Milena Wazeck: Philipp Lenard in neuem Licht?

von Milena Wazeck

Nach Herausgabe 2010 des Buches von Arne Schirrmacher Philipp Lenard – Erinnerungen eines deutschen Naturforschers soll Philipp Lenard jetzt der Mitarbeiterin des Max Panck Instituts für Wissenschaftsgeschichte Milena Wazeck „in neuem Licht“ erscheinen, „als Suchender und Verzweifelter nämlich“:

Zitate aus der Rezension von Milena Wazeck in FAZ vom 31.05.2010
Von der Physik zur Weltanschauung und wieder zurück:
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Zitat:

[…] Lenards Erinnerungen ändern nicht die Sicht auf seine politischen Überzeugungen, aber sie eröffnen neue Perspektiven auf den Wissenschaftler. Im Gegensatz zu dem Gros von Autobiographien, die überlegt inszenierte Selbstdarstellungen des Weges zum Erfolg sind, bietet Lenard einen ungewöhnlichen Blick auf sein Leben: Es sind Erinnerungen eines Suchenden und mitunter Verzweifelnden – es sind Rückblicke aus der Verliererperspektive. Wir lernen ihn hier als den Weinhändlersohn kennen, der sich als deutscher Ungar sowohl seine Identität als auch die wissenschaftliche Laufbahn erkämpfen musste und sein Leben lang nach Vorbildern und Sicherheit Ausschau hielt. Auch Lenards „ideologische Auswanderung“ (Schirrmacher) in den Nationalsozialismus konnte ihm diese Sicherheit nicht bieten. Nicht zuletzt die Enttäuschungen über die NS-Wissenschaftspolitik führten zu einem gebrochenen Verhältnis zu dieser Ideologie. […]

Zitatende

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Wäre es dann vielleicht an der Zeit, dass Milena Wazeck auch einen neuen und differenzierten Blick auf ihre bisherigen medialen Darstellungen der Kritik der Relativitätstheorie als „brauner Sumpf der Physik“ und als hauptsächlich antisemitisch motiviert wirft? Vielleicht könnte man dann endlich auf ihre Stellungnahme über diesbezügliche Ansprachen aus dem Jahre 2008 hoffen?

Milena Wazeck und “der bräunliche Sumpf der Physik”

Ansprache an Prof. Dr. Jürgen Renn wegen Milena Wazeck und Kritik der Relativitätstheorie

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Oder möchte Milena Wazeck lieber weiterhin ihre großartige Strategie der „Marginalisierung durch Nichtbeachtung“ gegenüber Kritikern der Relativitätstheorie pflegen, die 2009 in der Diskussion „Einstein und die Cranks“ bei Science-Blogs  aus ihren vertrauten Kreisen ausgeplaudert wurde?
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Max Feierabend 9. September 2009 – Kommentar Nr. 400 – :

[…] „Wenn Akademiker dann auch noch mit schlechtem Beispiel vorangehen und die Grundsätze guter wissenschaftlicher Praxis missachten, ist die Strategie, die unsere Milena Wazeck als “Marginalisierung durch Nichtbeachtung” beschrieben hat, nicht mehr angebracht.
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Oder ist es doch weiterhin für Milena Wazeck angebracht, an die Geschichtsfälschung mit der angeblich antisemitisch motivierten Kritik in den Medien und im Bildungssystem aus Verantwortungslosigkeit mitzuwirken?

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Siehe auch in diesem Blog die Darstellung durch die Forschungsgruppe G.O. Mueller des wissenschaftlichen Wegs von Philipp Lenard als „Suchender und Verzweifelter“:  Über Äther und Uräther

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Eine Antwort zu “Milena Wazeck: Philipp Lenard in neuem Licht?”

  1. Peter Rösch

    Statt wegen der durch Frl. Wazeck getätigten Verunglimpfungen auf Satisfaktion zu drängen, will ich Frl. Wazeck jetzt doch lieber einen Bussi geben. Hier ist er, als Zitat von einem Mathematiker mosaischen Glaubens:

    „Ich hoffte, meine akademische Tätigkeit mit meinem 50jährigen Professorenjubiläum Ostern 1914 beschließen zu können, das Dank der Liebe und dem Wohlwollen meiner Freunde, Schüler und Kollegen, an deren Spitze Lenard und Staeckel, die mir ein gütiges Schicksal noch am Ende meines langen Lebens als Kollegen zugeführt . . . “
    (Leo Königsberger: Mein Leben. Heidelberg 1919. S. 207)

    Das schmatzt, gell, Frl. Wazeck?