Bürgeranfrage nach Informationsfreiheitsgesetz an die PTB über das OPERA-CERN-Neutrinoexperiment

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Das OPERA-CERN-Neutrinoexperiment hatte 2011 die Spezielle Relativitätstheorie in den Medien sensationell widerlegt, jedoch wenig später wegen einem angeblich lockeren Stecker (!) in den Medien sensationell bestätigt… Ich möchte es gerne genauer wissen und habe am 08.09.2016 einen  Antrag nach Informationsfreiheitsgesetz an die Bundesbehörde Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) gestellt..

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Am 23.09.2016 hat die PTB ordnungsgemäß meine Anfrage innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 1 Monat beantwortet.

Da die Antwort der PTB leider mangelhaft war, habe ich am 24.09.2016 eine Rückfrage an die PTB gerichtet.

Ich habe eine Zusammenstellung der bisherigen Korrespondenz ins Internet gestellt:

Bürgeranfrage über das OPERA-CERN NEUTRINO-Experiment
zur experimentellen Prüfung der Speziellen Relativitätstheorie

08.09.2016 – Anfrage von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 1)

23.09.2016 – Antwort der PTB an Jocelyne Lopez (Dokument Nr. 2)

24.09.2016 – Rückfrage von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 3)

09.10.2016 – Erinnerung von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 4)

19.10.2016 – Antwort der PTB an Jocelyne Lopez (Dokument Nr. 5)

22.10.2016 – Anfrage von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 6)

18.11.2016 – Die PTB lehnt ab, die gestellten Fragen zu beantworten (Dokument Nr. 7)

21.11.2016 – Stellungnahme von Jocelyne Lopez zum Ablehnungsbescheid (Dokument Nr. 8)

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Es ist nicht zumutbar und es verstößt eklatant gegen das Informationsfreiheitsgesetz, dass den Bürgern und Steuerzahlern keine verbindliche Antwort über eine wichtige amtliche Information, die einzig intern vorliegt, gewährt wird. Die verbindliche Beantwortung der gestellten Frage ist nämlich von einer extrem hohen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung: Sollte nämlich die PTB die Uhren bei dem OPERA-CERN-Neutrinoexperiment nach den experimentellen Erkenntnissen von Georges Sagnac einer variablen Lichtgeschwindigkeit c +/- v synchronisiert haben, und nicht etwa nach der postulierten konstanten Lichtgeschwindigkeit nach Albert Einstein, widerlegt dieses Experiment einwandfrei die Spezielle Relativitätstheorie Einsteins, wie es übrigens nach den ersten zwei Messungen als Sensation in den Massenmedien angekündigt wurde. Die in den Massenmedien verbreitete Interpretation des dritten Messergebnisses, die Spezielle Relativitätstheorie sei doch bestätigt worden (weil ein Stecker bei den ersten zwei Messungen locker gewesen sei…) wäre falsch und würde eine grobfahrlässige oder vorsätzliche Irreführung der Wissenschaftsgemeinde und der Öffentlichkeit darstellen.

Es ist hochbedenklich, dass die PTB als Nationales Metrologieinstitut sich gegen die Klärung der fragwürdigen Interpretation dieses Experiments als Bestätigung der Speziellen Relativitätstheorie seit 2011 hartnäckig sperrt. Ich werde mich dagegen weiterhin für die Transparenz über die Interpretation dieses Experiments einsetzen.

 

Ich werde über die weitere Entwicklung dieser Anfrage hier zeitnah berichten.

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7 Antworten zu “Bürgeranfrage nach Informationsfreiheitsgesetz an die PTB über das OPERA-CERN-Neutrinoexperiment”

  1. Helmut Hille

    Unsinniges kann nicht bewiesen werden. Die Messung einer Geschwindigkeit hat zur Voraussetzung die Festlegung eines Bezugspunkte durch den Messenden und hängt von diesen ab. Das ist die Relativität der Geschwindigkeit!!! Eine Geschwindigkeit an sich gibt es nicht!

    Einstein hat das Dogma c nur verkündet, damit es 1. zu keinen unsinnigen Ergebnissen seiner Lorentztransformationen kommt (Negativabmessungen); 2. damit klar gestellt ist, dass es keine Rolle des Beobachters gibt. Denn wie auch ein Beobachter sich zu einer Lichtquelle verhält, ob er steht, ob er sich ihr nähert oder entfernt: das Ergebnis wäre immer c, als ob es den Beobachter nicht gibt. Dieser und seine Rolle wäre ja nur „eine hartnäckige Illusion“ (Einstein).
    Alles klar?

  2. Jocelyne Lopez

    2011 hat ein milliardenschweres physikalisches Experiment (unser Steuergeld…), das OPERA CERN-Neutrino-experiment, die Spezielle Relativitätstheorie bei zwei hintereinander durchgeführten Messungen sensationell widerlegt, jedoch wenig später bei einer Dritten Messung wegen einem lockeren Stecker sensationell … bestätigt! Na ja. Seitdem fragt man sich in der Fachwelt, ob nicht vielleicht eher im Kopf der Pseudowissenschaftler der mächtigen Physik-Lobby etwas locker ist… 😉

    Man muss sich nämlich so etwas vorstellen: In einer milliardenschweren Meßanlage, die zur Weltspitze der physikalischen Grundlagenforschung zählt, gibt es einen kleinen Stecker, der allein entscheidend dafür ist, dass die Messung richtig oder falsch ist. Und die hochqualifizierten Spitzenforscher der weltweiten Forschungselite von CERN wußten nichts von diesem kleinen Stecker, rein gar nichts, und sie suchten, und sie suchten, und sie suchten nach den ersten sensationellen Meßergebnissen total verzweifelt, wie kann es bloß angehen, dass die Meßergebnisse die Spezielle Relativitätstheorie widerlegen anstatt sie zu bestätigen, wie es sich gehört. So ein Mist aber auch, oder?

    Nach langer, verzweifelter Suche in die kleinsten Ecken und Winkel der milliardenschweren CERN-Hightech-Meßanlage entdeckten endlich die Spitzenforscher der weltweiten Forschungselite die unauffällige, aber maßgebende Existenz dieses kleinen Steckers und stellten mit Entsetzen fest, dass er locker war. O mein Gott! Die Spitzenforscher der weltweiten Forschungselite steckten sofort den Stecker wieder fest und Schwupps, die Relativitätstheorie war bei der nächsten Messung sensationell bestätigt, wie es sich gehört. Na bitte, meine Damen und Herren.

    Man muss sich auch so etwas vorstellen: Es gab einen kleinen, lockeren Stecker, der in einer milliardenschweren Hightech-Meßanlage allein über unsere Erkenntnis des Universums entscheidet, der auch noch dazu so pfiffig war sich den Spaß zu machen – natürlich um die Spitzenforscher der weltweiten Forschungselite zu ärgern – das Licht genau um den Wert langsamer laufen zu lassen, der zur Widerlegung der Speziellen Relativitätstheorie nötig war. Nun gut, Stecker sind auch Menschen, denke ich mir so als Physiklaie, warum sollte nicht darunter ein paar pfiffige Exemplare geben, oder?

    Es gab allerdings auch eine Reihe von Elitenwissenschaftlern, die noch zu der Zeit, wo das Experiment zweifelsfrei in allen Medien die Spezielle Relativitätstheorie widerlegt hatte, gar keinen Zweifel daran hatten, dass die Relativitätstheorie im Gegenteil bestätigt wurde, wie es zum Beispiel diesem Artikel vom 26.09.2011 im Tagesspiegel zu entnehmen ist: Neutrino-Experiment – So schnell lässt sich Einstein nicht widerlegen.

    Prof. Karsten Danzmann vom Albert Einstein Institut war sich zum Beispiel „ziemlich sicher“, dass das Experiment die Spezielle Relativitätstheorie nicht widerlegt hatte, das hielt er für „äußerst unwahrscheinlich“, er hielt für wahrscheinlicher, „dass der Papst Bundeskanzler wird“.

    Ich bin dagegen ziemlich sicher, dass das Experiment die Spezielle Relativitätstheorie widerlegt hat, wie es als Sensation in allen Medien angekündigt wurde. Ich halte nämlich für äußerst unwahrscheinlich, dass sie mit diesem Experiment bestätigt werden kann, eher halte ich für wahrscheinlicher, sage ich mal so, dass Angela Merkel Päpstin wird. Und das übertrifft ja die Wahrscheinlichkeitsprognose von Prof. Karsten Danzmann, oder? Na bitte.

    Das passt aber ganz gut, dass Prof. Karsten Danzmann sich auch mit dem OPERA-CERN-Neutrinoexperiment persönlich auseinandergesetzt hat, vielleicht mag er ja im Rahmen einer Petition die zwei Fragen beantworten, die ich an die PTB gestellt habe:
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    Prof. Karsten Danzmann, beantworten Sie bitte 2 Fragen über das OPERA CERN-Neutrinoexperiment!
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    ZUR PETITION…

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  3. Luitpold Mayr

    Als vor 5 Jahren die Schlagzeilen durch die Welt gingen, wonach die Relativitätstheorie in Frage stehen könnte, habe ich gehofft, dass die Spitzen des CERN einen Weg eröffnet hätten, um die Physik aus dem hundertjährigen Relativitäts-Schlamassel herauszuführen. Heute weiß ich es besser. Die Wissenschaftsfunktionäre und Wissensverwalter der Physik (gleich wie sie heißen und welchen Institutionen sie vorstehen) haben weder die Zeit noch irgendein Interesse daran, die theoretischen Grundlagen ihrer Wissenschaft kritisch zu überdenken. Sie haben andere Sorgen. Beispiel CERN: Es geht darum, die Firma mit über 3000 Angestellten, 10000 Gastwissenschaftlern und einem Jahresetat von 1.1 Milliarden Franken zu leiten und ihre Bedeutung zu mehren. Bei solchen Aufgaben sind Relativitätskritiker nur lästig.

    Doch das eigentliche Problem liegt tiefer. Der weltbekannte Philosoph Martin Heidegger hat es so formuliert: „Die Physik bewegt sich in Raum und Zeit und Bewegung. Was Bewegung, was Raum, was Zeit ist, kann die Wissenschaft als Wissenschaft nicht entscheiden. Die Wissenschaft denkt also nicht, sie kann in diesem Sinne mit ihren Methoden gar nicht denken.“ Heidegger drückt sich hier etwas missverständlich aus. Natürlich will er der Naturwissenschaft nicht das Denken absprechen. Was er damit sagt: Raum und Zeit sind als Denkkategorien die Voraussetzung für jede Wissenschaft. Daher kann die Naturwissenschaft mit ihren Mitteln gar nicht entscheiden, was Raum und Zeit sind.

  4. Jocelyne Lopez

    Die Bundesbehörde Technisch-Physikalische Bundesanstalt (PTB) wurde im Rahmen des OPERA-CERN NEUTRINO Experiments zur experimentellen Prüfung der Speziellen Relativitätstheorie 2011 beauftragt, die Uhren zur Durchführung dieses Experiments zu synchronisieren.

    Da in der Wissenschaftsgemeinde und in der Öffentlichkeit eine Unsicherheit darüber besteht, welche Methode zur Synchronisation der Uhren von der PTB angewandt wurde, habe ich zur Klärung dieser Frage am 08.09.2016 eine Bürgeranfrage nach Informationsfreiheitsgesetz an die PTB gerichtet.

    Neue Entwicklungen:

    Am 23.09.2016 hat die PTB ordnungsgemäß meine Anfrage innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 1 Monat beantwortet.

    Da die Antwort der PTB leider mangelhaft war, habe ich am 24.09.2016 eine Rückfrage an die PTB gerichtet.

    Ich habe eine Zusammenstellung der bisherigen Korrespondenz ins Internet gestellt:

    Bürgeranfrage über das OPERA-CERN NEUTRINO-Experiment zur experimentellen Prüfung der Speziellen Relativitätstheorie:

    08.09.2016 – Anfrage von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 1)

    23.09.2016 – Antwort der PTB an Jocelyne Lopez (Dokument Nr. 2)

    24.09.2016 – Rückfrage von Jocelyne Lopez an die PTB (Dokument Nr. 3)

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    Ich werde über die weitere Entwicklung dieser Anfrage hier zeitnah berichten.

  5. Jocelyne Lopez

    Neue Entwicklung:

    Antwort der PTB vom 19.10.2016 auf meine zwei Rückfragen über den zugrunde gelegten Wert der Lichtgeschwindigkeit bei der Synchronisation der Uhren beim OPERA-CERN-Neutrinoexperiment

    Siehe Dokument Nr. 5 in der Zusammenstellung des bisherigen Briefaustausches:

    Bürgeranfrage über das OPERA-CERN NEUTRINO-Experiment zur experimentellen Prüfung der Speziellen Relativitätstheorie

  6. Jocelyne Lopez

    Die PTB tut sich extrem schwer, meine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz über das OPERA-CERN-Neutrinoexperiment zu beantworten und redet um den heißen Brei der Synchronisation der Uhren nach dem Wert der Lichtgeschwindigkeit c +/v herum… Das ist zwar irgendwie ein bisschen lustig, aber ist es noch Wissenschaft?

    Ich musste heute erneute Rückfragen an die PTB nach ihrer letzten ausweichenden Antwort stellen, um diese maßgebliche Frage eindeutig zu klären, siehe Dokument Nr. 6 in der Zusammenstellung des bisherigen Briefaustausches:

    Bürgeranfrage über das OPERA-CERN NEUTRINO-Experiment zur experimentellen Prüfung der Speziellen Relativitätstheorie

    Lassen wir uns überraschen…

  7. Jocelyne Lopez

    Neue Entwicklungen über meine Anfrage nach Informationsfreiheitsgesetz an die PTB, siehe in meinem Blog:

    Die PTB weigert sich trotz Informationsfreiheitsgesetz bekannt zu geben, wie sie die Uhren beim OPERA-CERN-Neutrinoexperiment synchronisiert hat!
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