Lothar Pernes: Der Fake mit dem Schwarzen Loch

Eine neue Arbeit aus der Webseite von Lothar Pernes, 26. Mai 2019:

Der Fake mit dem Schwarzen Loch
oder
Warum das Bild vom Schwarzen Loch ein Fake ist

Am 10.04.2019 wurde in einer weltweiten Inszenierung ein „sensationelles Bild von einem Schwarzen Loch“ präsentiert.  […]

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22 Antworten zu “Lothar Pernes: Der Fake mit dem Schwarzen Loch”

  1. Rudi

    Nun was die Themen Strahlablenkung durch Gravitation und Schwarze Löcher angeht, so sind diese Fragestellungen schon vor 200 Jahren in der klassischen Physik diskutiert worden. Der Unterschied zwischen der „klassischen“ und der „relativistischen“ Strahlablenkung ist der Faktor 2. Der Radius, bei dem die Fluchtgeschwindigkeit gleich der Lichtgeschwindigkeit ist, ist gleich dem Schwarzschildradius.

  2. Rudi Knoth

    Und noch ein Artikel zur Lichtablenkung durch Gravitation.

  3. András Bálint

    Bitte mit – Firefox – oder – Google Chrome – öffnen, danke!

    https://youtu.be/Ld9lY-JT534

    EINSTEINS Entdeckung: BLAUE RAUMZEIT! Einstein hat Recht, Punkt!
    Einstein Theoretisch N° 05
    Die Binären Gravitationswellen sind hörbar! Der Beweis kommt vom Foto der höchst modernen VOLKSWAGEN Stiftung: Die Veröffentlichung wurde mir(!) verboten, deswegen kann das Foto nur im streng freundschaftlichen-familiären E-Mail Verkehr erworben werden!
    … aber wie kann man die HOCHMODERNEN Binär Gravitationswellen – Digitalen Bild – Film und Tonaufnahmen- und Bearbeitungsmethoden-Technik
    weiterentwickeln?
    Die Idee kommt von der Blauen Raumzeit EINSTEINS, die Blaue Raumzeit, das von EINSTEIN 1902,1907,1911, 1924, 1932, 1944, 1949 und auch später, gern von EINSTEIN, in die Rede gebrachte Blaue-Raum-Zeit-Gebilde.
    DOKUMENTE VORHANDEN!
    E-Mail Adresse bitte direkt an Einstein:
    Einstein_Theoretisch@gmx.at
    „Ich gehöre zu deiner Familie!“… genügend, und ich werde wissen, wo es duftet! (Super Foto, große Pixel…)

    Einer der unzähligen höchstwissenschaftlichen Beweise, womit die Medien unsere Höchstwissenschaftliche-Forschung, in der „F. Schmid & Comp. Schüler u. Bösendorfer – Binär-Gravitationswellen-Observatorium-Kollaboration“, zu 100% bestätigt haben, kommt von Herrn Prof. Ulrich Walter, ehemaliger Astronaut, dieser spricht gnadenlos-unwiderruflich und GUT SICHTBAR begeistert gestikulierend aus: Einstein hat Recht, Punkt!
    Zu sehen unter: https://youtu.be/I_13H0ZQdpI

  4. Lothar Pernes

    Zu den Kommentaren 1 und 2:

    Herr Knoth, wenn Sie auf die Widerlegung der relativistischen Lichtablenkung (anhand der turbulent-regellosen Ergebnisse bei den Sonnenfinsternissen seit 1919 und anhand des optischen Dopplers) tatsächlich keine andere Antwort haben, als
    daß vor über zweihundert Jahren eine Korpuskeltheorie mit gravitativer Ablenkung des Lichts diskutiert worden ist (1),
    und
    daß in einem der üblichen Zeitungsartikel die relativistische Lichtablenkung bei einem Weißen Zwerg als bewiesen behauptet wurde (2),
    muß ich davon ausgehen, daß Sie, eben weil Sie und Ihre Auftraggeber begriffen haben, daß der optische Doppler das geometrische Mittel zwischen Ätherdoppler und Emissionsdoppler ist, und dadurch die Relativitätstheorien erledigt sind, von diesem Knackpunkt ablenken wollen, sollen oder müssen.

    Diese Absicht wird auch dadurch bestätigt, daß Sie Ihre Diskussion (beim vorangehenden Hüfner-Thema) über Ihr „Doppler-Steckenpferd“ mit dem freundlichen Herrn Mayr abrupt und geradezu unhöflichst beendet haben, als Sie bzw. Ihre Auftraggeber feststellen mußten, daß Ihre Bemerkungen zu Yves-Stilwell zum Bumerang zu werden drohten. Tatsächlich nämlich bestätigt Yves-Stilwell den optischen Doppler als geometrisches Mittel zwischen Ätherdoppler und Emissionsdoppler, womit die relativistische Erklärung des optischen Dopplers erledigt ist.

  5. Rudi Knoth

    Lothar Pernes 28. Mai 2019 um 20:53

    Wie Kommen Sie dazu, daß ich im Auftrag von Jemandem schreibe? Ich bin eigenständiger Relativist. Zu den beiden Themen:

    1. Lichtablenkung durch Gravitation
    Dies wurde schon lange vor Einstein vermutet. Manche „Kritiker“ hatten das Einstein sogar vorgehalten. Der Unterschied liegt in der Größe der Ablenkung.Und hier noch ein anderer Effekt .

    2. Relativistischer Dopplereffekt
    Es ist natürlich klar, daß der relativistische Dopplereffekt als geometrisches Mittel von Emissionstheorie und Äthertheorie zu verstehen ist, weil man dies aus der Betrachtung „ruhender Sender“ (Emissionstheorie) und „ruhender Empfänger“ (Äthertehorie) erhalten kann. Es gibt hier mehrere Ansätze für diesen Effekt. Aber wichtig ist, daß man aus diesem Effekt die Zeitdilatation herleiten kann.

  6. Lothar Pernes

    Zum Kommentar Nr. 5:
    .
    Wer – wie es hier der angeblich „eigenständig“ agierende Relativist Knoth vorführt – auf die eindeutige und klare Widerlegung der gravitativen Lichtablenkung (anhand der turbulent-regellosen Ergebnisse bei den Sonnenfinsternissen seit 1919) das sogenannte Einsteinkreuz als Gegenargument anführt, ist entweder logischen Argumenten nicht mehr zugänglich, oder versucht, eine einfache und überschaubare logische Argumentation mittels Ablenkung auf eine interessante phantastische Situation in eine komplizierte, unübersichtliche und entsprechend manipulierbare und hier bereits fertig manipulierte Argumentation überzuführen.

    Dies ist hier in jedem Fall eine intellektuelle Beleidigung, und im zweiten Fall auch noch eine typisch relativistische und über jahrzehntelange Übung perfektionierte Betrugsmasche.

    Ich bitte um Verständnis, wenn ich deshalb hier Kommentare, deren intellektuelles Niveau nicht wesentlich höher ist als dasjenige in den „Kommentaren“ 1, 2 und 3, nicht weiter beachte.

  7. Luitpold Mayr

    Zu Rudi Knoth, Nr. 5
    Je komplizierter der Sachverhalt (hier: relativistischer Dopplereffekt), aus dem die „relativistische Zeitdilatation“ hergeleitet werden soll, umso mehr verselbständigt sich dieser Begriff und umso weniger wird er in Frage gestellt. Über den komplizierten physikalischen und mathematischen Überlegungen (deren Notwendigkeit ich nicht bezweifle) gerät völlig aus dem Blick, dass Einsteins Vorstellungen von Zeit und Gleichzeitigkeit auf abwegigen und überholten Grundüberlegungen beruhen.

    Zeit ist kein physikalisches Ding und keine Eigenschaft der Materie. Raum und Zeit sind nicht Gegenstand der Naturwissenschaft, sondern Voraussetzung unseres Denkens und Erkennens. Als solche können sie nicht nach Gutdünken definiert werden. Das lehrte Immanuel Kant, und das sagte auch Martin Heidegger, worüber die relativistische Physik sich seinerzeit sehr empörte (wie kann man nur „mathematisch bewiesene“ Vorstellungen der Physik in Zweifel ziehen?!).

  8. András Bálint

    Theoretische´ Physik-Gate Seit 100 Jahren +1 Tag
    @ Lothar Pernes
    Lieber Herr Lothar Pernes!
    Ich bin Kommentar 3, vielen Dank für Ihre Wertschätzung!
    PERNES: …eine typisch relativistische und über jahrzehntelange Übung perfektionierte Betrugsmasche.
    Diese sind Tatsachen, aber nur leere Worte in Ihren nicht besonders häufig besuchten Lothar Pernes Blogseiten (im Blog von Frau Lopez).
    PERNES: Dies ist hier in jedem Fall eine intellektuelle Beleidigung
    Hätte ich Sie beleidigt?
    Ich bin neugierig, welche tatfeststellende, tatdeklaratorische Arbeit haben Sie über die SONNENFINSTERNIS von 1919 gemacht?

    Mein Video, das 1 Jahr Arbeit kostete, NULL bezahlt wurde, ist da:
    SONNENFINSTERNIS 1919, BREXIT 1979 – Einstein-Forschung: Österreich an der Spitze!
    https://youtu.be/rQtvn_A2lrE
    PERNES: Ich bitte um Verständnis, wenn ich deshalb hier Kommentare, deren intellektuelles Niveau nicht wesentlich höher ist als dasjenige in den „Kommentaren“ 1, 2 und 3, nicht weiter beachte.
    Die FilmemacherInnen, haben also, Ihrer Meinung nach, ein niedrigeres intellektuelles Niveau als Sie?
    Oder?
    Der Film: SONNENFINSTERNIS 1919, BREXIT 1979 – Einstein-Forschung: Österreich an der Spitze!
    https://youtu.be/rQtvn_A2lrE
    Ist er, Ihrer Meinung nach, nicht GENÜGEND KRITISCH?
    ODER?
    Ist der Film nicht genügend „FILMISCH“?
    Schauen wir auf meine/unsere – mit meiner Partnerin, 60 halbstündigen, davon vom „Der Standard“ 13 Filme, in der Switchlist, unter ZDF, ARD, ORF2… usw., empfohlenen Videos!
    https://www.okto.tv/de/series/214
    Weitere Filme am YouTube Kanal, – BALINTARTMOVEMENT –
    Bitte mit „Google Chrome“ oder „Firefox“ öffnen!
    Mit großer Neugier erwarte ich Ihre extravaganteren Arbeiten!
    .
    =====================================
    .
    Hinweis von Jocelyne Lopez:

    Zur Information der Leser: Wir haben bereits in der Vergangenheit (2013-2014) 6 Artikel aus der Webseite von András Bálint in unserem Blog veröffentlicht,

    siehe: https://www.kritik-relativitaetstheorie.de/?s=Balint
    .

  9. Rudi Knoth

    @Lothar Pernes 30. Mai 2019 um 08:57

    Was ist daran so schlimm, sich nicht auf eine „bezweifelte“ Beobachtung „festnageln“ zu lassen, sondern andere Beobachtungen für denselben Effekt anzugeben?

    @Luitpold Mayr 30. Mai 2019 um 11:24

    Über den komplizierten physikalischen und mathematischen Überlegungen (deren Notwendigkeit ich nicht bezweifle) gerät völlig aus dem Blick, dass Einsteins Vorstellungen von Zeit und Gleichzeitigkeit auf abwegigen und überholten Grundüberlegungen beruhen.

    Welche sind das und seit wann waren sie überholt?

    Zeit ist kein physikalisches Ding und keine Eigenschaft der Materie. Raum und Zeit sind nicht Gegenstand der Naturwissenschaft, sondern Voraussetzung unseres Denkens und Erkennens.

    Sie können aber gemessen werden und sind daher Gegenstand der Naturwissenschaft. In dem rahemn werden sie aber vor Einstein behandelt.

  10. Luitpold Mayr

    zu Rudi Knoth, Nr. 9

    Zunächst beantworte ich nur Ihre erste Frage, sonst wird das zu viel auf einmal. Auf welchen Grundüberlegungen beruhen Einsteins Vorstellungen von Zeit und Gleichzeitigkeit? Ich versuche das in aller Kürze und allgemein verständlich darzustellen.

    1. Nach Einstein hängt die Zeit vom Stand bzw. Gang der Uhren ab.
    Das klingt vordergründig logisch, und deshalb ist Einsteins Spruchweisheit „Zeit ist das was wir von der Uhr ablesen“ auch heute noch gängig. Schuld daran ist Einsteins philosophisches Vorbild Ernst Mach. Der Physiker und Philosoph E. Mach, zu seiner Zeit eine herausragende wissenschaftliche Autorität, war der Überzeugung, dass die absolute Zeit eine „metaphysische“ Idee und deshalb aus der der Physik zu entfernen sei. Begründung: Die absolute Zeit kann man nicht beobachten bzw. messen, weil es keine vollkommen gleichmäßig gehende Uhr gibt. Mit der Begründung, dass man Atome nicht beobachten kann forderte Mach übrigens auch die Abschaffung des Atoms.
    Machs philosophisches Credo lautete: Die Beobachtung ist unsere einzige Wirklichkeit. Es gibt keine objektive Wirklichkeit, und wenn doch, dann können wir sie nicht erkennen.

    (Tatsächlich hängt aber die Zeit nicht von Uhren ab, sondern es ist umgekehrt. Wenn eine Uhr ungleichmäßig geht, dann folgern wir daraus nicht eine ungleichmäßig verlaufende Zeit, sondern wir korrigieren die Uhr).

    2. Einstein definiert Zeit und Gleichzeitigkeit absolut subjektivistisch, ganz im Sinne des Satzes „Die Beobachtung ist unsere einzige Wirklichkeit“. Einige namhafte Philosophen haben noch bis in die 1930er Jahre diesen Grundsatz für ernst genommen, was m.E. mit ein Grund dafür ist, dass nicht schon von Beginn an alle Welt über Einsteins sujektivistische Definitionen von Zeit und Gleichzeitigkeit den Kopf geschüttelt hat.

    Den Grundsatz „Die Beobachtung ist unsere einzige Wirklichkeit“ wendet Einstein in der speziellen Relativität von 1905 konsequent an, allerdings ohne dies mit einem Wort zu erwähnen. Das war auch nicht notwendig, denn positivistische und subjektivistische Erkenntnistheorien waren unter den damals „modernen“ Philosophen angesagt und insofern Allgemeingut in der Wissenschaft.

    Einstein folgert aus dieser Erkenntnistheorie:

    – Zeit ist relativ, weil unterschiedliche Beobachter infolge unterschiedlicher Lichtlaufzeiten unterschiedliche Zeiten von einer Uhr ablesen

    – Gleichzeitigkeit ist relativ, weil unterschiedliche Beobachter infolge unterschiedlicher Lichtlaufzeit dasselbe Ereignis nicht gleichzeitig sehen (vgl. hierzu §1 und 2 von Einsteins Text 1905)

    – eine bewegte Uhr geht nicht scheinbar, sondern wirklich nach (die Beobachtung ist unsere einzige Wirklichkeit!)

    Einstein hat 1925 in einem Gespräch mit Werner Heisenberg sich von dieser Philosophie losgesagt und sie als Unsinn bezeichnet. Konsequenzen hat er nicht daraus gezogen.

  11. Rudi Knoth

    @Luitpold Mayr 31. Mai 2019 um 11:56

    Es geht also jetzt ins „Philosophische“. Der Begriff „Beobachter“ ist meiner Meinung in der Hinsicht irreführend, weil er damit ein subjektives Wesen annimmt. Wenn man etwa das beliebte Myon nimmt, so hat dies seine „innere Uhr“, die eine bestimmte Zeit anzeigt wenn es zerfällt. Es ist aber offensichtlich kein Wesen aus „Fleisch und Blut“ sondern ein Elementarteilchen. Der wirkliche Beobachter auf der Erde stellt nun fest, daß die Myonen „langsamer“ zerfallen, als die in seinem Labor hergestellte Myonen.

  12. Luitpold Mayr

    zu Rudi Knoth, Nr. 9

    Ich antworte zunächst auf Ihre Feststellung, dass Raum und Zeit gemessen werden können und daher Gegenstand der Naturwissenschaft sind.

    Darüber gehen die Meinungen auseinander. Raum und Zeit können nicht gemessen werden, sondern sind Maßsysteme für die messbaren Relationen zwischen den Dingen. Hauptsächlich durch Ernst Mach hat sich in der Physik die auf G.W.Leibniz zurückgehende Auffassung durchgesetzt, wonach Raum und Zeit in den Relationen zwischen den Dingen bestehen. Dagegen ist einzuwenden, dass das Nacheinander der Ereignisse nicht Zeit ist, und das Nebeneinander der Dinge ist nicht Raum. Hundert Jahre nach Newton und Leibniz hat sich Immanuel Kant kritisch mit deren Auffassungen auseinandergesetzt, hat beide verworfen ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Raum und Zeit grundlegende Voraussetzungen unseres Denkens und Erkennens sind.

    Natürlich lässt sich diese Auffassung nicht mit mathematischen Gleichungen beweisen, sondern nur durch Argumente glaubhaft machen. Aber ebensowenig lässt sich die relationistische Auffassung von Mach und Einstein beweisen. Deshalb ist es sinnlos, wenn immer wieder sensationelle Experimente oder Beobachtungen herangezogen werden, durch die eine bestimmte philosophische Vorstellung von Raum und Zeit bewiesen werden soll.

    Dieser Beweis ist auch aus einem anderen Grund nicht möglich, was hier schon vor kurzem erwähnt wurde. Wie Karl Popper schon 1934 erkannt hat, hängt die Deutung einer Beobachtung oder eines Experiments von der Theorie ab. Deshalb können wissenschaftliche Theorien durch ein Experiment zwar widerlegt, aber niemals bewiesen werden. Weil sich dieses anerkannte wissenschaftliche Prinzip noch nicht bis zu allen Physikern herumgesprochen hat, wird immer wieder versucht, experimentell zu beweisen, was nicht beweisbar ist.

    Vielleicht geben Ihnen zwei einfache Überlegungen zu denken:

    – Es gibt nur eine Zeit, die überall dieselbe ist. Wäre es nicht so, dann würde die Welt als Ganzes nicht gleichzeitig existieren.
    Würde die Zeit in unterschiedlich bewegten Systemen unterschiedlich verlaufen, so wäre die absurde Folge, dass Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nicht zu unterscheiden wären.
    Einstein war sich dessen im Alter bewusst, und nicht ohne Grund hat er resignierende Zweifel geäußert, ob irgend eine seiner Ideen Bestand haben werde.

    – Die Gleichzeitigkeit von zwei Ereignissen ist ein objektiver Sachverhalt, der nicht von den Sinneseindrücken unterschiedlicher Beobachter abhängt. – Ein bestimmtes Ereignis findet immer zu einer bestimmten Zeit statt. Dass unterschiedliche Beobachter das Ereignis zu unterschiedlichen Zeiten sehen, ändert nichts daran. – Während hier und jetzt etwas geschieht, geschieht gleichzeitig überall in der Welt etwas anderes, auch wenn wir diese Ereignisse nicht beobachten können oder niemals von ihnen Kenntnis erhalten.

  13. Luitpold Mayr

    zu Rudi Knoth, Nr. 11

    Die Funktion des Beobachters kann je nach Versuchsanordnung ein Mensch, ein Gerät (z.B. Lichtsensor) oder z.B eine Fläche sein, auf der die Interferenz von Lichtwellen erscheint. Da wir zum Denken fähig sind, können wir uns in die Funktion des jeweiligen Beobachters hineinversetzen und logische Folgerungen daraus ziehen.

    Dass es ans „Philosophische“ geht, liegt in der Natur der Sache. In der Physik geht es immer auch um philosophische Fragen: Was überhaupt ist Materie, Bewegung, Energie, Schwerkraft usw.? Seitdem Naturphilosophie und Physik getrennte Disziplinen sind, gibt es Kompetenzstreitigkeiten und Übergriffe. Man kann Physikern nicht das Philosophieren verbieten, und man kann Philosophen nicht verbieten, auch über physikalische Fragen nachzudenken. Insofern ist Beides untrennbar. Die grundsätzliche Abgrenzung scheint mir aber klar zu sein. Die Materie in allen Erscheinungsformen, Eigenschaften und Wirkungen fällt unter die Physik. Raum und Zeit als Denkkategorien und Voraussetzungen jeder Wissenschaft fallen unter die Philosophie, ebenso die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Erkenntnis.

    Die Myonen: Soviel ich weiß, glaubt man, dass sie in den oberen Schichten der Atmosphäre entstehen und im winzigen Bruchteil einer Sekunde wieder zerfallen, so dass sie theoretisch gar nicht bis zur Erdoberfläche gelangen dürften. Doch auch an der Erdoberfläche treten sie auf. Dummerweise zieht die Physik als Erklärung dafür die unglaubhafte Zeitmetaphysik Einsteins heran, anstatt sich die Mühe zu machen, nach einer physikalischen Erklärung zu suchen.

  14. Rudi Knoth

    @Luitpolt Mayr

    Nun ist dies schon eine Reihe von Themen, die Sie in Ihren Kommentaren erwähnen.

    Ich fange erstmal mit der Frage „Naturphilosophie und Naturwissenschaft“ an. Es ist nun sicher eine Tatsache, daß beides sich über einige Fragen Gedanken machen und zu unterschiedlichen Antworten kommen. Ein bekanntes Beispiel war die Ansicht von Hegel, daß die damals bekannten Himmelskörper im Sonnensystem gleich der damals bekannten ist. Dann entdeckten die Astronomen Ceres und schon war diese Sicht widerlegt. Für Naturwissenschaftler haben Beobachtungen und Experimente Vorrang vor noch so schönen „philosophischen“ Konzepten.

  15. Luitpold Mayr

    @Rudi Knoth, Nr. 14

    Sie können nicht mit irgendwelchen historischen Konzepten kommen, um die Neigung der Philosophie zu Irrtümern zu belegen. In allen Zweigen der Wissenschaft, auch in der Physik, sind die meisten historischen Konzepte überholt. Es gibt nur wenige bleibende Wahrheiten. Aber die meisten der veralteten historischen Konzepte haben die Wissenschaft einen Schritt vorangebracht.

    Aus Ihren Zeilen höre ich ein Vorurteil heraus, das fast alle Physiker hegen. Philosophie sei ein beliebiges Erfinden von Gedankenkonstruktionen. Dagegen sei Physik eine exakte Wissenschaft, weil ihre Aussagen experimentell und mathematisch überprüfbar sind.

    Wie ich schon sagte, geht es auch in der Physik stets um philosophische Fragen. Was hat denn Einsteins Zeitmetaphysik mit exakter Naturwissenschaft zu tun? Das sind doch haltlose Irrwege eines phantasiebegabten Physikers, aber realitätsfremden Philosophen, der in der Frage, was Raum und Zeit sind, auf die Irrtümer anderer gebaut hat. Beobachten, Messen, Rechnen, das sind die Grundlagen der Physik. Dagegen besteht Philosophieren darin, Antworten auf Fragen zu suchen, die nur durch das Denken gefunden werden können. Von Zeitreisen zu träumen, das ist die Sache von Märchenerzählern.

  16. Rudi Knoth

    @Luitpold Mayr 02. Juni 2019 um 08:56

    Aus Ihren Zeilen höre ich ein Vorurteil heraus, das fast alle Physiker hegen. Philosophie sei ein beliebiges Erfinden von Gedankenkonstruktionen. Dagegen sei Physik eine exakte Wissenschaft, weil ihre Aussagen experimentell und mathematisch überprüfbar sind.

    Das Vorurteil trifft aber auf einige philosophische Richtungen zu. Bekannt ist die Sokal-Affäre, in der ein Physiker eine Parodie auf einen geisteswissenschaftlichen Text verfasste.

    Wie ich schon sagte, geht es auch in der Physik stets um philosophische Fragen. Was hat denn Einsteins Zeitmetaphysik mit exakter Naturwissenschaft zu tun?

    Diese „Zeitmetaphysik“ kann aber Vorhersagen machen, die durch Experimente bestätigt wurden.

  17. Luitpold Mayr

    @ Rudi Knoth, nr.16

    Mit der postmodernen Geistes- und Sozialwissenschaft, die durch Sokal ziemlich hinterhältig blamiert wurde, habe ich nichts am Hut. Für einen Kenner wäre es nicht schwer, über moderne mathematische Phantasien wie z. B. Paralleluniversen oder ähnliches, eine wie echt wirkende Parodie zu schreiben. Das sind doch Kindereien, die hier niemanden interessieren.

    Das hatten wir schon mehrfach: Es ist keine experimentelle Bestätigung, sondern nur die experimentelle Falsifizierung von wissenschaftlichen Theorien möglich. Manche Ereignisse werden von manchen Leuten als Bestätigung der Vorhersagen des Nostradamus gewertet.

  18. Rudi Knoth

    @Luitpold Mayr 02. Juni 2019 um 18:35

    Das hatten wir schon mehrfach: Es ist keine experimentelle Bestätigung, sondern nur die experimentelle Falsifizierung von wissenschaftlichen Theorien möglich. Manche Ereignisse werden von manchen Leuten als Bestätigung der Vorhersagen des Nostradamus gewertet.

    So einfach ist das nicht. Experimentell kann man Voraussagen von wissenschaftlichen Theorien bestätigen, was aber nicht mit „beweisen“ verwechselt werden soll. Aus einer solchen Bestätigung kann man annehmen, daß die Theorie mindestens in dem Punkt gültig ist.

    Zum Vergleich mit Nostradamus. Hier liegt der Unterschied darin, daß man eingetretene Ereignisse mit Voraussagen von Nostradamus „erklärt“. In der experimentellen Praxis werden aber Experimente nach einer Aussage einer Theorie konzipiert und durchgeführt. Dabei wird natürich die Möglichkeit einer Abweichung von der Theorie beachtet. Um im Beispiel von Nostradamus zu bleiben: es werden für ein Jahr Voraussagen gemacht und dann am Ende des Jahrs diese überprüft.

  19. Luitpold Mayr

    zu Rudi Knoth, Nr.18

    Ihren Kommentar Nr. 18 habe ich erst soeben gelesen, daher meine späte Antwort.
    Wenn Sie auf solchen Feinheiten bestehen wollen: Sie haben recht. eine Bestätigung ist kein Beweis. Und der Vergleich mit Nostradamus trifft unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten nicht zu 100%.
    Trotzdem liegen Sie falsch mit Ihrem Glauben an Einsteins Zeitmetaphysik. Welche Vorstellungen man von Raum und Zeit hat, hängt nicht von mathematischen Berechnungen und Experimenten ab, sondern beruht auf philosophischen Überlegungen.

  20. Rudi Knoth

    @Luitpold Mayr 11. Juni 2019 um 08:00

    Für die späte Antwort brauchen Sie sich nicht entschuldigen, denn mein Post wurde erst nach 6 Tagen freigeschaltet.

    Zur Frage Raum-Zeit:

    Hier geht es wohl um die Frage, welche Wissenschaft dazu „berechtigt“ ist. In der Physik werden diese von Ihnen Methoden angewendet, um die Natur zu beschreiben. Man sieht also das „messbare“ als das Maß an. Daher ist die von Ihnen „metaphysisch“ genannte Vorstellung der Zeit in der Physik „wirklich“.

  21. Luitpold Mayr

    zu Rudi Knoth, Nr. 20

    Raum und Zeit sind keine physikalischen Dinge und keine Eigenschaften der Materie, sondern die grundlegenden Formen unseres Denkens und Erkennens.

    Dagegen halten Sie an dem fest, was Ihnen während der Ausbildung zum Physiker beigebracht wurde und durch die herrschende Meinung vertreten wird: Raum und Zeit sind entweder Eigenschaften der Materie oder sie existieren sogar so wie andere physikalische Dinge. Die Zeit ist relativ, weil sie vom Gang der Uhren sowie von subjektiven Beobachtungen abhängt.

    Bei diesen unterschiedlichen Grundauffassungen werden wir uns in der Sache nicht näherkommen.

  22. Luitpold Mayr

    Für philosophisch Interessierte würde ich gern noch eine Erläuterung hinzufügen.
    Die Erkenntnis von Immanuel Kant, dass Raum und Zeit grundlegende Formen des Denkens und Erkennens sind, hat zur Folge, dass Raum und Zeit als Verstandeskategorien nicht durch Schwerkraft oder Geschwindigkeit verformbar sind. Erst rund 100 Jahre nach Kant richtete man den Blick darauf, dass der Begriff „Zeit“ unterschiedliche Bedeutungen hat, je nachdem in welchem Zusammenhang er verwendet wird (Physik, Psychologie, Soziologie, Geschichtswissenschaft usw.). Wenn neue Theorien die physikalische Zeit als Maß für die Relationen zwischen Ereignissen verstehen, so ist das kein Widerspruch zu Kant, sondern fußt auf dessen Lehre (wobei manche auch auf Isaac Newton Bezug nehmen).

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