ ist aber c gleich c‘ per Diktat vorausgesetzt wird.

    Und nun kommt etwas, das in meinen Augen „nicht“ zulässig ist! Die Korrektur eines von v abhängigen Korrekturfaktors! um die Formel wird stimmig zu machen. Auf diese weise ist es doch möglich jede beliebige Formel zu korrigieren! 3 = 4! falsch? Ja, aber wenn 3=4*k und k=0.75 gesetzt wird dann stimmt es wieder.

    Hat schon einmal Jemand überprüft ob die Korrektur der Lorentz-Transformation mathematisch und physikalisch überhaupt zulässig ist?

    Wenn man Meter in Zoll umrechnet, dann benötigt man einen Umrechnungsfaktor der durch die unterschiedlichen Maßstäben gegeben ist.

    Aber die Einführung des Korrekturfaktors in der LT mit was wird diese gerechtfertigt? Ist es nicht so, dass der Korrekturfaktor willkürlich eingeführt wurde? Und niemand stößt sich daran?!

    Weiter, wird der Korrekturfaktor in der LT nur auf die X-Koordinate angewendet! Man beachte dies und deshalb wiederhole ich es weil es auch niemand zu sehen schein! NUR auf die X-Koordinate! Ist das zulässig bei einem 3Dimensionalen Vektor?! Müsste es korrekter weise nicht so sein (x,y,z)k ?!

    Statt dessen wird der Korrekturfaktor nur auf X angewendet. Und welche Auswirkungen das für die Teilverktoren y,z haben wird scheinbar auch nicht gesehen.

    Bei v ungleich v‘

    x,t = x’*k, t’*k
    y,t = y‘,t
    z,t = z‘,t

    Ist schon jemandem aufgefallen, dass sich ein 3Dimensionaler Punkt des IS‘ bei v‘ v in zweit unterschiedlichen Zeiten befindet? Die relative X-Position befindet sich in der zeit t‘ und die relativen y,z Positionen befinden sich in der Zeit t – komisch !

    In meinen Augen ist es unzulässig einen „mehrdimensionalen“ Vektor zu zerlegen. Und in meinen Augen ist es auch nicht zulässig eine Ungleichung willkürlich mit einem Korrekturfaktor zu „berichtigen“

    Gruße Bernhard

  6. Michael Istvancsek

    Helmut Hille schreibt:
    “Weil Einstein darüber hinaus physikalische Größen für physikalische Gegenstände hielt, mutierte das Bezugssystem zu einer physikalischen Realität – zur Raumzeit…“
    dem kann ich nur zustimmen,
    ebenso der Aussage von Luitpold Mayr:
    „Die (relativistische) Physik arbeitet mit mathematischen Formeln, ohne sich über die physikalische Bedeutung der Formeln einig zu sein, ja ohne ihre physikalische Bedeutung überhaupt zu kennen.“
    Dazu ein Beispiel:
    Wenn man die Gleichung: v(A)*t = d + v(SK)*t betrachtet, hat das Gleichheitszeichen seine Berechtigung, denn sowohl auf der rechten, wie auch auf der linken Seite haben wir die Maßeinheit Meter, eine Längenmaßeinheit. Will man die Gleichung interpretieren – verstehen -, muss man erkennen, dass sie nur in einer Hinsicht interpretiert werden kann: zur Berechnung einer Streckenlänge, nicht aber als – vollständige – Beschreibung zweier Bewegungen. Die linke Seite beschreibt eine zurückgelegte Strecke, eine Laufstrecke, die rechte Seite addiert eine Strecke mit einer Laufstrecke, addiert Äpfel mit Birnen. Korrekt müsste es heißen: v(A)*t = v(SK)*t‘+ v(SK)*t. Kurz gesagt: in der ersten Gleichung macht man keinen Unterschied zwischen Strecke und Laufstrecke, bzw. zurückgelegter Strecke, die von der Laufzeit abhängt.
    Genau diese Missachtung macht Einstein bei seiner berüchtigten Lichtuhr (ausführlicher – für Interessierte – auf http://www.zenon-achilles-schildkroete.info: Einleitung und letzte Seite genügen).
    Übrigens auch Reinhard Rohmer bemerkt in seinem Artikel „Einstein in der Kritik“, dass Einstein den Unterschied zwischen Lichtweg und Weg in der Invariante: xhoch2 + yhoch2 + zhoch2 – choch2*thoch2 ignoriert.

  7. Bernhard Berger

    Achilles und die Schildkröte …

    … ist kein Paradoxon, sondern der Beweis, dass es nicht wirklich durchdacht war. Dem erstem Anschein nach holt Achilles die Schildkröte bzw. der Opa seinen Enkel niemals ein. Aber eben nur dem Anschein nach und das ist ja so gewollt, dass man mit solchen Beispielen die Zuhörer paralysieren will. Man verschweigt (eventuell beabsichtig) die Schrittlänge des Enkels und des Opas! Denn sobald der Abstand zum Enkel und dessen Schrittlänge kleiner ist als die Schrittlänge des Opas überholt der Opa seinen Enkel.

    Also ganz normale Mathematik und keine Zauberei und somit auch kein Paradoxon.

    Im Grunde gibt es nur ein wirkliches Paradoxon und das ist das Sein an sich, denn von Nichts kommt Nichts und dennoch sind wir.

    Alle anderen Paradoxen sind meisten Schwindel. So wie zum Beispiel der Vergleich zweier Tischoberflächen und welcher Tisch die Größere Oberfläche hätte. So wird der Tisch mit der „größeren“ Oberfläche „perspektivisch“ flacher abgebildet als der Tisch mit der „kleineren“ Oberfläche. Sagt nun jemand aus, dass der Tisch mit der größeren Oberfläche der größere wäre, so zieht man aus dem Zauberhut die Schere heraus und vergleicht die „Projektionen“ der beiden Tische uns stellt danach fest, dass projizierten Flächen gleich groß sind und dann zu behaupten, dass beide Tische gleich wären! Ein Betrug, denn die Frage lautete nach dem Vergleich der beiden Tische und nicht nach dem Vergleich der projizierten Oberflächen. Uns so entpuppen sich die scheinbaren Paradoxen als Schwindel.

    So auch beim Zwillingsparadoxon, das ist auch ein Schwindel. Denn zuerst postuliert Einstein, dass beide Uhren „synchron“ laufen. Dann wird die Laufzeit des Lichts berücksichtigt um zu beweisen, dass der Zwilling auf der Erde die Uhr im Raumschiff langsamer gehen „sieht“. Was, weil es richtig ist auch von allen bestätigt wird. Um dann so bald dies bestätigt wurde zu behaupten dass die Uhr im Raumschiff langsamer gehe als auf der Erde. Und wer nicht aufpasst wird über den Tisch gezogen! Denn es ist wie mit der Optik und den optischen Perspektiven-Vermischungen, so auch hier, da wird so ganz klamm heimlich „sehen“ mit „Wirklichkeit“ geleichgestellt und die zeit die das Licht zur Erde benötigt wird auch unterschlagen. Also auch da kein Paradoxon, sondern vermischen von „Schein“ mit „Sein“

    Gruß Bewrnhard

  8. Wolfgang Lange

    Sehr geehrter Herr Berger, sehr geehrter Herr Hubertus,

    mit Interesse lese ich Ihre Beiträge, wenn auch einige verpasst wurden. Die Häufigkeit der Veröffentlichungen bringt bereits jüngere Diskussionen schnell zum Erliegen.

    Ich lade Sie zu einer internen Diskussion per e-Mail ein, um Ihnen zu zeigen, wo die Rechenfehler von Lorentz sind, auf die alles zurück geht. Meine Adresse finden sie unter wwlange.de.

    Mit freundlichen Grüßen!

    Wolfgang Lange

  9. Michael Istvancsek

    an B. Berger

    Wer macht so einen Tischevergleich bzw. woher haben Sie diese Art von Vergleich?

    Zum „Paradoxon“:
    Bei „Achilles“ muss man sich auch fragen, wozu sich der Denker Zenon sich das ausdachte, was wollte er damit ausdrücken. Hier ist man sich nicht einig: ging es ihm um den Begriff unendlich bzw. Vieles oder um den Begriff kontinuierlich, fließend zusammenhängend. Wir kennen – leider – nicht die Beweggründe Zenons, diese sind nicht überliefert!

    Zenon wollte nicht die Menschen verarschen!!!

    Zenon lässt die Körper nicht als Zweibeiner und Vierbeiner laufen, sondern als Punkte, d. h. seine Überlegungen haben mit der Wirklichkeit nichts zu tun, kein Zweibeiner kann (aus dem Stand) sich um z. B. einem Millimeter fortbewegen. Der Widerspruch besteht aber nur zwischen der logischen Schlussfolgerung und dem realen Rennen. Wenn aber seine Gedanken nicht die Realität wiedergeben, kann es auch keinen Widerspruch geben, also ist es kein Paradoxon.

    „Im Grunde gibt es nur ein wirkliches Paradoxon und das ist das Sein an sich, denn von Nichts kommt Nichts und dennoch sind wir.“ Diese Aussage verstehe ich nicht, bitte näher erläutern.

  10. Bernhard Berger

    @Michael Istvancsek

    Tische Vergleich:

    Im laufe meine Lebens bin ich mit scheinbaren „Paradoxien“ konfrontiert worden. zum Beispiel zwei abgebildete Tische einen von oben und einen schräg von der Seite. Also zwei Tische mit zwei unterschiedlichen Perspektiven abgebildet. Und das so, dass die „Projektionsflächen“ gleich groß sind. Dann wird die Frage gestellt welcher Tisch größer wäre. Natürlich ist der schräg von der Seite abgebildete Tisch der Größer. Aber es wird dann behauptet, dass beide Tische die gleiche Oberfläche hätte und als „Beweis“ dient dann die „ausgeschnittene“ Projektionsfläche. Alles klar?

    Es eine Menge auf Optik konstruierten „Schein“ Paradoxien welche sich aber bei genauem „hinsehen“ sich in Luft auflösen.

    Ich denke, dass auch dem Zenon bekannt war dass ein Opa seinen Enkel realeinholt. Warum also das „Schein“-Paradoxon? Es ist ein Trick, denn wenn man nicht genau hinschaut, dann kommt es einem so vor als würde der schnellere Opa seinen langsameren Enkel nie überholen. Er Eilst scheinbar immer hinterher. Absichtliche Täuschung? In meinen Augen schon.

    “Im Grunde gibt es nur ein wirkliches Paradoxon und das ist das Sein an sich, denn von Nichts kommt Nichts und dennoch sind wir.”

    Nun, dann will ich das einmal erläutern.

    Wenn „Nichts“ ist. Dann ist im Sinne des Wortes „NICHTS“. Wenn aber NICHTS ist, woher sollte dann das „ETWAS“ kommen? Also Wenn wir aus dem NICHTS entstanden wären, dann wäre jetzt immer noch NICHTS!
    Der Energie Erhaltungs“satz“ besagt aber, dass Energie nicht „hergestellt“ noch „vernichtet“ werden kann! Das bedeutet, dass die „Energie“ oder die schöpferische „Kraft“ nie „entstanden“ ist! Also war „nicht“ NICHTS sondern diese schöpferische Kraft (Energie) als notwendige Grundlage des Seins (nicht Selbst erzeugend) vorhanden. Und aus dieser ist dann das Universum wie wir es kennen entstanden. Und das ist das eigentliche echte Paradoxon, denn wie kann diese schöpferische Kraft (Energie) denn Existieren? Hat sie sich selbst aus dem NICHTS „erschaffen“? Dann wäre aber der Energie -Erhaltungssatz falsch! Verständlicher wird es wenn man nicht in Raum und Zeit denkt sondern die Zeit entfernt und zeitlos denkt, so bleibt nur noch der Raum und die Energie (zeitlos) übrig.
    Wird das Paradoxon nun ersichtlich? Energie kann nicht aus dem NICHTS entstanden sein, weil sie sonst niemals entstanden wäre! Wie sie nicht „Selbsterzeuger“ sein kann!
    Aber unsere Existenz beweist, dass wir sind! Wir sind aber keine „Selbsterzeuger“ also hat unsere Existenz eine notwendige Grundlage! Die Wissenschaft nennt diese Existenzgrundlage „Energie“ und viele Menschen nennen diese Existenzgrundlage oder „schöpferische Kraft“ GOTT!

    Energie (+Intelligenz) = schöpferische Kraft = Gott

    Alles klar?

  11. Bernhard Berger

    @Wolfgang Lange

    hallo Herr Lange (darf ich Wolfgang sagen?)

    ich hab mir Ihre Webseite und ihre „neue“ LT angeschaut.

    Die ganze LT gründet auf der „falsch“ verstandenen Konstanz der Lichtgeschwindigkeit. Und auf der gleichen Grundlage baut ihre neue LT auf. Sie kann also nur falsch sein.

    Nun meine Begründung:

    Falls es noch niemandem aufgefallen sein sollte, das „bewegte“ Koordinatensystem K‘ ist ein „Sub-Koordinatensystem“ des Koordinatensystems K! Warum? Weil die Geschwindigkeit von K‘ relativ zu K gemessen wird! Darum ist K‘ Teil von K! K ist also DAS Bezugssystem und K‘ bewegt sich relativ zu diesem.

    Nun ist zu klären welchem Bezugssystem das Photon zuzuordnen ist. Da die Geschwindigkeit des Photons(P) mit c und dieses c relativ zum ruhendem Bezugssystem gemessen wird und K das ruhende Bezugssystem repräsentiert, ist das Photon dem Bezugssystem K zuzuordnen!

    Also die Geschwindigkeit (c) von P wird relativ zu K gemessen und stellt die „Referenz“ Geschwindigkeit von P(Photon) dar.

    Die Geschwindigkeit von K‘ wird ebenfalls relativ zu K gemessen.

    P und K‘ bewegen sich also relativ zu K!

    Betrachten wir nun die X-Koordinate P und K‘ bewegen sich nun ausschließlich auf der X-Koordinate in gleicher Richtung.

    Es ist vollkommen egal ob das Licht nun eine Welle oder ein Teilchen ist der Effekt ist der Selbe nur ist es mit einem Teilchen leichter zu verstehen. Auch ist es egal ob sich das Teilchen nun „unabhängig“ oder „abhängig“ von der Quelle bewegt weil sich die Quelle relativ zum K nicht bewegt.
    Wenn man also das Licht als „Geschoß“ ansieht, welches sich von der Quelle „bewegt“ den „Geschoßabstand“ als Wellenlänge, dann bewegen sich nun die Geschosse auf der X-Achse mit c. (c ist relativ zu K gemessen)

    Das Sub-Koordinatensystem K‘ bewegt sich ebenfalls relativ zu K mit V‘ kleiner c. Es ist leicht zu erkennen, dass der Geschossabstand in K‘ größer wird, je schneller sich K‘ relativ zu K und P bewegt. Bei V‘ = 0 ist der gemessene Geschossabstand gleich und bei V‘ = c wir das 2.Geschoss K‘ nie erreichen der Geschossabstand wäre damit unendlich!

    Es ist auch leicht einzusehen, dass die Geschossgeschwindigkeit von P je schneller sich K‘ relativ zu K und P bewegt sich verlangsamt. Denn wenn P das K‘ erreicht und K‘ eben so schnell bewegt wie P, dann ist die zurück gelegt Wegstrecke von P „relativ“ zu K‘ = 0! Und bewegt sich K‘ relativ zu K mit v’=0, dann bewegt sich P auch zu K‘ wie zu K.

    Damit ist die gemessene Geschwindigkeit von P in K‘: c’=c-v‘

    c‘ = c-0 = c
    c‘ = c-c = 0

    oder

    0 < c‘ < c

    Wenn aber per Definition c‘ = c gesetzt wird, dann führt das zu einer Ungleichung wenn v‘ > 0 ist.

    Ein Korrektur Faktor kommt einer Maßstabsverlängerung gleich. Die Maßstäbe von X und t werden in K‘ geschwindigkeitsabhängig „verlängert“ das führt dann zu einer scheinbaren Zeit Dehnung (Maßstab) und einer scheinbaren Längenverkürzung des gemessenen Objektes(Stab). Dann wird auch in K‘ c gemessen. Jedoch, wenn mann das K‘ als „abgeschlossenes“ System betrachtet, dann Ruht K‘ aus der Sicht von K‘ das bedeutet, dass K‘ nichts von einer relativen Bewegung zu K bemerken würde. K könne aber nicht in K‘ „messen“!!! Da aber K in K‘ messen kann ist das System K‘ nicht in sich „geschlossen“. Das bedeutet aber, das in beiden System die selben Maßstäbe gelten müssen. Die Anwendung eines Korrekturfaktors ist also falsch. Außerdem müsste bei einer Transformation der „verlängerte“ Maßstab rückverrechnet werden. Was würde man zu jemandem sagen der bei K die Länge eines Stabe mit Meter misst und bei K‘ mit ZOLL? Würde man einen solchen noch ernst nehmen?

    Zu Einsteins Zeiten gab es keine Computer. Heute ist aber jeder einfache PC eine gigantische Rechenmaschine. Ohne Probleme kann man die die Theorie der LT in einer Simulation nachbauen. Da meine ich aber nicht eine Simulation der Mathematik sondern eine Simulation der Objekte als ein Koordinatensystem das da K entspricht und ein Koordinatensystem das da K‘ entspricht. Photonen die sich im Koordinatensystem K und K‘ bewegen. Ach ja, die simulierten Koordinatensystem entsprechen Inertialsystemen auf den Punkt(Keine Kräfteeinwirkungen). Mit Blender einem 3d Programm wäre das durchaus simulierbar. Und auch erkennbar was da für ein Mist erfunden wurde. Nur die klassische Physik wäre ohne Probleme zu bekommen simulierbar. Nun, es könnte Jemand behauten der Computer bewegt sich ja nicht und deshalb kann es zu solchen SRT-Effekten nicht kommen. Aber das ist egal, denn unsere Hirne bewegen sich ja auch nicht.

    Gruß Bernhard

    PS: die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit bezieht sich „ausschließlich“ auf eine Doppelwegmessung durch Reflektion. Zwei Geostationäre Satelliten A,B. A sendet B einen Lichtimpuls und B reflektiert in zu A zurück. X ist die vereinfachte Darstellung der Flugbahnen.

    c‘ = (c – vB + c +vA)/2

    vA = vb = v

    c‘ = (c – v + c +v)/2 = (2c -v+v)/2 = 2c/2 = c

    c‘ = c

    Leider ist aus dieser durchaus richtigen Überlegung ein fataler Fehlschluss entstanden, nämlich die Gleichsetzung einer Doppelwegmessung mit Spiegel mit einer Einwegmessung ohne Spiegel.

  12. Michael Istvancsek

    @ Bernhard Berger

    Alles klar. Wunderbar! Danke.

  13. Peter Ingelheim

    @Istvancsek
    Das von Ihnen angeführte Problem wird mit den unendlichen Reihen gelöst, die daraus entstehen, wenn man für eine unendliche Folge deren Glieder aufsummiert. Es gibt verschiedene, mathematisch beweisbare Bedingungen, wann eine unendliche Reihe einen endlichen Grenzwert hat. So auch beim Problem des Achiles und der Schildkröte

    MfG
    Ingelheim